Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Extrem“
Netzdiagramm 200 Hz, Overdrive „Extrem“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die sehr kurze Signalverzögerung mit 3,6 ms und die mittlere Bildwechselzeit von 2,1 ms addieren sich zu einer Gesamtlatenz von 5,7 ms. Das macht den ASUS ROG Swift PG35VQ besonders für schnelle Shooter-Spiele zu einem tollen Anzeigegerät.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Bildschirm auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Mit maximal 543cd/m² zählt der Proband zu den besonders hellen Gaming-Monitoren.

Hinweis: Aus seitlichen Winkeln sind Artefakte der Local-Dimming-Schaltung (leichtes Halo um helle Lichter) erkennbar.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl jeder Monitor etliche Tests mit hochpräzisen Messgeräten über sich ergehen lassen muss, können vereinzelt Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive auftreten. Auch wird hier das Handling beurteilt und wie sich das Display im Spielbetrieb schlägt. Dafür haben wir einige Filme geschaut, kleinere Tests durchgeführt und natürlich verschiedene Spiele ausprobiert.

Voraussetzungen

Um den ASUS ROG Swift PG35VQ mit seinen kompletten Funktionen nutzen zu können, ist es notwendig, dass sich eine GeForce-Grafikkarte (ab GTX 1050) im System befindet. Anders als bei FreeSync, für dessen Technologie sich NVIDIA mittlerweile geöffnet hat, ist es nicht möglich, G-Sync an AMD-Grafikkarten zu verwenden. Zudem sollten ein leistungsfähiges System und eine nicht weniger performante Grafikkarte zur Verfügung stehen, um die 3440 x 1440 Bildpunkte ausreichend mit Frames zu versorgen.

60 Hz, Spielekonsolen

Eines vorweg: Mit dem ASUS ROG Swift PG35VQ erhält man keine Vorteile, wenn man stolzer Besitzer einer Xbox One X oder Xbox One S ist. Weder funktioniert die höhere Bildwiederholfrequenz, noch lässt sich G-Sync aktivieren. Damit zählt einzig die Performance des Displays bei 60 Hz, die sich am besten mit einer Rennsimulation herausfinden lässt. Wir haben das Spiel „Project CARS 2“ für die Beurteilung gewählt. Das Panel zeigt bei 60 Hz recht ordentliche Schaltzeiten und stellt bewegte Bilder weniger verschmiert dar, als viele andere Monitore. Hier kann der Overdrive problemlos auf das Maximum gestellt werden, da kaum ein Nachleuchten an bewegten Objekträndern entsteht. Das typisch stockende Gameplay bei 60 Hz bleibt einem allerdings nicht erspart und kommt aufgrund der großen Bildfläche besonders zur Geltung, wenn die Sitzposition nahe vor dem Monitor ist. Das ist aber ein allgemeines Problem bei einer Aktualisierungsrate von 60 Hz. Die wenigsten werden den Bildschirm jedoch aufgrund des hohen Preises für eine Konsole erwerben, da nicht mal die volle Funktionalität gegeben ist.

PC-Betrieb

Schließt man den ASUS ROG Swift PG35VQ an den Computer an, kann man die volle Funktionalität des Displays nutzen – es sei denn, eine AMD-Grafikkarte kommt zum Einsatz. Natürlich lässt sich der Monitor auch dann nutzen, allerdings ist keine Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte möglich. Verfügt letztere über genügend Leistung, kann das Gameplay aufgrund der hohen möglichen Aktualisierungsrate des Bildschirms sehr flüssig erscheinen. Bei etwa 140 fps ist Tearing kaum noch sichtbar. Der flüssige Bildablauf lässt sich allerdings nur mit aktiviertem G-Sync an NVIDIA-Karten ermöglichen. Hier reichen bereits niedrige 60 Hz für ein tolles smoothes Gameplay. Je höher die fps-Rate, desto realistischer wird letztendlich der Bildeindruck. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass die angegebene Farbtiefe von 10 Bit aufgrund der Bandbreitenbeschränkung von DisplayPort 1.4 nur bis zu einer Aktualisierungsrate von 144 Hz unterstützt wird.

Bei maximalem Overdrive kann man hier sehr schön das Ergebnis des Helligkeitsverlaufs (Abschnitt: Reaktionsverhalten/200 Hz, Overdrive: Extrem/Helligkeitsverlaufsgrafik) erkennen. Während bei maximalem Overdrive kaum ein positiver Overshoot (helles Nachleuchten) gemessen wird, ist der negative Overshoot (dunkles Nachleuchten) sehr viel stärker. Das Ergebnis ist allerdings noch einwandfrei spielbar.

Minimal helles Nachleuchten bei Overdrive „Normal“
Minimal helles Nachleuchten bei Overdrive „Normal“
Negativer Overshoot bei Overdrive „Extrem“
Negativer Overshoot bei Overdrive „Extrem“

HDR

Der ASUS ROG Swift PG35VQ ist offiziell DisplayHDR-1000-zertifiziert. Das ist die höchste Stufe, die ein Monitor erreichen kann. Um sie zu erzielen, müssen allerdings sehr hohe Hürden genommen werden.

Während es für eine DisplayHDR-400-Zertifizierung noch ausreicht, einen Schwarzwert mit einem Limit von 0,40 cd/m² an den Ecken des Panels bzw. insgesamt von maximal 0,10 cd/m² zu erreichen, was durchaus noch mit „Global Dimming“ funktioniert, sind die Hürden für „DisplayHDR 1000“ sehr viel höher. Mit einem Schwarzwert, dessen Limit an den Ecken des Panels auf maximal 0,05 cd/m² reduziert wird, benötigt man „Local Dimming“. Hier schöpft der Proband aus den Vollen. Mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung, die aus 512 Zonen besteht, werden auch diese niedrigen Werte erreicht. Die Technik dahinter nennt sich „FALD“ („Full Array Local Dimming“). Durch sie können Pixel gedimmt oder sogar abgeschaltet werden, was zu einem sehr tiefen Schwarz führt. In ihrer Reaktionszeit lässt sie sich über das OSD-Menü unter „Bildeinrichtung -> Variable Hintergrundbeleuchtung“ in drei Stufen regeln. Zur Auswahl stehen „Ansteigend“, „Mittel“ und „Schnell“.

Mögliche Einstellungen der variablen Hintergrundbeleuchtung
Mögliche Einstellungen der variablen Hintergrundbeleuchtung

Laut Handbuch dient die Einstellung „Schnell“ dem Spielbetrieb, während „Ansteigend“ und „Mittel“ für alle anderen Anwendungen geeignet sein sollen. Hintergrund dieser Einstellungsebene ist das unvermeidliche „Blooming“, das einen Schein um helle Objekte legt, die sich auf dunklem Untergrund befinden. Dies kann auch durch 512 autonome Zonen nur begrenzt vermieden werden. Einen Unterschied zwischen den drei möglichen Einstellungen war für uns aber ohnehin nicht erkennbar.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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