Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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GamePlus

Auch die bereits bekannte Toolbox „GamePlus“ ist natürlich wieder enthalten. Zur Verfügung stehen nach wie vor vier Target-Overlays in verschiedenen Formen und Farben, eine Timer-Funktion, ein fps-Zähler in numerischer und grafischer Darstellung sowie eine Anzeigenausrichtung für den Multi-Display-Betrieb.

OSD: Bekannte GamePlus-Toolbox
Bekannte GamePlus-Toolbox

In den Systemeinstellungen ist die Optionsvielfalt der integrierten Beleuchtung im Umfang erneut gewachsen. Während sich die Beleuchtung des Displays durch „Aura Sync“ mit anderen Aura-fähigen Komponenten synchronisieren lässt, ist es durch „Aura RGB“ möglich, selbstständig die verschiedenen LED-Komponenten des Monitors getrennt voneinander in Farbgebung und Beleuchtungsart zu steuern. Auch das projizierte Licht, das bei den Vorgängermodellen nur statisch in roter Farbe auf den Untergrund scheint, lässt sich jetzt in Farbe und Effektauswahl variieren.

Auf dem oberen Rahmen befindet sich ein kleiner Helligkeitssensor, der über „System-Einstellungen -> Autom. SDR-Helligkeit“ aktiviert werden kann. Bei einem völlig abgedunkelten Raum wird die Leuchtdichte dann von der Elektronik, unabhängig von der eingestellten Helligkeit, langsam automatisch auf 84 cd/m² heruntergesetzt.
Insgesamt besticht das OSD mit einer Fülle von möglichen Einstellungen, die wir nicht alle aufgreifen können, da sonst der Umfang des Tests gesprengt würde. Auch die intuitive Bedienung hinterlässt, wie bei allen ROG-Displays, einen sehr guten Eindruck.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 60, Kontrast 50, Gamma 2,2 und Bildmodus „Racing“. Auch hier haben wir die variable Hintergrundbeleuchtung deaktiviert. Die genannten Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graustufendarstellung des PG35VQ kann man nur als sehr gut bezeichnen. Sämtliche Graustufen, egal ob in den Lichtern oder Schatten, sind bis zum letzten Feld zu erkennen. In frontaler Ansicht ist auch kein Farbstich zu sehen. Der Grauverlauf zeigt aber trotzdem nahe der Mitte, wo reines Weiß auf helles Grau trifft, eine leichte Farbtreppe.

Graustufendarstellung des ASUS ROG Swift PG35VQ
Graustufen des ASUS ROG Swift PG35VQ

Beim Verlassen des Zentrums nimmt der Kontrast rapide ab und wird ein leichter Gelbstich sichtbar. Dieser fällt natürlich besonders in den Lichtern und an der Farbtreppe auf. Eine zweite Farbtreppe mittig des Verlaufes, wie sie bei vielen anderen VA-Panels vorkommt, ist nicht vorhanden. Auch die Stärke des Gelbschleiers hält sich in Grenzen.

Leichter Gelbstich bei seitlichem Blickwinkel
Leichter Gelbstich bei seitlichem Blickwinkel

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Beim Schwarzbild in einem komplett abgedunkelten Raum werden an den Bildrändern einige Spots sichtbar, die aber bei normaler Arbeitsumgebung nicht auffallen. Erst bei fünffach verlängerter Belichtung werden diese stärker wahrnehmbar, und es fällt eine leichte Wolkenbildung auf. Der Glow des ASUS ROG Swift PG35VQ ist aufgrund der VA-Technologie nicht unerheblich. Deutlich erkennt man an einigen Stellen die durchscheinende Hintergrundbeleuchtung und den gelben Schleier, der sich allerdings noch in Grenzen hält. Bei eingeschalteter variabler Hintergrundbeleuchtung ändert sich das Schwarzbild allerdings komplett, wie sich im weiteren Test noch herausstellen wird.

Glow des ASUS ROG Swift PG35VQ
Glow des ASUS ROG Swift PG35VQ

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS ROG Swift PG35VQ
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS ROG Swift PG35VQ

Im Handbuch wird eine Leuchtdichte von 500 cd/m² angegeben. Bei nativem Weißpunkt erreicht das Display eine Maximalhelligkeit von 543 cd/m². Nach den notwendigen Korrekturen an den RGB-Reglern, um auf D65 zu kommen, bleiben immer noch hohe 510 cd/m² übrig. Bei 0 % Helligkeit misst unser Testgerät lediglich 16 cd/m². So ist ein Arbeiten in sehr dunkler Umgebung problemlos möglich.

Das Kontrastverhältnis wird vom Hersteller mit 2500:1 angegeben. Wir messen durchschnittlich 2071:1, wobei wir allerdings die Messung bei 0 % Helligkeit herausnehmen müssen, da unser Messgerät an dieser Stelle an seine Grenzen kommt. Letztendlich ergibt sich in etwa ein Durchschnittswert von 2118:1. Nach der Kalibrierung steigt er auf 2305:1. Das ist zwar etwas weniger als angegeben, reicht jedoch für eine sehr gute allemal Bewertung aus.

Bildhomogenität

Diagramm Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Die maximale Helligkeitsabweichung liegt bei guten 13,62 %, wird aber durch ein befriedigendes Ergebnis der durchschnittlichen Helligkeitsverteilung von 7,95 % abgewertet. Die Farbreinheit hingegen zeigt Topwerte. Mit einem maximalen Delta C von 1,73 und einem durchschnittlichen Delta C von 0,85 werden in beiden Fällen sehr gute Ergebnisse erzielt.

Coating

Das Panel des ASUS ROG Swift PG35VQ verfügt über eine matt-kristalline Oberfläche. Durch die leicht spiegelnde Oberfläche werden kräftigere und brillantere Farben dargestellt, als bei Displays mit stumpfmatter Oberfläche. In sehr hellen Räumen können allerdings Probleme durch das eigene Spiegelbild entstehen. Besonders dann, wenn die Bildinhalte sehr dunkel sind.

Coating des ASUS ROG Swift PG35VQ
Coating des ASUS ROG Swift PG35VQ
Referenzbild Coating
Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Das bei zentraler Sitzposition hervorragende Bild fällt bei sämtlichen Blickwinkeln einem sehr heftigen Kontrastverlust zum Opfer. Die Farben waschen extrem aus, sodass Rosa oder Zitronengelb nahezu als Weiß dargestellt wird. Königsblau schwenkt außerdem in Richtung Lila.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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