Test ASUS PA278QV – Allrounder mit Bestleistung
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Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „TF0“

Bei 75 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 11,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 18,6 ms, der CtC-Wert wird mit 17,6 ms ermittelt. Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist erwartungsgemäß sehr neutral.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF0“): langsame Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF0“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF0“): keine Überschwinger
75 Hz (Overdrive „TF0“): keine Überschwinger

75 Hz, Overdrive „TF60“

Durch die Erhöhung der Bildwiederholrate auf 75 Hz verkürzt sich vor allem der bereits bei 60 Hz schon sehr kurze Input-Lag. Die Reaktionszeiten dagegen ändern sich kaum, tendenziell sind sie sogar minimal schlechter. Das kann man angesichts der sehr guten Werte aber leicht verschmerzen.

In der Werkseinstellung „TF60“ ist die Abstimmung auch bei 75 Hz noch sehr neutral. Die Schaltzeiten werden wie 60 Hz effektiv verkürzt. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 12,3 ms. Der CtC-Wert ist mit 8,4 ms ebenfalls bereits kurz.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF60“): schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF60“): schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF60“): minimale Überschwinger
75 Hz (Overdrive „TF60“): minimale Überschwinger

75 Hz, Overdrive „TF100“

In der höchsten Stellung „TF100“ ändert sich auch bei 75 Hz das Bild nicht grundlegend. Im Vergleich zur Werkseinstellung können die Reaktionszeiten zwar noch einmal gehörig zulegen, allerdings nur auf Kosten der Bildqualität. Die Überschwinger sind deutlich erkennbar. Im Vergleich zu 60 Hz verbessert sich nur die Signalverzögerung, aber nicht die Reaktionszeiten.

Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 13,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 6,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 8 ms. Der CtC-Wert liegt bei 4,8 ms.

Für die meisten Anwendungsfälle ist die Werkseinstellung TF60 optimal gewählt. Aufgrund der geringeren Signalverzögerung empfiehlt sich ferner der Betrieb bei 75 Hz. Um beim Spielen die ohnehin schon sehr guten Reaktionszeiten noch weiter zu verbessern, stellt die Zwischenstufe „TF80“ einen guten Kompromiss dar, da hier die Überschwinger weniger kritisch ausfallen.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF100“): sehr schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „TF100“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „TF100“): extreme Überschwinger
75 Hz (Overdrive „TF100“): extreme Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF0"
60 Hz, Overdrive „TF0“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "TF0"
75 Hz, Overdrive „TF0“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF60"
60 Hz, Overdrive „TF60“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "TF60"
75 Hz, Overdrive „TF60“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "TF100"
60 Hz, Overdrive „TF100“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "TF100"
75 Hz, Overdrive „TF100“

Latenzzeit und subjektive Beurteilung

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ASUS PA278QV ist die Signalverzögerung bereits bei der Standard-Bildwiederholrate von 60 Hz erstaunlich gut. Sie beträgt nur 5,4 ms. Durch die Erhöhung der Bildwiederholrate auf 75 Hz verkürzt sich der Wert nochmals auf nur 3,8 ms.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist hier bei „TF60“ mit 6,2 ms ebenfalls sehr kurz. Insgesamt macht das 10 ms bei optimaler Bildqualität bzw. 7,8 ms in der höchsten Overdrive-Stufe, wenn es um reine Geschwindigkeit geht.

Bei der Ansteuerung mit 75 Hz machen die sehr kurzen Reaktionszeiten und der niedrige Input-Lag den ASUS PA278QV in jedem Fall zu einem Monitor, mit dem man auch gut spielen kann. Ein klassischer Gaming-Bildschirm ist das Modell aber natürlich nicht.

Da der ASUS PA278QV primär für „Content-Creation“ beworben wird, sind wir hier zwar mit subjektiven Gaming-Tests nicht allzu weit in die Tiefe gegangen. In puncto Reaktionsverhalten entspricht die subjektive Begutachtung aber der Erwartungshaltung aus den Messergebnissen.

Backlight

Das Hintergrundlicht wird beim ASUS PA278QV durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, dabei entstehen minimal kurze Unterbrechungen im Lichtstrom. Aufgrund der hohen PWM-Frequenz, die im hohen Kilohertzbereich liegt, sollte eigentlich kein sichtbares Flackern auftreten.

Für sehr empfindliche Augen können aber je nach Helligkeitsstufe ganz leichte Flackerstörungen in hellen Bildbereichen nicht ganz ausgeschlossen werden. Sie sind an der Wahrnehmungsgrenze, also für die meisten wohl nicht erkennbar oder störend.

Diagramm: LED-Backlight mit PWM
LED-Backlight mit PWM

ASUS bewirbt den ASUS PA278QV allerdings eigentlich als flimmerfrei. Wie immer lohnt es sich jedoch, bei Marketing-Texten sehr genau zu lesen: „Die ASUS Flicker-Free-Technologie sorgt für ein komfortableres Arbeiten und eine angenehmere Bildschirmumgebung, indem sie das Flimmern auf dem Bildschirm reduziert.“
Flicker-free und Reduktion des Flackerns sind nicht das Gleiche. Andere Hersteller, die Panels ohne PWM einsetzen, argumentieren, dass auch ein nicht sichtbares Flackern auf Dauer die Augen ermüdet und sogar schädigt.

Sound

Zur Klangwiedergabe hat der ASUS PA278QV zwei RMS-Stereo-Lautsprecher unauffällig in das Gehäuse integriert. Sie haben je 2 Watt Ausgangsleistung. Der Lautstärkeregler steht ab Werk in Mittelstellung. Da ist von ihnen noch kaum etwas zu hören. Regelt man die Lautstärke hingegen nach oben, wirken sie schnell überfordert. Zumindest zur Wiedergabe von Systemklängen sind sie aber eine willkommene Beigabe.

Tonsignale können über HDMI, DP oder den analogen Audio-Eingang entgegengenommen und über die integrierten Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang wiedergegeben werden.

15 KOMMENTARE

  1. Hello! Are you going to test Dell S2721DS as well which is very similar in terms of performance and quality and even more cheaper than ASUS? I’m a bit sceptical for PWM Dimming Frequency that ASUS has otherwise it seems to be one of the best 75Hz IPS monitors currently available on the market. Far more cheaper Dell doesn’t have PWM feature at all. Since my eyes are quite sensitive for artificial effects this aspect could be the selling point for me. That’s why I like Apple products so much because they provide eye friendly ambience feeling. What are your observations so far?

  2. Danke für diesen guten Testbericht! Mir ging es ähnlich wie Thiemo, nur dass ich nicht stunden- sondern bereits jahrelang nach einem passenden „Allrounder“ auf der Suche war. …
    Euer Bericht hat nun endlich den entscheidenden Impuls zur Anschaffung gegeben. – Im ersten Testbetrieb konnte ich auch keine Probleme feststellen und konnte auch gleich die im Bericht beschriebenen Einstellungen einsetzen.
    Als ich dann allerdings zum ersten Mal für ein paar Minuten die Finger vom Monitor / Rechner lassen konnte, wurden die anscheinend sehr groben Probleme mit dem Energiemanagement ersichtlich!
    Das Energiemanagement meines Windows 7 Professional (64 Bit) habe ich so konfiguriert, dass die Monitore nach 5 min Inaktivität abgeschaltet werden sollen. Wird der PA278QV aber per DisplayPort angeschlossen, so zeigt er ein deutlich fehlerhaftes Verhalten. Bei alleinigem Anschluss per HDMI treten die Fehler nicht auf, dies steht aber für mich außer Debatte, da ich den Monitor an zwei bis drei Rechnern betreiben möchte, wofür ich also auch wirklich die DisplayPort-Eingänge benötige.
    Der Fehler äußert sich nun dahingehend, dass der Monitor bei fehlendem Signal eine vollständige Trennung vom Rechner / von der Grafikkarte durchführt. Dies äußert sich z. B. durch den hörbaren Windows-Sound der Gerätetrennung – gleich gefolgt vom Ton für die erneut aufgebaute Verbindung eines Gerätes! Und dies setzt sich fast im Sekundentakt so fort. Ding-dong, Dong-ding, Ding-dong, Dong-ding … beliebig lange, bis ich aus Verzweiflung selbst den Power-Button des Monitors betätige!
    Dieses nervtötende Konzert (Audiowiedergabe mit abgeschaltetem Monitor nicht mehr möglich, Lautsprecher müssen bei jedem kurzzeitigen Verlassen des Rechners abgeschaltet werden) ist aber natürlich nur das Symptom des eigentlichen Problems, der Gerätetrennung. – Beim „Aufwecken“ des Rechners (alles lief ganz normal weiter, bis auf die ausgeschalteten Monitore) durch eine Eingabe zeigen sich dann auch sofort die bedrückenden Auswirkungen. Sämtliche Fenster, die zuvor für eine ordentliche Arbeitsoberfläche auf dem erweiterten Windows-Desktop positioniert wurden, sind auf den alten Default-Monitor (noch per DVI angeschlossen) zusammengeworfen wurden. Windows kann zwar normalerweise die Desktop-Konfiguration wiederherstellen (Positionierung der „Monitore“ [z. B. DP-Anschluss links und HDMI-Anschluss rechts vom Default-Desktop], beide Bildwiederholfrequenzen 75 Hz), die Arbeitsumgebung ist aber zerstört – bei jedem Abschaltvorgang des Monitors!
    Das Gleiche gilt übrigens auch für das manuelle Betätigen des Soft-off-Buttons! Ich habe noch nie zuvor erlebt, dass sich ein Monitor vom Rechner komplett abmeldet, wenn man ihn ausschaltet – aber der PA278QV tut dies zuverlässig immer.
    Ich habe allerdings kaum Erfahrungen mit DisplayPort-Anschlüssen – kann mir aber auch nicht vorstellen, dass dies normal sein sollte.

    Internet-Recherchen brachten mir leider noch keinen Gewinn. Es gibt zwar bekannte Standby-Probleme mit DisplayPort und ich fand die eine oder andere Option zum testweisen Umschalten – weiter brachte mich das allerdings nicht. Einen anderen DP-Monitor habe ich leider nicht zur Hand, so konnte ich nur die DP-Ausgänge meiner Grafikkarte durchtesten, bei denen sich aber keine Unterschiede zeigen.

    Habt Ihr bei Euren vielfältigen Tests schon einmal etwas Ähnliches erlebt bzw. Tipps, wie ich dieses Fehlverhalten abstellen könnte?

    • Noch ein paar zusätzliche Informationen und meine neuesten Erkenntnisse:
      Gleich vorweg: Es ist definitiv der PA278QV!

      Meine Grafikkarte ist die Palit GeForce® GTX 1070 Dual (mit 1xDVI, 3xDP und 1xHDMI an Ausgängen). Die Treiber waren zuerst nicht ganz aktuell. Das habe ich mittlerweise behoben.

      Ich wollte zuerst auch fragen, ob der PA278QV vielleicht nicht mehr mit Windows 7 kompatibel sei. Aber mittlerweile fand ich auch die separaten Treiber, die Asus direkt für Windows 7 anbietet und installierte diese für jede mögliche Art des Anschlusses. – Aber außer, dass der Monitor nun mit Klarnamen im Gerätemanager zu finden ist, hat sich an dem seltsamen Verhalten nichts geändert.

      Außerdem habe ich mir einen anderen DisplayPort-Monitor mitsamt Kabel ausgeliehen – und damit alle nur erdenklichen 1er-, 2er- und 3er-Kombinationen getestet. (1er: Jeden der drei Monitore [DVI, MiniDP und normales DP vom PA278QV sowie normales DP vom Leihmonitor] an jedem möglichen Ausgang der Grafikkarte; 2er: jede Zweierkombination der drei Monitore, an unterschiedlichen Ausgängen; 3er: alle drei Monitore gleichzeitig dran, an unterschiedlichen Ausgängen)
      Dabei habe ich auch immer unterschieden, ob der / die Monitor(e) automatisch (Energieoptionen) oder manuell, per Soft-off oder echtem Power-Button bzw. Netzkabel, abgeschaltet wurden.
      Alles funktioniert wie erwartet – außer genau die Kobinationen, in denen auch der PA278QV vorkommt!

      Beim Leihmonitor fiel mir noch auf, dass auch dieser sich (einmalig) abmeldet, wenn ich das Netzkabel abziehe (kein echter Power-Button) und mindestens eine Minute warte. Das kannte ich auch noch nicht von anderen Monitoren. Ist das eine Besonderheit von DisplayPort, dass der verbundene Monitor nicht mehr erkannt wird, wenn er nicht durchgängig am Strom hängt?

      Jedenfalls bleibt das sehr nervende Verhalten, dass sich der PA278QV beim Abschalten durch die Energieoptionen alle paar Sekunden ab- und wieder anmeldet, erhalten.

      Für das damit auch verbundene Umherschieben und Verkleinern der Fenster durch Windows habe ich mittlerweile einen Workaround gefunden:
      Kurz nach der Windows-Anmeldung muss ich den PA278QV kurz manuell aus- und wieder einschalten (Soft-off), dadurch merkt sich Windows dann die Fenstergrößen und -positionen auch über den Aufruf des Bildschirmschoners hinweg. – ES SEI DENN, es ist noch ein zweiter, normal agierender Monitor angeschlossen! Dann verschiebt Windows natürlich alle Fenster bei Abmeldung des PA278QV (unsichtbar, weil Bildschirmschoner) auf diesen zweiten Monitor und nach Tätigen einer Eingabe dann wieder alles *irgendwie* zurück auf den PA278QV, der ja als Hauptmonitor konfiguriert ist.
      Ich bekomme also keine richtig nutzbare Arbeitsumgebnung hin.

      Lässt sich dies eigentlich mit dem Testexemplar nachvollziehen oder sollte ich den Monitor besser umtauschen?

      • Leider geben wir die Monitore nach dem Test zurück. Insofern können wir da nichts mehr ausprobieren. Zudem testen wir die Monitore unter Windows 10, ich weiß nicht ob hier ein Problem liegt. Der Treiber bewirkt genau das was Du erkennen konntest, der Name des Monitors wird in der Systemsteuerung korrekt angezeigt. Ansonsten sind Monitortreiber unnötig.

      • Alle Test wurden am DisplayPort durchgeführt. Wären wir auf Probleme gestoßen, wären diese auch im Test erwähnt worden.
        Ähnlich Probleme hatten wir in der Vergangenheit mit Geräten von LG. Auch wenn das Problem bei vergleichbaren Geräten anderer Hersteller nicht aufgetreten ist, war der Schuldige dennoch nicht der Monitor, sondern die Grafikkarte. Das Problem konnte einfach behoben werden. Allerdings nicht mit einem Treiber-, sondern nur mit einem Firmware-Update. Siehe hier der Arikel dazu:
        https://www.prad.de/loesung-fuer-probleme-mit-displayport-1-4-monitoren/

        • Danke für Eure Antworten!

          Die DisplayPort-1.4-Probleme hatte ich bereits bei meinen Recherchen gefunden. Auch am Firmware-Updater von nVidia war ich dadurch vorbeigekommen. Da es sich hierbei aber ausschließlich um ein Update für DP 1.4 handelt (HDR) und ich niemals Probleme mit dem Betrieb des PA278QV hatte (weder beim Systemstart noch sonstigem Betrieb), der ja auch kein HDR und nur maximal DP 1.2 unterstützt, habe ich von einer Installation abgesehen. – Die Probleme treten eben wirklich nur beim rechnergesteuerten Abschalten des Monitors auf.
          Eine Anregung für einen möglichen Workaround hatte ich mir trotzdem bereits aus Eurem Problembericht geholt. So stellte ich testweise die DP-Spezifikation von 1.2 auf 1.1 zurück, was aber nichts bewirkte.

          Nur mal zum weiteren Verlauf der Problemgeschichte:
          Ich musste mich dann wirklich beim Händler melden, obwohl ich mit dem Monitor an sich sehr zufrieden bin – aber ein Arbeiten ist so eben nicht möglich, auch nicht mit abgeschalteten Windows-Sounds. Der Händler verwies mich auf den Asus-Support oder die Möglichkeit, den Monitor als defekt zu reklamieren.
          Der Asus-Support konnte mir leider auch nicht weiterhelfen. Ein Firmware-Update für den PA278QV existiert nicht. Bei meinen vielfältigen eigenen Tests konnte man mir auch nur noch einen Versuch an einem anderen Rechner bzw. anderem Betriebssystem empfehlen – ansonsten auch nur die Reklamation des Gerätes beim Händler.
          Wenn ich ein solches, anderes DP-fähiges Gerät besitzen würde oder mir eines ausleihen könnte, hätte ich dies schon längst getan. Mit dem Leih-Monitor hatte ich schon viel Glück.
          Ich werde den Monitor also schweren Herzens umtauschen lassen.

          Mittlerweile konnte ich den Fehler übrigens auch eingängig „sichtbar“ machen. Da er nur beim Abschalten per Energieoptionen auftrat, hätte ich zuvor höchstens ein wackeliges Smartphone-Video eines schwarzen Bildschirms, mit nervenden Windows-Tönen im Hintergrund, aufnehmen können (vielleicht noch die wild verschobenen / umskalierten Fenster auf dem Windows-Desktop). – Nun war mir aber aufgefallen, dass ich Windows natürlich auch anderweitig zum Abschalten nur des PA278QV bewegen könnte. Wenn ich den Desktop nicht auf alle Monitore erweitern, sondern nur auf meinem alten Monitor darstellen lasse. Dann wird der PA278QV natürlich abgeschaltet. Dies bewirkt exakt das gleiche Verhalten wie beim Abschalten per Energieoptionen, nur dass ich unter Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\Anzeige\Bildschirmauflösung genau beobachten kann, wie sich der PA278QV ständig trennt und neu verbindet. So entstand eine kleine Bildschirmaufnahme zum Dokumentieren des Fehlers, nervige Windows-Sounds inklusive.

          • Das Firmware-Update würde ich in jedem Fall machen. Die im Lösungsartikel geschilderten Probleme wurden dadurch behoben. Bei den Angaben im OSD zu DP 1.2 bzw. 1.4 sind wir schon öfters auf Fehler gestoßen. Darauf würde ich mich nicht verlassen. Das Firmware-Update war bei mir völlig unkritisch. Nur der Strom darf dabei nicht ausfallen….

          • Zum Firmware-Update:
            Das hatte ich nun letzte Woche auch noch versucht. (Ich warte noch auf den Retourenschein meines Händlers.)
            Jedoch zeigte mir das nVidia-Tool dabei nur an, dass meine Firmware bereits aktuell wäre. Also bekam ich es wohl schon zuvor durch irgendein Update mit.

  3. Besten Dank für Ihren Bericht. Ich habe eine Frage zur Farbgenauigkeit.

    Ich habe mir aufgrund dieses Tests 2 dieser Monitore gekauft. Sie stehen nebeneinander, wenn ich ein Bild öffne und gleichzeitig auf beiden Monitoren darstelle, dann ist es auf einem der Monitore kühler (bzw. leicht blaustichig). Ist das normal, bzw. bekommt man das durch Profilierung/Kalibrierung weg oder ist dies ein Fehler und Grund, einen der Monitore zurückzusenden?

    Danke

    • Das ist nicht ungewöhnlich. Eine Kalibrierung kann helfen, aber das die Monitore dann zu 100 % identische Farbdarstellungen anzeigen, ist nicht garantiert.

    • Bei zwei Monitoren desselben Monitors, der als „werkskalibriert“ beworben wird und speziell für die EBV gedacht ist, sollte der Unterschied nicht zu extrem ausfallen. Wir sind hier aber auch nicht in einer Preisklasse, bei der die Fehlertoleranz allzu eng sein dürfte. Die Verwendung von 2 Monitoren parallel ist ein weiterer Grund, warum man seinen Monitor kalibrieren sollte. Wenn die beiden Geräte (nach Rücksetzen auf Werkseinstellungen und gleicher Aufwärmphase) einen sehr störenden Unterschied zeigen, dann kann eine Kalibrierung helfen. Dazu muss man die Farbtemperatur auf den gleichen Nenner bringen. Also die Ziel-Farbtemperatur von Display 2 anhand der vorhandenen Farbtemp von Display 1 messen. Verwendet man einfach nur die gleichen Zielwerte, kann es trotzdem zu visuell wahrnehmbaren Unterschieden kommen.

  4. Danke für diesen tollen Testbericht. Ich habe stundenlang nach einem WQHD 27 Zoller gesucht, der vernünftige Farbdarstellung und gute Blickwinkel hat und zusätzlich noch fürs hin und wieder zocken geeignet ist (75hz ist da ganz nett). Und meine Güte ist das ein Dschungel. Nichts hab ich gefunden, vor allem da Angaben der Hersteller immer recht spartanisch sind und die Beratungen von den Großen (Saturn, Cyberport, etc.) kannst du ja auch in der Pfeife rauchen.
    Der Testbericht hier hat mich dann überzeugt, super detailliert und beschrieb genau das was ich suche: ein vergleichsweise günstiger 27 Zoll WQHD Monitor mit 75Hz IPS Panel, nicht zappenduster (250cd/m^2 haben die meisten in der unteren Preisklasse) und eine doch überdurchschnittliche Farbtreue. Für meine Videoschnitt-Exzesse perfekt, fürs Zocken vollkommen ausreichend und zwar teurer als ich geplant hatte auszugeben, dafür kaufe ich ihn jetzt aber mit nem guten Gefühl.
    Bin gespannt und hoffe meinen Heiligen Gral gefunden zu haben, sodass ich diesen Monitor nicht (wie den Iiyama den ich mir vor ein paar Tagen zugelegt habe) zurückschicken muss.
    Danke!

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