Test EIZO CG319X – Top Monitor für DCI-4K-Content
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Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der EIZO CG319X zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind sehr gut.

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Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Grafiken sprechen für sich. Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farb- als auch bei den Grauwerten exzellent.

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Auch die Grafiken im Vergleich mit dem Adobe-RGB-Farbraum muss man eigentlich nicht mehr kommentieren – ein in jeder Hinsicht erstklassiges und präzises Ergebnis. Das Gleiche gilt für den Vergleich mit dem DCI-P3-Farbraum.

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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

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Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)
Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

In sRGB und Adobe RGB treten aufgrund des großen Farbumfangs beim EIZO CG319X faktisch keine Out-of-Gamut-Farben auf. Einige gesättigte Tonwerte in ECI-RGB v2 können dagegen nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden. Damit steigt auch die Gefahr von Tonwertabrissen in diesen Bereichen.

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Farbraumemulationen

Farbraumemulationen dienen dazu, den Farbraum des Monitors auf einen gewünschten Zielfarbraum zu begrenzen. Das ist immer dann notwendig, wenn eine genaue Farbwiedergabe gefordert ist, aber die verwendeten Anwendungen bzw. Signalquellen kein Farbmanagement unterstützen. Das wären zum Beispiel Office-Anwendungen, die meisten Internetbrowser oder externe Signalquellen wie BD-Player.

Zur Konfiguration der Farbraumemulation wird der gewünschte Farbumfang über die xy-Normfarbwertanteile der Primärfarben festgelegt. Alternativ können die Daten aus einem ICC-Profil ausgelesen werden. Damit wird auch die vorgesehene Tonwertkurve übernommen. Die Einstellung „Gamut Clipping“ erzwingt eine farbmetrische Transformation. Out-of-Gamut-Farben werden dann auf die Farbraumgrenze verschoben.

Um auch in Farbmanagement-fähigen Anwendungen – hier wird man in der Regel allerdings ohne Monitor-interne Farbraumemulation kalibrieren – eine möglichst korrekte Darstellung zu garantieren, spiegelt das ICC-Profil nun die Emulationscharakteristik auch dann wider, wenn der tatsächliche Monitorfarbraum kleiner ist.

Eine tendenziell noch präzisere – in jedem Fall aber komfortablere – Variante setzt bei EIZO als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung eine programmierbare 3D-LUT voraus. Hier liegt einer der wesentlichen Unterschiede zum CG2730, der darüber nicht verfügt. Der EIZO CG319X bietet eine 24-Bit-3D-LUT und ist damit auch zur 3D-LUT-Film-Emulation (10-Bit-Log) fähig.

Die Farbraumtransformationen können daher über ein CMM vorberechnet und dann an den Scaler übertragen werden. Zu diesem Zweck wählt der Benutzer das gewünschte Emulationsziel in Form eines ICC-Profils aus und weist es einer bereits durchgeführten Kalibration zu. Solange deren Charakterisierungsinformationen stimmig sind, erfolgen die Umrechnungen sehr akkurat und mit spezifiziertem Rendering-Intent. Diese Variante ist vor allem für professionelle Benutzer im Videobereich interessant.

Mit den Werks-Presets bringt der EIZO CG279X praktisch bereits acht Farbraumemulationen mit. Drei davon haben wir eingangs bereits getestet. Mit der ColorNavigator-Version 7 werden diese Presets auch bei der Kalibrierung permanent auf dem Laufenden gehalten. Da die Ergebnisse ferner so extrem gut sind – obwohl wir mit dem eingebauten Sensor kalibriert und mit dem i1Display Pro ohne Korrelierung gegengemessen haben –, verzichten wir hier auch auf den Versuch, das Ergebnis noch weiter zu optimieren.

Eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen ist mit dem EIZO CG319X ohne Zweifel problemlos möglich.

Reaktionsverhalten

Den EIZO CG319X haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 9 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist beim EIZO CG319X im OSD nicht zu finden und offensichtlich auch nicht vorhanden.

60 Hz

Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 13,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 12,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 18,3 ms, und der CtC-Wert wird mit 16,4 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist völlig neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz: Akzeptable Schaltzeiten
60 Hz: Akzeptable Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz: Keine Überschwinger
60 Hz: Keine Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: Schaltzeiten: 60 Hz
Schaltzeiten: 60 Hz

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ermitteln wir beim EIZO CG319X mit 9,2 ms. Trotz eigentlich noch ganz guter GtG-Reaktionszeiten verhindert aber die lange Latenz das Gaming mit dem auf Grafik spezialisierten Profimonitor. Die Signalverzögerung ist mit 33,8 ms dafür einfach zu ausgeprägt. Insgesamt summiert sich die Latenz zu 43 ms.

Subjektive Beurteilung

Der EIZO CG319X ist ein Arbeitsgerät und kein Spielzeug. Dort, wo es darauf ankommt – also Büroanwendungen, Mausbewegungen, Photoshop und Co. –, merkt man von den vermeintlich mittelmäßigen Reaktionszeiten nichts. Hier wie auch bei der Videowiedergabe kann der Proband brillieren.

Als Gaming-Monitor ist das Gerät dagegen nicht konzipiert und deshalb auch nur begrenzt geeignet. Das hängt aber immer auch von der Art des Spiels ab. Gelegenheitsspieler sollten sich nicht davon abschrecken lassen, auch mal ein Spielchen auf dem EIZO CG319X zu wagen. Belohnt wird man auf jeden Fall mit einer hervorragenden Bildqualität und einer prächtigen Farbwiedergabe.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des EIZO CG319X leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Der EIZO CG319X hat zwar einen kleinen Pieper an Bord, der aber nur für die akustische Rückkoppelung bei der Bedienung der Touch-Tasten dient.

Ansonsten besitzt der EIZO CG319X weder eingebaute Lautsprecher noch einen Kopfhörerausgang. Konsequenterweise wird er am DisplayPort auch nicht als Audio-Ausgabegerät erkannt. In jedem Fall muss das Splitting von Bild und Ton vor der Übertragung der Bildsignale an das Display erfolgen, da der Ton sonst ins Leere läuft.

3 KOMMENTARE

  1. Schönes Review. Ich frag mich nur: Ist der Eizo CG319X wirklich alternativlos? Der NEC PA311D unterstützt auch 4K. Hat sogar Pivot. Und ist deutlich günstiger.

    • Danke für den Hinweis. Die DCI-4K-Auflösung ist zwar selten, aber auch beim NEC PA311D zu finden. Den haben wir aber noch nicht getestet.

  2. Toller Monitor! Ich habe mich ja bereits vor diesem Test von den Vorteilen überzeugen lassen und warte nun eigentlich nur noch eine gute Gelegenheit ab.

    … es gab übrigens schon lange keine Usertests mehr. 🙂

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