Test ASUS PG35VQ – Luxus HDR-Gaming-Monitor
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DisplayHDR-1000

Für eine 1000er-Zertifizierung von VESA benötigt es aber mehr als eine variable Hintergrundbeleuchtung. Hier muss noch die zweite Hürde genommen werden – und zwar die maximale Leuchtdichte mit folgenden Anforderungen:

1. Auf einer Fläche von 10 % des Panels müssen 1000 cd/m² erreicht werden.
2. Das Panel muss auf der gesamten Fläche kurzzeitig 1000 cd/m² erreichen.
3. Das Panel muss auf der gesamten Fläche eine minimale Leuchtdichte von 600 cd/m² halten können.

Um dies messen zu können, wurde auf der Website von VESA ein Testtool bereitgestellt, das heruntergeladen werden kann.

Ergebnis der Leuchtdichte-Anforderungen

Auf einer Fläche von 10 % des Panels müssen 1000 cd/m² erreicht werden 1136 cd/m²
Das Panel muss auf der gesamten Fläche kurzzeitig 1000 cd/m² erreichen ca. 1130 cd/m² (rund 1 Sekunde lang)
Das Panel muss auf der gesamten Fläche eine minimale Leuchtdichte von 600 cd/m² halten können ca. 880 cd/m²

Das Ergebnis ist überzeugend und übertrifft die Anforderungen deutlich.

Eine Spitzenhelligkeit von 1000 cd/m² auf 10 % der Fläche ist eine von vielen Hürden, die ein DisplayHDR-1000-Monitor überwinden muss
Eine Spitzenhelligkeit von 1000 cd/m² auf 10 % der Fläche ist eine von vielen Hürden, die ein DisplayHDR-1000-Monitor überwinden muss

Leider ist unser Messgerät X-Rite i1Display Pro nicht in der Lage, die tiefen Schwarzwerte zu messen, da die untere Grenze des Messgeräts bei 0,2 cd/m² liegt. Hier müssen wir uns auf die Herstellerangaben verlassen. Man kann allerdings bereits beim Schwarzbild und aktivierter variabler Hintergrundbeleuchtung erkennen, dass hierbei keine Probleme entstehen werden. In einem komplett abgedunkelten Raum und bei einem schwarzen Bild kann man den Monitor auch bei extrem verlängerter Belichtungszeit nur noch anhand seiner Betriebs-LED erahnen.

Einzig die Betriebs-LED zeigt noch die Position des Monitors bei aktivierter variabler Hintergrundbeleuchtung und schwarzem Bild
Einzig die Betriebs-LED zeigt noch die Position des Monitors bei aktivierter variabler Hintergrundbeleuchtung und schwarzem Bild

HDR-Spielbetrieb

Die Möglichkeit des „Local Dimming“ und der gleichzeitig sehr hohen Leuchtdichte macht das Gameplay sehr viel realistischer. Während Bilder mit problematischen Lichtsituationen bei SDR („Standard Dynamic Range“) einfach nur flach, überstrahlt oder unterbelichtet aussehen, erscheinen sie bei eingeschaltetem HDR kontrastreich und zeigen Nuancen in feinen Abstufungen, wie im folgenden Vergleich der Szenen zu sehen ist.

SDR (Auszug Spiel: „Battlefield 1“)
SDR (Auszug Spiel: „Battlefield 1“)
HDR (Auszug Spiel: „Battlefield 1“)
HDR (Auszug Spiel: „Battlefield 1“)

Sehr stark macht sich der Effekt besonders in düsteren Spielen bemerkbar, da kleine Lichtquellen für die notwendige Ausleuchtung sorgen, um eine spannende Spielstimmung zu erzeugen. Bei SDR wirkt das Bild flau, während das Bild bei HDR besser ausgeleuchtet wird, aber trotzdem die Spielspannung hält, wie im unteren Vergleich der Bilder zu sehen ist.

SDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
SDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)

Sound

Dem ASUS ROG Swift PG35VQ wurden keine Lautsprecher spendiert.

DVD und Video

Der ASUS ROG Swift PG35VQ verfügt nur über eine HDMI-Schnittstelle, an der HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielkonsolen oder HD-Receiver angeschlossen werden können. Bei belegtem Kopfhörerausgang wird der Ton direkt an diesen weitergeleitet.

Aufgrund der tollen Grundabstimmung ist es eigentlich nicht notwendig, Einstellungen hinsichtlich der Farbe zu ändern. Wer es etwas farbenfroher mag, aktiviert die Wide-Gamut-Einstellung unter „System Setup -> Display SDR Input“.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

HD-Material zeigt der Proband auf dem 21:9-Display zunächst in die Breite gezogen als Vollbild an, da dies in den Grundeinstellungen vorgegeben ist. Hier muss man etwas nachhelfen und unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ händisch auf „Seitenverhältnis“ umstellen. Erst dann werden HD-Auflösungen und SD-Material richtig mit Balken an den Seiten und vertikal auf die volle Höhe interpoliert angezeigt. Alternativ kann auch der 1:1-Modus angewählt werden, bei dem die tatsächliche Auflösung in einem Fenster ausgegeben wird. Besonders bei SD-Auflösungen ist selbiges dann natürlich sehr klein.

Leider fehlt dem Monitor eine Cinema-Option in den Bildeinstellungen, wie es bereits einige 21:9-Monitore vorgemacht haben. Somit kommt man nur in den Genuss einer flächendeckenden Anzeige, wenn dies durch das Zuspielgerät eingestellt werden kann.

Das Handbuch gibt keine Auskunft darüber, ob Interlaced-Signale entgegengenommen werden. Angeschlossen an einen HD-Receiver, zittert das Bild bei 1080i unangenehm, und das OSD meldet die tatsächliche vertikale Auflösung von 540 Zeilen. Zumindest das Bild wird bei der Option „Seitenverhältnis“ auf die volle Panel-Höhe skaliert. Damit ersparen wir uns den Test, ob ein Deinterlacer verbaut wurde.

Leider gibt es auch keinen 24p-Support. Blu-rays werden bei 60 Hz und DVDs bei 50 Hz ausgegeben.

Farbmodelle und Signallevel

An HDMI wird automatisch Videolevel (Wertebereich 16–235) ausgegeben, was zu einer richtigen Schwarz- und Weißdarstellung führt.

3 KOMMENTARE

  1. Was ich im Test nirgends gefunden habe:
    o) was ist der Unterschied (auch von der Kalibrierung) zwischen „sRGB gamma curve“ und „BT.1886 gamma curve“

    Dies ist ganz unten in „System Setup“ zu finden…

  2. @santokki:
    good to know, thanks!

    @Redaktion:
    Guten Tag!
    Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen, doch es hört/liest sich, als wäre folgendes ein „Systembedinktes“ Problem und wollte Fragen, ob Sie das bei diesem Monitor ebenfalls bemerkt haben?
    https://pcper.com/2014/12/a-look-into-reported-g-sync-display-flickering/
    bzw. als Video: https://www.youtube.com/watch?v=ujgRjsmwtgY

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob alle Leute dieses Problem meinen (ich habe auch ein kleines Video gesehen, da ging es darum, dass das Bild wärend des spielens kurz schwarz wird?) wenn sie von „Flickering“ reden, aber dazu finde ich nicht sehr viele Infos 🙁

    Nur hat derartiges kein Reviewer bei diesem Monitor angesprochen, deshalb frage ich mich, ob das mit dem „v2 GSync Modul“ in diesem neuen Modul evtl. behoben wurde? (wahrscheinlich minimum refresh cycle bei 0 FPS/Stall/Loading Screen…)
    Besten Dank!

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