Test ASUS VG258QR – extrem schneller Gaming-Monitor
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Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 70, Kontrast 80, Farbtemperatur „Benutzer“, Bildmodus „Racing Mode“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufen des VG258QR
Graustufen des VG258QR

Im werkseitig eingestellten „Rennmodus“ schneidet der VG258QR auch bei den Graustufen nahezu gleich ab wie das Vorgängermodell. Während sich die hellen Graustufen allesamt vom reinweißen Hintergrund abheben, sind die dunklen Grautöne noch bis zum drittletzten Feld zu erkennen. Bereits bei zentraler Sitzposition ist an den Bildrändern ein Gelbstich zu erkennen. Bewegt man sich nur wenige Zentimeter aus dem Zentrum heraus, wird dieser auf der gegenüberliegenden Seite stärker sichtbar.

Auch die übliche Farbtreppe im Grauverlauf nahe der Mitte verstärkt sich zusehends, grenzt sich ab etwa 20 Grad seitlichem Blickwinkel zwischen den Feldern Grau 236 und Grau 234 als harte Kante ab und zeigt statt Grau einen Gelbton. Im weiteren Verlauf zu dunklem Grau verschwindet der Gelbstich auf halbem Wege wieder.

Grautöne bei seitlichem Blickwinkel des VG258QR
Grautöne bei seitlichem Blickwinkel des VG258QR

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Das Schwarzbild meistert das Testgerät in Sachen Ausleuchtung sehr ordentlich, ohne auffallende Spots. Bei ganz genauem Hinschauen kann man eine leichte Wolkenbildung erkennen, die auch bei fünffach verlängerter Belichtungszeit nicht tragisch erscheint.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm: Helligkeits- und Kontrastverlauf des VG258QR
Helligkeits- und Kontrastverlauf des VG258QR

Laut Datenblatt soll der VG258QR eine maximale Leuchtdichte von 400 cd/m² erreichen. Wir messen bei nativem Weißpunkt sehr hohe 523 cd/m². Das sind 30 % mehr als angegeben. Auch die notwendigen Korrekturen, um auf D65 zu gelangen, lassen die Leuchtdichte nicht unter 500 cd/m² rutschen. Im Gegenzug lässt sich das Display trotzdem ausreichend auf 56 cd/m² herunterregeln.

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 887:1 und einem maximalen Kontrastverhältnis von 933:1 schneidet der VG258QR zwar etwas besser ab, als sein Vorgänger, schafft jedoch ebenfalls nicht die angegebenen 1000:1 des Datenblatts. Nach der Kalibrierung erreicht das Display noch ein Kontrastverhältnis von 841:1. Insgesamt ein gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Bei der Helligkeitsabweichung verpasst das Display nur ganz knapp eine sehr gute Benotung. Bei der durchschnittlichen Abweichung liegt der Wert mit 3,03 % nur 0,03 % und bei der maximalen Abweichung mit 10,12 % nur 0,12 % von dieser Schwelle entfernt.

Das Ergebnis der Farbreinheit fällt nicht so knapp aus, erreicht aber mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,29 und einem maximalen Delta C von 2,88 ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Coating

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Die Oberfläche des VG258QR ist stumpf-matt und absorbiert eintretendes Licht wirksam. Dadurch ist das Display auch eine gute Wahl für sonnendurchflutete Räume.

Coating des VG258QR
Coating des VG258QR
Referenzbild
Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Testmodells bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

In den Werkseinstellungen zeigt der VG258QR bereits ein gutes, nicht farbübersättigtes Bild an. Problematisch wird es bei einem TN-Panel erst dann, wenn man sich aus dem Zentrum des Bildes bewegt. Schaut man seitlich auf das Bild, wird ein starker Gelbstich sichtbar. Von oben hellt das Bild merklich auf und verliert an Kontrast. Zusätzlich erhält reines Weiß einen Blaustich. Beim Blick von unten kann man letztendlich kein Bild mehr erkennen, da es stark abdunkelt und zu viele Bildinformationen verloren gehen.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des ASUS VG258QR
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der VG258QR verfügt über eine native Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Spielt man dem Monitor Material mit kleineren Auflösungen zu, entsteht zwangsläufig mehr Platz, der aufgefüllt werden muss, was durch zusätzlich eingefügte graue Pixel geschieht. Für eine größtmögliche Flexibilität ist im OSD-Menü die Option „Aspect Control“ zu finden. Am Computer ist sie allerdings ausgegraut und somit nicht wählbar. Abseits des Bildmodus „Rennmodus“ kann auch die Schärfe eingestellt werden. Ab Werk ist sie auf 50 % voreingestellt.

Wir testen die Qualität der Interpolation anhand einer fein aufgelösten Grafik. Bei nativer Full-HD-Auflösung erscheint das Gitter erwartungsgemäß sehr scharf mit sämtlichen Details. Verringert man die Auflösung auf „HD ready“, also 1280 x 720 Pixel, können die sehr feinen Nadelstreifen im linken unteren Bereich natürlich nicht mehr dargestellt werden und erscheinen als eine Fläche mit hellen und dunklen Abschattungen. Die anderen Strichmuster mit größeren Abständen lassen sich aber noch erkennen. Allerdings wirkt das Gitter insgesamt sehr verschwommen.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720
Hier kommt der Schärferegler zum Einsatz, der durch eine Erhöhung auf 100 % zumindest den verschwommenen Eindruck mindert.
Testgrafik 1280 x 720 (geschärft)
Testgrafik 1280 x 720 (geschärft)

Text hingegen bereitet auch bei geringerer Auflösung keine Probleme. Hier fällt der Unschärfe-Eindruck auch bei ungeschärftem Bild nicht so stark ins Gewicht. Selbst der Schriftgrad 7 in Fett ist noch einwandfrei lesbar.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

3 KOMMENTARE

  1. Hi Prad-Team,
    first of all, very detailed and interesting review. By far the best one I’ve ever read. I don’t know whether you already reviewed it, but there is an inexpensive 240 hz display out there, namely the Dell Alienware AW2518HF. Could you also do a review of this monitor? It costs the same as the ASUS model above, but it has 240 hz refresh rate and looks even nicer. I wonder how this monitor compares to the ASUS model, especially in regard to the picture quality and input lag.

    It would be great if you do it, thanks!

    Sincerely, ~Sebastian

  2. hello , my pc specs 300-500fps (game CS:GO) as i i know benq xl2540 have input lag 3.7ms+240hz and this monitor have only 2.3 ms input lag +165 hz… input lag is more important so this monitor fastest in the world (at the moment?)

    • According to the website, the VG258 is the fastest monitor among the !tested! monitors. Im not familiar with the current market situation but there might be a faster one. Anyway. We are getting to a technical level where the differences are made by a fraction of miliseconds. I can’t take it seriously…

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