Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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Messungen nach Kalibration bei erweitertem Farbraum

Die folgenden Messungen wurden bei erweitertem Farbraum mit der gleichen Testroutine wie bei den vorigen Messungen durchgeführt. Der erweiterte Farbraum lässt sich unter „System-Setup -> Display SDR Input -> Wide Gamut“ aktivieren.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung) bei erweitertem Farbraum

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung bei erweitertem Farbraum
Graubalance in der Werkseinstellung bei erweitertem Farbraum

Bei der Graubalancemessung wird noch kein abweichendes Ergebnis gegenüber der Messung im sRGB-Modus erzielt. Auch hier ist die Abstimmung ordentlich.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich „Rennmodus“ mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum bei erweitertem Farbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in den Werkseinstellung bei erweitertem Farbraum
Farbwiedergabe in den Werkseinstellung bei erweitertem Farbraum

Hier schneiden die Farbwerte mit einem Delta E94 von 2.20 etwas schlechter ab, was für eine befriedigende Bewertung ausreicht. Die Grauwerte sind mit der Vormessung nahezu identisch.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Profilvalidierung bei erweitertem Farbraum

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration bei erweitertem Farbraum
Validierung der Monitorkalibration bei erweitertem Farbraum

Auch hier wurden sämtliche Ziele erreicht. Die Range schneidet mit einem Delta C von 1,6 allerdings etwas schlechter ab. Auch das maximale Delta E94 von 2,01 erreicht nicht das sehr gute Ergebnis, das bei der Messung ohne erweiterten Farbraum erzielt wurde.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert) bei erweitertem Farbraum

Diagramm: Monitor sRGB-kalibriert bei erweitertem Farbraum
Monitor sRGB-kalibriert bei erweitertem Farbraum

Bei erweitertem Farbraum reicht es nicht ganz für eine sehr gute Bewertung, da die Grauwerte mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,54 und einer Range von 1,56 etwas höhere Abweichungen zeigen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert) bei erweitertem Farbraum

Hier führt der erweiterte Farbraum letztendlich zum Ziel und verschafft dem PG35VQ den notwendigen Farbzuwachs, um die Spezifikation für „DisplayHDR 1000“ zu erreichen. Mit einer DCI-P3-Abdeckung von 87 % wird die Hürde von 90 % nicht erreicht, was aber auch an Messtoleranzen liegen kann.

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert) bei erweitertem Farbraum
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert) bei erweitertem Farbraum

Hier sind die Grauwerte mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,54 und einer Range von 1,43 auf einem guten Niveau. Auch die Farbwerte wurden größtenteils eingefangen und zeigen mit einem Delta E94 von 1,61 ein befriedigendes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Bildeinrichtung -> OD“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“ und „Extrem“. Als Standardwert ist „Normal“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Diagramm: Ansprechende Schaltzeiten bereits ohne Overdrive
Ansprechende Schaltzeiten bereits ohne Overdrive
Diagramm: Keine Überschwinger
Keine Überschwinger

Bereits bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive kann der ASUS ROG Swift PG35VQ ansprechende Schaltzeiten vorweisen und bei allen Messergebnissen auf den vorderen Plätzen mitspielen. Einzig die Verzögerung ist mit 26,1 ms zu langsam. Hier findet sich das Display gegenüber anderen Monitoren im hinteren Drittel wieder.

Der Helligkeitsverlauf ist völlig unauffällig.

60 Hz, Overdrive „Normal“

Diagramm: Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Effektive Kürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Nur minimale Überschwinger
Nur minimale Überschwinger

Bei mittlerem Overdrive und 60 Hz werden die Schaltzeiten besonders beim Durchschnittswert an 15 Messpunkten von 13,7 ms auf 7 ms und beim CtC-Wert von 9,2 ms auf 4,4 ms um mehr als die Hälfte gekürzt. Den Flaschenhals bildet nach wie vor die Latenz, die mit 29,6 ms zu langsam ist. Trotz des Geschwindigkeitsschubes zeigt der Helligkeitsverlauf nur minimale Überschwinger.

60 Hz, Overdrive „Extrem“

Diagramm: Kaum merkbare Verkürzung der Schaltzeiten
Kaum merkbare Verkürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Nach wie vor ein recht ordentliches Signal
Nach wie vor ein recht ordentliches Signal

Bei maximalem Overdrive passiert schaltzeitentechnisch nur noch wenig. Während sich der GtG-Wert mit 3,9 ms und der CtC-Wert mit 3,6 ms noch minimal verkürzen konnten, wurden der Schwarz-Weiß-Wechsel und der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte sogar minimal langsamer. Die Verkürzung des CtC-Werts um 0,8 ms ist so gering, dass der Vorteil visuell nicht zu bemerken ist. Andererseits wird man den leichten Peak im Helligkeitsverlauf ebenso wenig wahrnehmen können. Somit ist es im Grunde genommen egal, welche der beiden Overdrive-Stufen gewählt wird.

Bei den folgenden Grafiken ist dies zu beachten: Durch die schnellen Bildaufbauzeiten mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Overdrive 200 Hz

200 Hz, Overdrive „Aus“

Diagramm: Ordentliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Ordentliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Diagramm: Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal
Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal

Bei 200 Hz und deaktiviertem Overdrive findet sich der Proband in Sachen Schaltzeiten gegenüber anderen Gaming-Displays im vorderen Drittel wieder. Der CtC-Wert führt ihn mit 6,8 ms sogar an die Spitze. Nun passt im Gegensatz zum 60-Hz-Betrieb auch die Verzögerung, die auf 3,6 ms heruntergeht. Analog dazu zeigt sich der Helligkeitsverlauf mit einem ordentlichen Signal.

200 Hz, Overdrive „Normal“

Diagramm: Effektive Kürzung besonders des CtC-Wertes
Effektive Kürzung besonders des CtC-Wertes
Diagramm: Minimale Überschwinger
Minimale Überschwinger

Bei mittlerem Overdrive und 200 Hz werden die Schaltzeiten erneut effektiv gekürzt, sodass der ASUS ROG Swift PG35VQ mit anderen Gaming-Displays mithalten kann und sich im vorderen Drittel festsetzt – erfreulicherweise nur in dem Maße, dass der Zeitvorteil nicht durch die Bildqualität erkauft wird. Der minimale Peak im Helligkeitsverlauf ist hier zu vernachlässigen.

200 Hz, Overdrive „Extrem“

Diagramm: Minimale Verkürzung der Schaltzeiten gegenüber mittlerem Overdrive
Minimale Verkürzung der Schaltzeiten gegenüber mittlerem Overdrive
Diagramm: Minimaler Peak im Helligkeitsverlauf
Minimaler Peak im Helligkeitsverlauf

Bei maximalem Overdrive verhält es sich wie bei 60 Hz. Auch hier können die Schaltzeiten nur noch minimal verkürzt werden. Der Helligkeitsverlauf zeigt allerdings auf der rechten Seite einen heftigen Überschwinger. Ob es sich lohnt, auf die höchste Overdrive-Stufe zu wechseln, werden wir im Teil „Subjektive Beurteilung“ erläutern.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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