Test ASUS XG32VQR – Gaming-Monitor mit DisplayHDR 400
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Spielbetrieb mit FreeSync

Hier gibt es nichts mehr zu beklagen. FreeSync macht einen außerordentlich guten Job und eliminiert das sowieso schon kaum sichtbare Tearing bei 144 Hz. Wem es nicht um jede Millisekunde der Schaltzeiten geht, der kann den Overdrive auf „4“ stellen, um auch noch das letzte minimale Nachleuchten der Objektränder zu entfernen. Der Schärfeverlust durch die langsameren Schaltzeiten beeinträchtigt das Gameplay unserer Ansicht nach nicht.

FreeSync-Bereich des ASUS ROG Strix XG32VQR
FreeSync-Bereich des ASUS ROG Strix XG32VQR

Am ASUS ROG Strix XG32VQR wird über die Radeon-Einstellungen gemeldet, dass FreeSync im Bereich 48 bis 144 Hz eingreifen kann. Bei einigen anderen Displays liegt diese Hürde bei 40 Hz. Das kann speziell bei weniger leistungsfähigen Grafikkarten einen gewaltigen Unterschied ausmachen.

Spielbetrieb an GeForce-Grafikkarten

Zwar gehört der ASUS ROG Strix XG32VQR nicht zu den G-Sync-Compatible-Displays, doch funktioniert die Synchronisation auch hier. Es fällt nur ein leichtes Flackern bei Ladebildschirmen auf. Während des Spiels war bei unseren Tests davon allerdings nichts mehr zu bemerken. Die Synchronisation innerhalb unserer Testspiele läuft auch einwandfrei und beeinträchtigt das Gameplay in keiner Weise.

HDR

Der ASUS ROG Strix XG32VQR ist HDR400-zertifiziert. Das bedeutet, dass das Display HDR-Inhalte unterstützt und diese Funktion etwa bei HDR-fähigen Spielen aktiviert werden kann. Anscheinend ist die Funktionalität nach wie vor ein wenig Glückssache. Während sich das eigentlich HDR-fähige Spiel „F1 2018“ auch nach vielen Versuchen einfach nicht überreden ließ, den HDR-Modus zu aktivieren, gelang dies beim Spiel „Resident Evil 7“ direkt beim ersten Versuch, nachdem in den Windows-Einstellungen „HDR und WCG“ aktiviert wurde. Der Effekt ist für diesen Monitor, der nicht über „Local Dimming“ verfügt, schon sehr ordentlich, hebt die Spielspannung enorm und macht richtig Spaß.

Bildeindruck ohne HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7“)
Bildeindruck ohne HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7“)
Bildeindruck mit HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7“)
Bildeindruck mit HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7“)

Sound

Dem ASUS ROG Strix XG32VQR wurden keine Lautsprecher spendiert.

DVD und Video

Am ASUS ROG Strix XG32VQR können Zuspieler wie Spielekonsolen, BD-Player oder HDTV-Receiver direkt an die zwei HDMI-Schnittstellen angeschlossen werden. Der Ton wird bei Belegung des Kopfhöreranschlusses direkt an Kopfhörer oder Headsets weitergeleitet.

Da das Gerät über eine mäßige Abstimmung ab Werk verfügt, ist es notwendig, etwas an den RGB-Reglern zu drehen, damit der Grünstich aus dem Bild entfernt wird. Alternativ bietet sich der sRGB-Modus an, der zwar keine weiteren Einstellungen am Bild erlaubt, aber zumindest etwas neutraler daherkommt.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Auch an HDMI lässt sich nicht auf die Bildformat-Einstellungen zugreifen. Material in Full HD und HD ready (1280 x 720 Pixel) wird aber bildschirmfüllend dargestellt. Auch SD-Inhalte zeigt der ASUS ROG Strix XG32VQR richtig an und skaliert sie auf die volle Bildschirmhöhe mit Balken an den Seiten.

Trotz fehlender Angaben im Datenblatt nimmt das Display auch Material in 1080i entgegen und zeigt es problemlos an. Ein Deinterlacer ist aber nicht verbaut, da einzig Halbbildfolgen im 2:2-Rhythmus ordentlich angezeigt werden.

An HD-Zuspielern wird kein 24-Hz-Support geboten, auch wenn dies am Quellgerät explizit voreingestellt ist. DVDs werden bei 50 Hz und Blu-rays bei 60 Hz wiedergegeben.

Overscan

Overscan bietet das Gerät nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Der ASUS ROG Strix XG32VQR nimmt RGB- und YCbCr-Signale entgegen. Erstgenannte sollten den vollen Dynamikbereich nutzen (PC-Level, Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 0–255). Während der Zuspielung über einen externen Player muss das Signal daher geeignet gespreizt werden. Hier reagiert das Display richtig, da Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt wird. So erhält man ein ordentliches Bild mit richtiger Schwarz- und Weißdarstellung. Sollte dies allerdings einmal nicht passen, besteht am Monitor keine Möglichkeit, darauf zu reagieren. Dann sollte der Player so etwas ermöglichen.

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