Test LG 27GL850-B – Schnellster IPS-Gaming-Monitor
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Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Schnell“
Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Schnell“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Schnell“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Schnell“
Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Schneller“
Netzdiagramm 60 Hz, Schaltzeiten „Schneller“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Schneller“
Netzdiagramm 144 Hz, Schaltzeiten „Schneller“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Eine superschnelle Signalverzögerung von 1 ms und eine ebenso schnelle mittlere Bildwechselzeit von nur 1,6 ms machen den LG 27GL850-B zu einem optimalen Anzeigegerät für schnelle Shooter. Die Gesamtlatenz beträgt rekordverdächtige 2,6 ms.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Jeder Monitor durchläuft einen umfassenden Test mit hochempfindlichen Messgeräten, jedoch erzeugen manche Exemplare Bewegungsartefakte auch ohne messbaren Overdrive, die man einzig optisch wahrnehmen kann. Zudem wird in diesem Teil beschrieben, wie sich mögliche Überschwinger visuell bemerkbar machen und inwieweit sie das Gameplay einschränken. Hierfür haben wir weitere kleine Tests durchgeführt, mit dem Display Filmsequenzen geschaut und natürlich die Spieletauglichkeit geprüft. Rennsimulationen eignen sich besonders für solche Sichttests, da durch die Cockpit-Ansicht schnelle und langsame Bildanteile vereint werden. Wir haben hierfür die Rennsimulation „Project CARS 2“ gewählt.

Voraussetzungen

Der LG 27GL850-B verfügt über FreeSync und ist zudem von NVIDIA offiziell als „G-Sync Compatible“ eingestuft. FreeSync ist verfügbar für die GPU-Serien RX Vega, RX 500, RX 400, R9 Fury/Nano und einige weitere R9-/R7-Grafikkarten sowie für die APUs Ryzen 5 2400G, Ryzen 3 2200G und einige ältere AMD A10-7870K. Bei NVIDIA muss sich eine Grafikkarte ab GTX 1050 im System befinden und zusätzlich ein GeForce-Treiber ab Version 417.71 installiert sein.

60 Hz, Spielekonsolen

Zunächst testen wir die Performance bei 60 Hz, um den Nutzen an Spielekonsolen zu testen. Zwar unterstützten Xbox One, Xbox One S und Xbox One X mittlerweile 120 Hz und FreeSync, doch gibt es noch genügend Spielkonsolen, die diese Features nicht beherrschen. Bei 60 Hz zeigt sich der LG 27GL850-B bereits mit einer ordentlichen Performance. Bei schnellen Schwenks verwischen Schriftzüge und Objekte in der Overdrive-Einstellung „Schnell“ nicht stark, was an der guten CtC-Schaltzeit von 5,6 ms liegt. Die maximale Overdrive-Einstellung ist allerdings nicht zu gebrauchen, da das Bild enorme Fehler in Form von heftigem Nachleuchten zeigt. Gepaart mit der niedrigen Bildwiederholungsfrequenz entsteht so ein zittriges unschönes Bild. Wird allerdings der Overdrive in den Werkseinstellungen bei „Schnell“ belassen, ist das Display auch an Spielkonsolen, die kein „Adaptive Sync“ beherrschen, eine ordentliche Wahl.

PC-Betrieb

Der LG 27GL850-B kann sowohl mit AMD- als auch NVIDIA-Grafikkarten überzeugen. Bereits ohne Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte zeigt das Display eine tolle Performance. Natürlich sollte hier die hohe Aktualisierungsrate von 144 Hz aktiviert werden. Je mehr Frames von der Grafikkarte geliefert werden, desto besser wird letztendlich das Bild. Tearing ist im 144-Hz-Betrieb sowieso nicht mehr das prominente Thema. Hier fällt bei zu geringer Framezahl eher ein minimales Stocken des Bildes auf, das durch die fehlende Synchronisation zustande kommt. Im Gegensatz zum 60-Hz-Betrieb ist das Gameplay aber bereits jetzt sehr flüssig.

Bei aktiviertem FreeSync werden dann auch die minimalen Ruckler eliminiert, und man erhält ein tolles smoothes Gameplay, das bereits bei niedrigen Framezahlen um 70 fps sehenswert ist. Hier zählt natürlich ebenso: Je höher die Framezahl, desto smoother zeigt sich das Bild.

Auch hier wird bei maximalem Overdrive heftiges Nachleuchten an Objekträndern produziert – im Gegensatz zum 60-Hz-Betrieb bleibt das Display aber noch spielbar. Puristen würden diese Einstellung wahrscheinlich nicht wählen, doch wem es auf jede Millisekunde ankommt und wer nicht so viel Wert auf Bildqualität legt, könnte hier einen Kompromiss schließen. Das gilt besonders für schnelle Shooter. Bei aktivierter Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte lässt sich der Overdrive an NVIDIA-GPUs allerdings nicht ändern und steht fix auf „Schnell“.

Heftiges Nachleuchten von Objekten bei Overdrive „Schneller“
Heftiges Nachleuchten von Objekten bei Overdrive „Schneller“

HDR

Laut LG verfügt der LG 27GL850-B über HDR10. Das hat aber nichts mit dem Standard zu tun, den das VESA-Konsortium ins Leben gerufen hat. HDR10 bedeutet lediglich, dass das Display 10 Bit Farbtiefe unterstützen muss. Bestimmte Hürden wie etwa eine minimale Leuchtdichte oder ein besonders tiefer Schwarzwert sind hier nicht relevant. Hier leistet der Proband auch keine überragenden Werte, was sich letztendlich bemerkbar macht, wenn man den Unterschied zwischen „SDR“ und „HDR“ in Filmen oder Spielen vergleicht. Im unten stehenden Vergleich ist nahezu keine Veränderung zu sehen. Einzig das Bild wird im HDR-Modus etwas heller.

SDR (Auszug aus „Resident Evil 7 biohazard“)
SDR (Auszug aus „Resident Evil 7 biohazard“)
HDR (Auszug aus „Resident Evil 7 biohazard“)
HDR (Auszug aus „Resident Evil 7 biohazard“)

Leider bietet der LG 27GL850-B keine „Blur Reduction“ in Form von ULMB (NVIDIA)/ELMB (AMD) an. Dies dürfte einigen Liebhabern von schnellen Shooter-Spielen weniger gefallen.

Sound

Dem LG 27GL850-B wurden keine Lautsprecher spendiert.

13 KOMMENTARE

  1. Leider, leider macht er mit freesync auf HDMI nur 100hz… jedenfalls habe ich es nicht hinbekommen ihn wenigstens auf 120 zu betreiben. Den DisplayPort brauche ich leider für meinen MacMini…
    Sonst wäre diese Monitor der richtige..

  2. LG HP + Hotline

    Aufgrund eines Test´s eines LG Monitors habe ich mich schon für LG interessiert. ABER: Die HP ist äußerst mühsam da die Filter gleich Null sind. (Bisher fand ich nur zwei Hersteller auf deren HP man in kurzer Zeit den´Monitor mit den gewünschten Eigenschaften findet: EIZO und BenQ !!!)
    Eine fundierte Info äber die Hotline 0800080040 zu bekommen ist ein Versuch ohne Ende. Man hat fast das Gefühl, man habe eine falsche Nummer angerufen. Was ist dann erst, wenn man wirklich Unterstützung braucht oder es gibt mit dem Monitor Probleme?
    Danke NEIN. LG MOnitore werde ich sofort vergessen.
    An das PRAD Team aber immer besten Dank und
    freundlichen Gruß.

  3. Ein Monitor in dieser Preisklasse, der sich nichtmal horizontal drehen lässt? Ich frage mich, warum LG sich so ein fail leistet. Ergonomie bekäme er allerhöchstens 3 Sterne bei mir.
    Ich hoffe der Aorus FI27Q, nicht die überteuerte P Version ist dem hier in Sachen Ergonomie und Bild überlegen, In Sachen Kontrast und Ergonomie wird er das auf jeden Fall. Wenn nicht sehe ich schwarz Alternativen zu finden.
    Leider ist es nicht einfach einen gescheiten Allrounder zu finden, vor allem in der 32″ Klasse nicht und vor allem wenn man nicht dieses meiner Meinung nach bis 32″ unsinnige curved möchte.
    IPS Glow kann man wohl nur selber testen, denn da soll es wohl starke Schwankungen geben aber LG soll wohl eher gut sein laut Testberichten. Bei User Meinungen siehts aber oftmals etwas anders aus.

  4. Auszug aus dem Test:

    „Leider bietet der LG 27GL850-B keine „Blur Reduction“ in Form von ULMB (NVIDIA)/ELMB (AMD) an. Dies dürfte einigen Liebhabern von schnellen Shooter-Spielen weniger gefallen.“

    -Soviel ich weiß , funktioniert ULBM nicht im zusammenhang mit Gsync/Freesync und darüber hinaus funktioniert Ultra Low Motion Blur nur bei 85 Hz, 100 Hz und 120 Hz. (Aussage Asus)

    Jetzt die Frage, was bringt mir eure Aussage ?

    • Es ist ein Hinweis, denn es gibt Monitore die das bieten, auch wenn es nicht kombinierbar ist. Mittlerweile gibt es auch ELMB Sync, ganz frisch sozusagen. Getestet haben wir aber noch kein Modell. Dort wird es kombiniert.

  5. Hallo Oliver,
    vielen Dank für die Rückmeldung – die RMA ist angemeldet, ich werde ihn die Woche zurücksenden. Ein Austauschgerät kann erst Anfang Oktober geliefert werden. Hoffe der Urlaub war schön 🙂
    Aber sind diese 2 Meter Abstand denn realitäsnah?
    Ich kenne niemanden der so weit weg sitzt, in der Praxis sind wir eher bei 0,5 m Abstand IMHO, wenn ich so den Durchschnitt nehme von den Kollegen hier im Büro ;-).
    Sollte nicht ein Monitor bei diesem „Alltags-Abstand“ die bestmöglichen Werte darstellen können?
    Gerade beim IPS-Glow macht das ja einen massiven Unterschied aus.

    Viele Grüße!

    • Hallo Max,
      Je näher Du an das Display ranrutscht, desto steiler wird der Winkel zum unteren Displayrand. Hier kommt dann ein Blickwinkel zustande, bei dem jedes Display einen Glow aufweist. Um dies zu vermeiden, benötigt man einen gewissen Abstand, um das Bild zu machen. Das sind etwa 1,5 bis 2m.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver,
        ich finde wirklich nicht dass jedes Display einen Glow aufweist bei einem Abstand von ~50cm.
        Das mag bei IPS-Displays noch häufiger auftreten, aber bei TNs, und ich hatte bislang zwei 27er mit TN Panels, ist mir so etwas noch nie aufgetreten. Auch bei den 24er Displays mit IPS Panels in der Arbeit nicht.

        In eurem eigenen Artikel über die richtige Auflösung schreibt ihr ja auch richtigerweise „Der übliche Arbeitsabstand am Schreibtisch dürfte bei den meisten bei 60 bis 70 cm liegen.“
        Warum dann dieser Test und die Bilder in praxisfernen Abständen von 1,5 bis 2m gemacht werden, erschließt sich mir wirklich nicht.
        Ich fände es mehr als nötig hier die Test-Umgebung entsprechend praxis-tauglichen Gegebenheiten anzupassen. Bitte als konstruktive Kritig sehen,
        ihr habt nämlich ansonsten echt Super Tests 😉

        Beste Grüße aus München

  6. Mir geht es um das Bild „Ausleuchtung bei normaler Belichtung“.. das sieht bei mir nämlich grob anders aus.

    Danke,
    Viele Grüße

  7. Hallo PRAD-Team,

    aus welcher Entfernung habt ihr denn den IPS-Glow abfotografiert?
    Ich habe bei meinem Modell aus normaler Sitzentfernung massiven Glow unten links, und werde das Gerät deshalb zurückschicken… wäre interessant zu wissen ob es hier auch eine Serienstreuung gibt.

    Viele Grüße

    • Hallo Max,

      sorry, dass ich erst jetzt antworte, da ich im Urlaub war. Das liegt durchaus an der Entfernung. Ich fotografiere immer mit einem Abstand von etwa 2 Metern. So wird vermieden dass die Blickwinkelabhängigkeit zum Tragen kommt. Natürlich wird es auch bei diesem Monitor zu einer Serienstreuung kommen. Wenn das Panel nicht in Ordnung ist, dann sende ihn zurück, was Du aber bestimmt schon getan hast.

      Viele Grüße
      Oliver

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