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Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen
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Der 25 Zoll große Gaming-Monitor weiß selbst an älteren Spielekonsolen zu gefallen. Am Computer legt der Proband noch eine Schippe drauf und kann auch anspruchsvolle Gamer überzeugen

Anschlüsse

Gute Konnektivität des Acer Predator XB253QGP
Gute Konnektivität des Acer Predator XB253QGP

Anschlüsse sind in einer ordentlichen Anzahl verfügbar. Neben einer DisplayPort-1.4-Schnittstelle verfügt der Acer Predator XB253QGP über zwei HDMI-2.0-Eingänge. Peripheriegeräte lassen sich über die vier USB-3.0-Buchsen anschließen.

Zwei USB-3.0-Anschlüsse seitlich, wovon ein Anschluss über eine Schnellladefunktion verfügt
Zwei USB-3.0-Anschlüsse seitlich, wovon ein Anschluss über eine Schnellladefunktion verfügt

Vorbildlich befinden sich zwei von ihnen auf der linken Monitor-Außenseite und sind sehr gut zu erreichen. Auch das Anschluss-Panel ist trotz senkrechter Kabelführung gut zu erreichen, da das Display über einen Pivot-Modus verfügt. Für Kopfhörer existiert eine 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Bedienung

Das OSD-Menü wird über drei Funktionstasten und den Fünf-Wege-Joystick gesteuert. Die Bedieneinheit befindet sich hinter der rechten Seite des Monitors. Über den drei Funktionstasten ist räumlich etwas abgegrenzt die Power-Taste platziert. Die manuellen Tasten sind gut zu erfühlen und geben mit leisem knacken Rückmeldung über deren Betätigung.

Vier Funktionstasten und der Fünf-Wege-Joystick bilden die Bedieneinheit
Vier Funktionstasten und der Fünf-Wege-Joystick bilden die Bedieneinheit

Per Druck auf eine der drei Funktionstasten oder den Joystick öffnet sich das Eingangsmenü auf dem Monitor und zeigt die Zuordnung zu den jeweiligen Tasten. Die oberen zwei Knöpfe lassen sich über das OSD-Menü mit einer anderen Funktion belegen, während die untere Funktionstaste fest mit der Eingangswahl belegt ist.

Schnellmenü des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)
Schnellmenü des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)

Das Hauptmenü wird mit einem Klick auf die Oberseite des Joysticks geöffnet. Durch ihn navigiert man letztendlich auch durch das Menü und erhöht, verringert oder ändert Einstellungen in den Options-Ebenen.

OSD

Das OSD-Menü hat sich seit Anbeginn der Predator-Linie im Jahr 2016 nur wenig verändert. Sicherlich variieren die Funktionen je nach Modell, doch das Hauptmenü mit seinen sechs Hauptkategorien bildet seit jeher das Grundgerüst.

Auch nach Jahren ist das Hauptmenü fast gleich geblieben (Bild: Acer-Handbuch)
Auch nach Jahren ist das Hauptmenü fast gleich geblieben (Bild: Acer-Handbuch)

Die drei Tasten ändern bei Eintritt in das Hauptmenü ihre Funktion. Die obere Taste ruft die Monitorinfo-Ebene auf, die die momentanen Einstellungen anzeigt und zudem die Monitor-Reset-Funktion versteckt. Die mittlere Taste hält die vordefinierten Bildmodi bereit und die untere dient zum schnellen Verlassen des Menüs. Die obere Taste ist unentbehrlich, da die Monitorinfo-Ebene nicht über das Hauptmenü erreicht werden kann.

Vordefinierte Bildmodi des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)
Vordefinierte Bildmodi des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)

Die vordefinierten Bildmodi bieten acht mögliche Szenarien. Neben drei Spielekonfigurationen stehen fünf weitere Bildmodi zur Auswahl. Die drei Spielmodi sind komplett konfigurierbar und können abgespeichert werden. Sie erhalten die Einstellungen dann bis zum Display-Reset. Die anderen Bildmodi lassen sich zwar auch abändern, sobald aber eine Änderung vorgenommen wird, springt der Modus auf „Nutzer“ um. Einzig der Modus „HDR“ lässt Änderungen zu, die auch erhalten bleiben. Die Auswahl der Möglichkeiten ist hier allerdings begrenzt. Dennoch sind in unseren Augen drei Speicherplätze ausreichend.

Vordefinierte Bildmodi des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)
Vordefinierte Bildmodi des Acer Predator XB253QGP (Bild: Acer-Handbuch)

Die Kategorie „Spiel“ bündelt sämtliche spielrelevanten Einstellungsebenen an einem Platz, sodass man sich nicht großartig auf die Suche begeben muss. Neben den üblichen Einstellungen wie etwa „Overdrive“ existiert eine Toolbox mit Aktualisierungsratenzähler und Target-Overlay.

Die Kategorie „Farbe“ ist für ein Gaming-Display sehr umfangreich ausgestattet. Neben einer Gamma- und Farbtemperatur-Einstellungsebene sind hier die Farbraumeinstellungen zu finden.

Einstellungsebenen „Farbe“ (Bild: Acer-Handbuch)
Einstellungsebenen „Farbe“ (Bild: Acer-Handbuch)
Einstellungsebenen „Farbe“, zweite Seite (Bild: Acer-Handbuch)
Einstellungsebenen „Farbe“, zweite Seite (Bild: Acer-Handbuch)

Geboten werden: sRGB, Rec. 709, HDR, EBU, DCI und SMPTE-C. Um das Display farblich abstimmen zu können, bietet das Menü unter dem Modus „Anwender“ neben den üblichen RGB-Reglern die Möglichkeit, deren Tendenz zu konfigurieren. Auch eine Sechs-Achsen-Farbton- und Farbsättigungs-Ebene sind zu finden.

Beim Acer Predator XB253QGP kann das OSD in Bezug auf Bedienungskomfort und Funktionsumfang ebenfalls vollkommen überzeugen und bietet mehr als viele seiner Konkurrenten.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 65, Kontrast 50, Superscharf „Aus“, Gamma 2.2, Farbtemperatur „Warm“, Spieleinstellungen „Standard“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufendarstellung des Acer Predator XB253QGP
Graustufen des Acer Predator XB253QGP

Der Acer Predator XB253QGP stellt die Graustufen in den Lichtern bis zum vorletzten und in den Schatten bis zum viertletzten Feld dar. Das ist eher eine befriedigende Leistung. Ein Farbstich ist bei zentraler Sitzposition nicht zu erkennen. Leider macht sich die übliche Farbtreppe im Bereich, wo reines Weiß auf helles Grau trifft, ziemlich stark bemerkbar.

Bewegt man sich allerdings aus dem Zentrum heraus, löst sich die Farbtreppe nahezu komplett auf, was eher ungewöhnlich ist. In der Regel verstärkt sich hier die Farbtreppe. Bei einem seitlichen Winkel von etwa 30 Grad erhalten die mittleren Grautöne einen leichten Blaustich, und reines Weiß schwenkt etwas ins Gelbliche. Zusätzlich verlieren die hellen Grautöne ein Feld und die dunklen Grautöne zwei Felder.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Die Ausleuchtung bei einem komplett schwarzen Bild gelingt dem Acer Predator XB253QGP außerordentlich gut. Einzig in der rechten unteren Ecke kann man einen minimalen Spot erkennen. Erst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit wird dieser deutlicher erkennbar. Dennoch bleibt das Bild ansonsten sehr schön homogen und lässt nahezu keine Wolkenbildung erkennen.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

Interessante Themen

9 Gedanken zu „Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen“

  1. Hallo,
    vielen Dank für den guten Bericht.
    Im Test steht, dass der Monitor über DP 1.4 angeschlossen werden kann. Im Netzt (u.a. amazon, notebooksbilliger etc.) steht jedoch, dass der Monitor DP 1.2 hat. Wenn ich ihn über DP 1.2 anschließe gehen doch die 144 hz nicht mehr, oder? Außerdem will ich G-Sync nutzen und benötige dafür Displayport.
    Hat der Monitor nun DP 1.2 oder 1.4?
    Kann ich über einen Adapter Kabel USB-C auf DP dann den Monitor mit 144 hz und G-Sync nutzen?
    Vielen Dank und Grüße,

    Antworten
    • Hallo Valentin,
      Ich habe gerade selbst noch einmal geschaut, ob nun DP1.4 oder 1.2 vorhanden ist. Leider gibt es dafür im Handbuch keinen Hinweis. Ich meine mich aber noch daran zu erinnern, dass ich in irgendeinem Dokument, das dem Monitor beilag, einen Hinweis gefunden zu haben. Da die Anfertigung des Tests aber schon etwas her ist, kann ich dies leider nicht mehr klar beantworten.
      Trotzdem musst Du Dir keine Sorgen machen. Selbst bei DisplayPort 1.2 wären 240Hz bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel möglich, da die maximale Datenrate von DP1.2 bei 17,28 Gbit/s liegt. Selbst für 240Hz benötigst Du nur 14 Gbit/s.

      Ich hoffe das ich Dir damit helfen konnte.

      Viele Grüße
      Oliver

      Antworten
    • Hallo Oliver,
      danke für Deine Antwort. Ich besitze inzwischen den Monitor und er hat einen DP1.4. Ich benutze die Verbindung USB-C (von meinem Laptop) auf DP1.4 (Monitor) und es gehen sowohl die 144 hz als auch G-Sync.

      Viele Grüße,
      Valentin

      Antworten
  2. Guten Tag,

    motiviert durch diesen Review wollte ich mir den Monitor bestellen und bin dem Link zu Amazon gefolgt.

    Das kleinere Problem: Dort ist direkt eine offenbar aktualisierte Version mit 165 Hz ausgewählt. 144 Hz ist zwar noch auswählbar, aber nicht auf Lager. Da frage ich mich natürlich, ob die neue Version noch alle Qualitäten der alten beibehalten hat.

    Was mich aber mehr verunsichert, sind die zahlreichen Rezensionen (teils für größere Varianten des Monitors), die sich mit beeindruckenden Beweisfotos über drastisches Bleeding und Glow beschweren. Auch in der Artikelbeschreibung wird auf mögliches Bleeding hingewiesen (mit einem kaputten Link zu weiteren Infos von Acer). Bei einem ähnlich geplagten LG-Monitor behauptete ein Rezensent, das Material stehe nach dem Zusammenbau unter mechanischer Spannung, die mit der Zeit durch Wärme-Zyklen nachließe, dann würden die Probleme verschwinden.

    Ist das plausibel?
    Wie viel Glück brauche ich in der Panel-Lotterie?
    Wie schätzen Sie das alles ein?

    Vielen Grüße

    Antworten
    • Also Bleeding bezieht sich immer auf das konkrete Panel und kann nicht auf andere, in diesem Fall größere Panels übertragen werden. Wenn das Panel jetzt 165 Hz, statt 144 Hz als Bildwiederholfrequenz nutzt, ist von einem Panelwechsel auszugehen. In diesem Fall sind unsere Testergebnisse natürlich nicht mehr 1:1 anwendbar.

      Antworten
  3. Guten Tag,
    wie viel hz hat der Monitor über HDMI, da ich diesen gern an meine PS5 anschließen würde? Vielen Dank!
    Liebe Grüße

    Antworten
  4. Hallo Andreas,
    danke für Deine konstruktive Kritik. Ich muss hier aber die Testmethodik verteidigen, da ich bei blitzschnellen Drehungen überhaupt nicht sehen kann, wie das Display reagiert. Sicherlich kann ich mit dem Fahrzeug nicht auf der Hochachse drehen, aber ich kann im Vergleich zu den etlichen Monitoren, die wir schon getestet haben einordnen, ob das Bild vergleichsweise viel Blur oder wenig Blur produziert und das lässt sich auch auf eine höhere Geschwindigkeit übertragen. Das ist auch eine rein subjektive Wahrnehmung, die der ein oder andere vielleicht auch anders wahrnimmt. Das hat meiner Meinung nach auch nicht viel mit der Latenz, sondern vielmehr mit der Bildaufbauzeit zu tun.

    Viele Grüße
    Oliver

    Antworten
  5. Ich denke nicht, dass ein Rennspiel eine gute Plattform ist um die Spieletauglichkeit eines Monitors zu testen, denn die bewegungsgeschwindigkeit des Bildes ist um ein vielfaches langsamer als bei einem Shooter. Bei Shootern kommt es ungemein darauf an, dass bei hastigen Drehungen eine so geringe Latenz anliegt, dass das Bild im besten Falle durchgehend scharf bleibt und der Monitor sowie der Betrachter sehr schnell das Ziel „scharfstellen“. Das sind komplett andere Dimensionen und Geschwindigkeiten als bei Kurvenfahrten in Project Cars. Würde mir wünschen mehr Tests in diese Richtung zu sehen – gerade wenn es um Spieletauglichkeit geht.

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