Test EIZO CS2400S: Einstiegs­modell auf Referenz-Niveau
2/8

Einstiegsmodell in die Welt der 24 Zoll großen Grafikmonitore mit großem Farbraum und Hardware-Kalibrierung überrascht bei der Bildqualität mit Bestwerten auf Referenz-Niveau

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim EIZO CS2400S keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos – unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 149 W 30,37 W
Betrieb typisch 18 W
140 cd/m² k. A. 19,18 W
Betrieb minimal k. A. 14,18 W
Energiespar­modus (Standby) 0,3 W < 0,27 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,3 W < 0,27 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W 0 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

EIZO nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 149 Watt (bei maximaler Helligkeit und Betrieb aller Signal- und USB-Anschlüsse). Der USB-C-Port kann externe Geräte mit bis zu 70 Watt versorgen. Selbst wenn man diese 70 Watt von dem genannten Maximalbedarf abzieht, bleiben unsere Messungen mit 30,37 Watt noch erheblich darunter.

Der Soft-off-Button senkt die Leistungsaufnahme fast auf null. Unser Messwert schwankt etwas um 0,25 Watt. Die Betätigung des Soft-off-Buttons kann man sich aber getrost sparen, da der Verbrauch im Standby genauso niedrig ist.

Praktisch bei allen ColorEdge-Geräten, die vor dem CG279X auf den Markt gekommen sind, mussten wir im Standby einen unnötig hohen Strombedarf von knapp 10 Watt feststellen, sobald das USB-Hub-Kabel angeschlossen war. Das möchte man aber ständig verbunden lassen. Zur Hardware-Kalibrierung ist der Anschluss zwingend zum Datenaustausch notwendig, und ohne funktioniert natürlich auch der USB-Hub nicht.

Dieses Problem gehört beim EIZO CS2400S ebenfalls der Vergangenheit an. Beim Wechsel in den Standby hört man ein Relais-Klicken. Zeitgleich wird der Stromverbrauch fast auf null gesenkt. Dank des separaten Netzschalters kann man den Monitor auf Wunsch komplett vom Stromnetz trennen.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 19,18 Watt an. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,2 cd/W. Im übergreifenden Monitorvergleich ist das ein guter Wert. Im Vergleich mit anderen Grafik-Displays ist der Wert sogar richtig gut.

Der DUE („Digital Uniformity Equalizer“) von EIZO war bei unseren Messungen hier auf „Uniformity“ bzw. „Farbkonstanz“ für eine bestmögliche Bildhomogenität geschaltet. Üblicherweise führen solche Funktionen zu einem erhöhten Stromverbrauch. Bei anderen Herstellern ist das teils sogar ganz erheblich der Fall.

Beim EIZO CS2400S dagegen spielt der Schalter im Admin-Menü für die Leistungsaufnahme bei den oben in der Tabelle genannten Werten (Min., Max. und 140 cd/m²) kaum eine Rolle. Lediglich am oberen Ende wird bei gleichem Strombedarf eine etwas höhere Maximalhelligkeit erzielt.

Anschlüsse

Schaut man von hinten auf das Gerät, befinden sich die Anschlüsse primär rechts vom Standbein und sind vorbildlich beschriftet. Mit DisplayPort, HDMI und USB-C sind alle wichtigen Digitaleingänge vorhanden. DVI spielt heutzutage eigentlich keine Rolle mehr.

EIZO Monitore: Einfach kompromisslose Qualität
Perfektion mit 5 Jahren Garantie

EIZO Monitore: Einfach kompromisslose Qualität

Kaufberatung Monitore: So finden Sie das optimale Modell
Top 10 Bestenlisten Monitore
Unsere Monitor-Favoriten

Top 10 Bestenlisten Monitore

Desktop Displays von Sharp/NEC
Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Desktop Displays von Sharp/NEC

Das Netzteil ist fest im Gehäuse des EIZO CS2400S integriert. Der Stromanschluss befindet sich zusammen mit einem dedizierten Netzschalter links vom Standbein. Sitzt man vor dem Gerät, kann man ihn mit der rechten Hand ziemlich gut erreichen.

Anschlüsse des EIZO CS2400S
Anschlüsse

Die USB-C-Schnittstelle kann via DisplayPort-Alternate-Modus als Signaleingang genutzt werden. Ferner dient sie zusammen mit einem weiteren Anschluss vom Typ B als USB-Upstream und kann gleichzeitig externe Geräte mit bis zu 70 Watt versorgen.

Der integrierte USB-3.0-Hub stellt vier Downstream-Buchsen bereit. Zwei davon bieten USB-3.0-Geschwindigkeit, die beiden anderen nur USB 2.0. Sie sind aber gut geeignet, um beispielsweise Maus und Tastatur anzuschließen. Alle vier Downstream-Ports befinden sich links hinter dem Monitorrahmen in einem kleinen Erker.

Gut zu erreichende USB-Ports seitlich, 2 x USB 3.0 und 2 x USB 2.0
Gut zu erreichende USB-Ports seitlich, 2 x USB 3.0 und 2 x USB 2.0

Dank der beiden Upstream-Ports mit KVM-Switch-Funktionalität kann man bequem ein Notebook in seinen Workflow integrieren und beim Umschalten des Signaleingangs auch Peripheriegeräte wie zum Beispiel Maus, Tastatur, Speicherkartenleser und externe Festplatten vom Hauptrechner zum Notebook mitnehmen. Eine separate Dockingstation oder ein zusätzliches Netzteil ist nicht mehr erforderlich.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über sechs sehr zuverlässig reagierende Multifunktions-Touchtasten. Auch die Soft-off-Taste ist jetzt elektrostatisch ausgeführt. Die Rückmeldung wird durch einen abschaltbaren Signalton noch verbessert. Sobald man eine Taste berührt, wird direkt darüber eine Menüleiste mit den jeweiligen Funktionen auf dem Bildschirm eingeblendet. Zwei der Tasten können über das OSD auch mit anderen Funktionen belegt werden.

Moderne und zuverlässige Touchtasten rechts unten auf dem Displayrahmen
Moderne und zuverlässige Touchtasten

Die Tasten sind mit weißen LEDs beleuchtet und so auch bei Dunkelheit gut zu finden. Die Beleuchtung empfanden wir bei der Bildbearbeitung nie als störend. Bei Bedarf kann die Helligkeit aber angepasst werden.

Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

Interessante Themen

1 Gedanke zu „Test EIZO CS2400S: Einstiegs­modell auf Referenz-Niveau“

Schreibe einen Kommentar

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!