Test EIZO CS2400S: Einstiegs­modell auf Referenz-Niveau
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Einstiegsmodell in die Welt der 24 Zoll großen Grafikmonitore mit großem Farbraum und Hardware-Kalibrierung überrascht bei der Bildqualität mit Bestwerten auf Referenz-Niveau

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der EIZO CS2400S zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind extrem gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Die Grafiken sprechen für sich. Bei der Graubalance mag die Range ganz rechts etwas hervorstechen, was aber nur auffällt, weil die anderen Werte so extrem gut sind. Auch der Messwert für die Range ist nämlich sehr gut.

Bei den Farbwerten kann man ebenfalls von Perfektion sprechen (Delta-E94-Average: 0,26; Delta-E94-Max: 0,97). Diese Abweichungen gehören mit Sicherheit zu den niedrigsten, die wir je gemessen haben.

Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farb- als auch bei den Grauwerten exzellent.

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Angesichts der Grafiken ergibt es kaum Sinn, hier noch viel zu schreiben. Auch hier gehören die Abweichungen zu den niedrigsten, die wir je gemessen haben. Die Graubalance ist perfekt (Delta-C-Average: 0,17; Delta-C-Range: 0,64), genauso wie die Farbwerte (Delta-E94-Average: 0,28; Delta-E94-Max: 1,00).

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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Da die Farbraumabdeckung hier „nur“ 96 % erreicht, ist die etwas höhere Maximalabweichung bei Rot auch schnell erklärt. Aber selbst die bleibt unter der magischen Grenze von Delta E <2 und fällt nur auf, weil die anderen Werte so perfekt sind (Delta-E94-Average: 0,43; Delta-E94-Max: 1,68). Die Graubalance ist wie gehabt schlicht perfekt (Delta-C-Average: 0,18; Delta-C-Range: 0,39).

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Farbraum-Emulationen

Farbraum-Emulationen dienen dazu, den Farbraum des Monitors auf einen gewünschten Zielfarbraum zu begrenzen. Das ist immer dann notwendig, wenn eine genaue Farbwiedergabe gefordert ist, aber die verwendeten Anwendungen bzw. Signalquellen kein Farbmanagement unterstützen. Das wären zum Beispiel Office-Anwendungen, die meisten Internetbrowser oder externe Signalquellen wie BD-Player.

Mit den Werks-Presets für sRGB und Adobe RGB bringt der EIZO CS2400S praktisch bereits zwei Farbraum-Emulationen ab Werk mit. Wie wir oben gesehen haben, sind sie schon so perfekt, dass der Versuch einer weiteren Verbesserung nur noch akademischen Charakter hat. Ein DCI-P3-Preset, das zum Beispiel für Videografen interessant sein dürfte, ist ab Werk jedoch nicht vorhanden.

Wie bereits beim OSD ausgeführt, ist eine Farbraum-Emulation bei den ColorEdge-Geräten aber nichts anderes als eine vollwertige Hardware-Kalibrierung auf den gewünschten Zielfarbraum. Da auch ein ICC-Profil erstellt wird, erhält man selbst dann eine korrekte Darstellung, wenn man beispielsweise zwischendurch mal kurz nach Lightroom oder Photoshop wechselt.

Vergleich der DCI-P3-Emulation mit DCI-P3

Diagramm: Abdeckung des DCI-P3-Farbraums in der DCI-P3-Emulation, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums in der DCI-P3-Emulation, 3D-Schnitt 1
Diagramm: Abdeckung des DCI-P3-Farbraums in der DCI-P3-Emulation, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums in der DCI-P3-Emulation, 3D-Schnitt 2

Die Farbaum-Grafiken oben machen deutlich, wie gut auch hier der native Monitorfarbraum auf den Zielfarbraum beschnitten wird. Es gibt praktisch keinerlei Überdeckung, lediglich eine geringfügige Unterdeckung.

Dementsprechend sind auch hier die Werte ausgezeichnet. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,20; Delta-C-Range: 0,76) ist erstklassig und die hohe Gammavorgabe von 2,6 wird zuverlässig erreicht. Im Durchschnitt ermitteln wir das Gamma mit 2,57, und auch der Verlauf ist nahezu perfekt linear.

Im Bereich der Farbraum-Unterdeckung bei Rot finden wir bei den Farbwerten wie gehabt die Maximalabweichung mit einem Delta E94 von nur 1,64. Das dürfte für die allermeisten Menschen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Für alle anderen Abweichungen gilt das auf jeden Fall bei einem Delta-E94-Average von nur 0,39.

Diagramm: Vergleich der DCI-P3-Emulation mit DCI-P3
Vergleich der DCI-P3-Emulation mit DCI-P3

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 19 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) besitzt der EIZO CS2400S nicht.

Schaltzeiten

Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 25 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 23,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt satte 34,3 ms. Auch der CtC-Wert ist mit 28 ms recht ausgeprägt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

Das Schaltzeiten-Diagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): sehr langsame Schaltzeiten
60 Hz): sehr langsame Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz: keine Überschwinger
Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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