Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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Interpolation

Das OSD-Menü bietet unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ die Möglichkeiten „Vollbild“, „Seitenverhältnis“ und „1:1“. Während es bei den meisten Monitoren nicht möglich ist, am Computer diesbezüglich Einstellungen vorzunehmen, bildet der ASUS ROG Swift PG35VQ hier die Ausnahme. Gibt man der Grafikkarte die Anweisung, dass diese keine Skalierung vornehmen soll, sind sämtliche Optionen bei jeder Auflösung möglich.

Für ein Gaming-Display ist die 1:1-Option sehr sinnvoll, da bei Turnieren oft mit einer bestimmten Auflösung gespielt wird. Diese zeigt der Proband dann in einem Fenster mit der tatsächlichen Auflösung an. Eine Schärfe-Einstellung hingegen ist nicht im OSD-Menü zu finden.

Das Gitter unseres Testbildes wird in der nativen Auflösung natürlich mit einer sehr guten Schärfe angezeigt. Setzt man die Auflösung runter auf HD (1280 x 720 Bildpunkte), gehen aufgrund der zusätzlich eingefügten grauen Pixel natürlich Details verloren. Trotzdem wirkt das Bild weniger unscharf als bei vielen anderen Monitoren, die eine niedrigere Auflösung haben.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik bei 1280 x 720 Pixeln
Testgrafik bei 1280 x 720 Pixeln

Interpolierte Texte werden sehr gut wiedergegeben. Zwar wirken Buchstaben nicht mehr ganz so klar, bleiben aber sogar noch bei einer sehr kleinen Auflösung von 800 x 600 Pixeln und fettem Text sehr gut lesbar.

Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei 1280 x 720 Pixeln
Textwiedergabe bei 1280 x 720 Pixeln

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1DisplayPro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Wir haben die Option „sRGB“ unter „SDR-Input“ erst mal so belassen. Hier erreicht das Panel mit 96 % vor und 97 % nach der Kalibrierung in beiden Fällen eine sehr gute Bewertung.

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1 „Wide Gamut“
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2 „Wide Gamut“

Wählt man unter „SDR-Input“ die Option „Wide Gamut“, werden vor und nach der Kalibrierung 99 % sRGB erreicht.

Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Hier wird klar, dass sich der gewählte Farbraum tatsächlich nur auf den sRGB-Farbraum beschränkt. Eine Abdeckung des DCI-P3-Farbraums von nur 65 % ist nicht genug für eine DisplayHDR-1000-Zertifizierung. Die beiden weiteren Grafiken zeigen eine DCI-P3-Abdeckung von 87 %, wenn die Option „Wide Gamut“ gewählt wurde.

Abdeckung des DCI-P3-Farbraums bei erweitertem Farbraum, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums bei erweitertem Farbraum, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums bei erweitertem Farbraum, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums bei erweitertem Farbraum, 3D-Schnitt 2

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation. Unter „System-Setup -> Display SDR Input“ ist es möglich, auf den erweiterten Farbraum zu wechseln. Wir belassen es im ersten Durchgang bei den Werkseinstellungen im sRGB-Modus.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Rennmodus“, Gamma 2,2, Helligkeit 60 und Kontrast 50.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Der ASUS ROG Swift PG35VQ zeigt mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,01 und einer Range von 1,44 eine gute neutrale Grundabstimmung. Mit 6300 Kelvin weicht das Display nur unwesentlich von D65 ab, und die Gammakurve verläuft unauffällig bei einem Mittel von 2,16.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich „Rennmodus“ mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Unter den GameVisual-Einstellungen ist zwar ein dedizierter sRGB-Modus zu finden, allerdings ist selbiger wie bei allen anderen ROG-Displays in seiner Konfigurierbarkeit sehr eingeschränkt. Zusätzlich zeigt er nahezu die gleichen Messwerte wie im Racing-Modus, der aber wiederum in seinen Grundeinstellungen nicht fix ist. Somit stellt sich der sRGB-Modus als überflüssig dar, weshalb wir die Messung im Rennmodus durchgeführt haben.

Hier liegt der Monitor bei allen Messungen auf einem guten Niveau. Auch die Gammakurve ist für ein unkalibriertes Display völlig in Ordnung und macht keine ungewöhnlichen Schlenker.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Proband aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Racing“, Gamma 2,2) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS ROG Swift PG35VQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Hier verhindert einzig die Range mit einem Delta C von 1,37 eine sehr gute Gesamtbewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor sRGB-kalibriert
Monitor sRGB-kalibriert

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,40 und einer Range von 1,40 messen wir bei den Grauwerten ein gutes Ergebnis. Auch die bunten Farben sind mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,69 auf einem sehr guten Niveau, was dem ASUS ROG Swift PG35VQ insgesamt eine gute Gesamtbenotung in kalibriertem Zustand einbringt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Hier wird klar, dass sich der gewählte Farbraum tatsächlich nur auf den sRGB-Farbraum beschränkt. Eine DCI-P3-Abdeckung von nur 65 % ist nicht genug für eine DisplayHDR-1000-Zertifizierung.

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Grauwerte sind zwar noch gut, doch zeigen die bunten Farben mit einem Delta E94 von 2,80 zu hohe Abweichungen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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