Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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Technik

Betriebsgeräusche

Während spezielle Testbilder dem ASUS ROG Swift PG35VQ mit harten Kontrasten keinen Ton entlocken können, sieht das bei starker Beanspruchung mit hohen Aktualisierungsraten und eingeschaltetem HDR anders aus. Dafür muss man wissen, dass sich innerhalb des Gehäuses ein kleiner Lüfter befindet, der das Display vor Überhitzung schützen soll.

Im Normalbetrieb ist er nicht hörbar. Erst nach einer längeren Spielsession kann man ein leises Surren wahrnehmen, das lauter wird, je näher man das Ohr an die Rückwand richtet. Dann steigt auch die Temperatur im Bereich des Netzanschlusses am Anschluss-Panel auf etwa 50 °C. Wird der Monitor anschließend wieder für weniger anspruchsvolle Aufgaben genutzt, läuft der Lüfter noch einige Zeit nach, um die Temperatur senken, und kommt dann anscheinend zum Stillstand.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 93 W 102,1 W
140 cd/m² 60,4 W
Betrieb minimal 46,5 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W 0,3-1,4 W
Ausgeschaltet (Soft-off) < 0,5 W 0,3-1,4 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Aura, USB und LIM)

Während sich die Produkt-Website über den Stromverbrauch ausschweigt, werden wir im Handbuch wieder mit Extremwerten konfrontiert.

Verbrauchsangaben des ASUS ROG Swift PG35VQ (Handbuch)
Verbrauchsangaben des ASUS ROG Swift PG35VQ (Handbuch)

Hier wird ein Verbrauch von weniger als 280 Watt genannt, was natürlich vollkommen aus den Wolken gegriffen ist. Zum Glück existiert ein Energielabel, das einen Verbrauch von 93 Watt nennt. Für die Messungen haben wir die variable Hintergrundbeleuchtung im OSD-Menü unter „Bildeinrichtung -> Variable Hintergrundbeleuchtung -> Aus“ und auch die zusätzlichen Verbraucher wie „Light in Motion“ oder USB deaktiviert, um ein stabiles Ergebnis zu erhalten. Hier messen wir bei 100 % Helligkeit 102,1 Watt, was etwas mehr ist, als auf dem Energielabel angegeben wird.

Bei 140 cd/m² zeigt unser Messgerät 59,2 Watt an. Die Effizienz beträgt somit 0,7 cd/Watt. Im Standby und Soft-off bleibt das Gerät zunächst für lange Zeit im Bereitschaftsmodus. Erst nach einer ganzen Weile senkt sich der Stromverbrauch, dann aber schwankt er im Bereich von 0,3 bis 1,4 Watt, was sich schlussendlich auch nicht ändert. Für Stromsparfüchse ist dieses Display wahrlich nicht gebaut worden.

Dass der ASUS ROG Swift PG35VQ etwas stromhungriger ist, als viele andere Displays, wird bereits beim Netzteil sichtbar. Mit einer Seitenlänge von 185 mm, einer Breite von 85 mm und einer Tiefe von 35 mm zeigt es enorme Ausmaße. Auch das Kabel, das zum Monitor führt, hat einen größeren Querschnitt, um ausreichend Strom transportieren zu können. Mit einer Temperatur von etwa 44 °C lässt es sich aber trotzdem noch verstecken.

Selbst der Querschnitt des Netzkabels ist größer als bei vielen anderen ROG-Displays
Selbst der Querschnitt des Netzkabels ist größer als bei vielen anderen ROG-Displays

Anschlüsse

Wie andere Displays mit G-Sync verfügt das aktuelle Testmodell nur über jeweils eine DisplayPort-1.4- und HDMI-2.0-Schnittstelle. Für Peripheriegeräte sind zwei USB-3.0-Ports verfügbar, die sich im Anschluss-Panel verstecken. Für Kopfhörer ist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse vorhanden.

Gewohnt mager bei G-Sync-Displays: Nur je ein HDMI- und DisplayPort-Anschluss
Gewohnt mager bei G-Sync-Displays: Nur je ein HDMI- und DisplayPort-Anschluss

Bedienung

Die Bedienung zeigt beim ASUS ROG Swift PG35VQ das gleiche Prinzip wie bei anderen ROG-Displays. Die vier analogen Tasten und der Fünf-Wege-Joystick werden durch einen Griff hinter die rechte Monitorseite bedient.

Gewohnte Bedienung des OSD-Menüs über Tasten und Fünf-Wege-Joystick
Gewohnte Bedienung des OSD-Menüs über Tasten und Fünf-Wege-Joystick

Über den Fünf-Wege-Joystick lässt sich innerhalb des Menüs im Grunde alles steuern. Er dient in den Kategorien und Einstellungsebenen nicht nur der Navigation, sondern erhöht oder verringert Werte und aktiviert oder deaktiviert Funktionen. Die Tastenbelegung darunter beginnt mit der Taste „Verlassen“. Durch sie kann das Menü mit einem Druck verlassen werden. Wichtig wird sie, wenn ein Tool aus dem GamePlus-Menü ausgewählt wird, da es einzig darüber verlassen werden kann. Die Taste darunter öffnet das GamePlus-Menü, dessen Auswahl allerdings wieder mit dem Joystick getroffen werden muss. Die dritte Taste von oben ist der Hotkey für Audioquelle und Lautstärke. Die unterste Taste schaltet das Display ein bzw. aus. Sie lässt sich über das OSD-Menü sperren, damit man im Eifer des Gefechts nicht aus Versehen den Monitor ausstellt, obwohl nur Einstellungen vorgenommen werden sollen.

OSD

Das OSD-Menü unterscheidet sich gegenüber anderen ROG-Displays nur minimal. Auch hier kommt das übersichtliche dreispaltige Layout mit Kopfzeile zum Einsatz.

OSD: Übersichtliches Menü im bekannten Drei-Spalten-Layout
Übersichtliches Menü im bekannten Drei-Spalten-Layout

Eingeteilt ist es in sieben übersichtlichen Kategorien. Hier werden einige Einstellungsebenen geboten, die nicht bei jedem Display verfügbar sind.

An erster Stelle ist direkt die Kategorie „Over Clocking“ zu finden. Nativ verfügt der Monitor über eine mögliche Aktualisierungsrate von 180 Hz. Diese lässt sich über „Over Clocking“ auf 200 Hz erhöhen, was schnell und unproblematisch funktioniert.

OSD: Warnmeldung bei Aktivierung des 200-Hz-Modus
Warnmeldung bei Aktivierung des 200-Hz-Modus

Nach einer kurzen Warnmeldung mit Lösungshinweisen, falls das System 200 Hz nicht akzeptiert, kann in den Einstellungen die höhere Bildwiederholungsfrequenz ausgewählt werden.

Unter NVIDIA-Grafikkarteneinstellungen die Auswahlmöglichkeiten bei der Aktivierung des 200-Hz-Modus
Auswahlmöglichkeiten bei der Aktivierung des 200-Hz-Modus

Anschließend erscheint die höhere Aktualisierungsrate auch in der NVIDIA-Systemsteuerung und kann dort ausgewählt werden.

Unter „GameVisual“ sind die sechs vordefinierten Bildmodi zu finden, die bis auf den sRGB-Modus komplett konfigurierbar sind und ihre Einstellungen erhalten, bis ein Werks-Reset durchgeführt wird. Damit stehen ausreichende fünf Speicherplätze zur Verfügung.

Der ASUS ROG Swift PG35VQ verfügt über eine dynamisch gesteuerte LED-Hintergrundbeleuchtung. Diese wird in ihren Eigenschaften über die Kategorie „Bildeinrichtung-> Variable Hintergrundbeleuchtung“ gesteuert. Auf die möglichen Einstellungen und deren Auswirkungen kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt dieses Tests zurück.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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