Test AOC AG352UCG6 – MVA- so schnell wie TN-Technologie
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Sound

Der AOC AG352UCG6 besitzt zwei integrierte Lautsprecher, deren Leistung mit 2 Watt angegeben wird. Die Tonausgabe von DVD-Filmen ist deutlich leiser als die von Blu-ray-Filmen, was aber auch an der besseren Tonspur bei Blu-ray liegt. Die Lautsprecher verrichten ihren Dienst, mehr nicht. Für ein klangvolles Erlebnis ist eine externe Soundlösung unumgänglich.

DVD und Video

Um einen Monitor auch mit externen Zuspielgeräten wie Blu-ray-Player und Spielekonsolen verbinden zu können, wird eine HDMI-Schnittstelle benötigt. Der AOC AG352UCG6 besitzt einen solchen Anschluss und bietet damit auch die Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wird über den PC zugespielt, gibt es durch die Verwendung einer guten Videoplayer-Software ausreichende Einstellmöglichkeiten, um die fehlende Flexibilität des Monitors zu kompensieren. Anders sieht es jedoch bei externer Zuspielung aus. Ein Blu-ray-Player oder auch eine Spielekonsole bietet nicht den Funktionsumfang eines PCs, und es kommt nun auch auf den Monitor an und welche Skalierungsoptionen verfügbar sind.

Wie bereits im Kapitel „Interpolation“ erwähnt, bietet der AOC AG352UCG6 keinerlei Optionen, das Seitenverhältnis anzupassen. Das ist bei externer Zuspielung natürlich besonders bitter, denn damit verschenkt der Monitor sein größtes Potenzial. In diesem Fall betrifft es das 21:9-Bildformat, mit dem bei entsprechender Skalierungseinstellung Filme bildschirmfüllend ohne schwarze Streifen wiedergegeben werden könnten. Das bietet LG bei seinen 21:9-Modellen in Perfektion.

Leider ist das beim AOC AG352UCG6 nicht möglich. SD- und HD-Filmmaterial werden zwar mit korrektem Seitenverhältnis auf Display-Höhe skaliert, allerdings mit schwarzen Streifen links und rechts. Blu-ray-Filme mit Full-HD-Auflösung werden pixelgenau wiedergegeben, was dazu führt, dass schwarze Streifen an allen vier Seiten vorhanden sind. Immerhin wird auch hier ein korrektes Seitenverhältnis eingehalten.

Das Seitenverhältnis kann im OSD nicht eingestellt werden
Das Seitenverhältnis kann im OSD nicht eingestellt werden
 Signal Unverzerrte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph)  Ja
SD (4:3) Nein
HD (720p) Ja
HD (1080p) Ja (nur pixelgenau)

TFT-Monitore arbeiten üblicherweise mit 60 Hz. Um DVD-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können, sollte jedoch eine 50-Hz-Unterstützung vorhanden sein. Inhalte auf Blu-ray-Disc wiederum werden mit 24 Hz (oder einem Vielfachen davon) judderfrei wiedergegeben. Der AOC AG352UCG6 unterstützt eine 50-Hz-Wiedergabe, wodurch sich DVD-Medien ruckelfrei wiedergeben lassen. Eine 24-Hz-Unterstützung bietet der Monitor nicht, daher werden Blu-ray-Filme mit 60 Hz wiedergegeben.

Da ein LC-Display immer Vollbild-basiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen. Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Der AOC AG352UCG6 bringt zwar ein Halbbild-basiertes Signal zur Anzeige, dies wird aber nur durch einfaches Fieldscaling auf Panel-Auflösung skaliert und ist entsprechend verlustbehaftet. Außerdem erfolgt die Anzeige sehr zittrig. Inzwischen wird bei aktuellen LC-Displays nur noch äußerst selten ein Deinterlacer eingebaut, der auch beim aktuellen Probanden eingespart wurde. Es ist also notwendig, ein in Vollbildern vorliegendes Signal zuzuspielen.

Overscan

Eine Overscan-Einstellung wird vom AOC AG352UCG6 nicht angeboten.

Unterstützte Farbmodelle und Signallevels

Der AOC AG352UCG6 erwartet am HDMI-Eingang PC-Levels und ist daher in der Lage, den vollen Farbumfang zu nutzen. Hierfür muss keine spezielle Einstellung vorgenommen werden, eine korrekte Umsetzung erfolgt bereits automatisch.

Die Farbmodelle YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4 werden vom AOC AG352UCG6, wie auch schon bei anderen Bildschirmen festgestellt, auf unschöne Weise nicht unterstützt: Der Bildschirm verabschiedet sich wegen nicht erkannter Signale in den Ruhemodus, wenn eines dieser Farbmodelle ausgewählt wird. Es bleibt dann nur die Möglichkeit, mit Glück die Einstellung wieder zurückzusetzen oder ein anderes Anzeigegerät dafür zu verwenden.

Die Wichtigkeit des abgestimmten Videolevels in der Zuspielung wird gern unterschätzt, dabei ist das ein entscheidendes Kriterium für die korrekte Darstellung. Kommt es hier zu Abstimmungsproblemen, resultiert dies entweder in einem stark reduzierten Tonwertumfang oder einem ausgewaschenen, matten Bild ohne volles Weiß und Schwarz.

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