Test LG 27GL850-B – Schnellster IPS-Gaming-Monitor
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Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.
Bei der Helligkeitsabweichung schneidet das Display mit einer durchschnittlichen Abweichung von 9,72 % und einer maximalen Abweichung von 18,17 % befriedigend ab. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0.81 und einem maximalen Delta C von 1.63 werden bei der Farbreinheit aber sehr gute Werte erreicht.

Coating

Durch die Semiglossy-Oberfläche des LG 27GL850-B werden Farben brillanter und kräftiger dargestellt, als es bei Displays mit stumpf-matter Oberfläche der Fall ist. Trotzdem bleiben Reflexionen großenteils aus.

Coating des LG 27GL850-B
Coating des LG 27GL850-B
Referenzbild
Referenzbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Hier kann das IPS-Panel des LG 27GL850-B seine Stärken ausspielen. Bis auf eine leichte Abdunklung des Bildes, die bei vertikaler Blickrichtung ein wenig mehr zum Tragen kommt, wird bei sämtlichen, auch extremen Blickwinkeln ein tolles Bild angezeigt. Eine Farbtonverschiebung konnten wir mit dem bloßen Auge nicht erkennen.

Interpolation

Unter „Eingang -> Seitenverhältnis“ sind die Optionen „Vollbild“, „Original“ und „Just Scan“ verfügbar. Diese Möglichkeiten sind allerdings an modernen Grafikkarten und ihren Treibern nicht sinnvoll einsetzbar. Der Schärferegler ist unter „Bildanpassung“ zu finden. In den Werkseinstellungen befindet er sich in Stellung 50 % und ist in 10-Prozent-Schritten regelbar. Bei nativer Auflösung ist dies auch der ideale Wert. Bei 60 % erscheinen Konturen etwas kräftiger, aber es wird noch kein Farbsaum sichtbar. Bei 70 % wirkt das Bild überschärft, und es treten Farbsäume auf.

Das Gitter unseres Testbildes wird in der nativen Auflösung mit einer sehr guten Schärfe angezeigt. Setzt man die Auflösung runter auf HD, ist die Schärfe des Gitters immer noch als gut zu bezeichnen. Alle feinen Linien sind nach wie vor zu erkennen. Bei der kleinen HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln gehen auch hier die feinen Details verloren. Die feinen Nadelstriche werden dann als eine komplette graue Fläche mit dunklen Abschattungen angezeigt. Die etwas gröberen Nadelstreifen auf der rechten unteren Seite der Grafik werden aber noch als solche dargestellt.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik bei 1280 x 720
Testgrafik bei 1280 x 720

Setzt man bei geringerer Auflösung den Schärferegler auf 100 %, leistet er einen ordentlichen Job, da das Bild nicht mehr so verwaschen aussieht.

Testgrafik bei 1280 x 720 geschärft
Testgrafik bei 1280 x 720 geschärft

Interpolierte Texte werden sehr gut wiedergegeben. Zwar wirken Buchstaben etwas weicher, bleiben aber sogar bei einer sehr kleinen Auflösung von 800 x 600 Pixeln und fettem Text noch sehr gut lesbar.

Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei 1280 x 720
Textwiedergabe bei 1280 x 720

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1DisplayPro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier erreicht das Display bereits vor der Kalibrierung 96 %, danach 99 %.

Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Der DCI-P3-Farbraum erreicht mit 93 % ebenfalls ein sehr ordentliches Ergebnis und bleibt nur knapp hinter den angegebenen 96 % zurück. Hier kann es sich allerdings auch um Messtoleranzen handeln.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Spielmodus: Spieler1 (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Spieler1“, Gamma „Modus2“, Farbtemperatur „Benutzer“, Helligkeit 100, Kontrast 70.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Mit einem Delta C von 0.50 zeigt der LG 27GL850-B eine sehr gute Neutralität der grauen Farben. Die Delta-C-Range zieht das Ergebnis hier aber mit einem Wert von 2.58 auf eine befriedigende Bewertung herunter. Die Farbtemperatur ist mit 7100 Kelvin etwas zu kühl geraten. Die Gammakurve liegt mit einem mittleren Gamma von 2,16 in einem guten Bereich.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Der LG 27GL850-B verfügt über einen emulierten sRGB-Modus. Dieser ist unter „Spielmodus -> sRGB“ zu finden und erfreulicherweise in seiner Helligkeit nicht fix. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1.10 und einem Delta E94 von 1.46 für die bunten Farben werden in beiden Fällen gute Bewertungen erreicht. Aber auch hier wird das Ergebnis durch die Range mit einem Delta C von 2.12 auf ein befriedigendes Ergebnis heruntergezogen. Die Gammakurve weicht zwar von der Ideallinie ab, zeigt aber für ein unkalibriertes Display einen ordentlichen Verlauf ohne nennenswerte Schlenker. Auch die Farbtemperatur ist mit 6800 Kelvin nur unbedeutend kühler als D65.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

13 KOMMENTARE

  1. Leider, leider macht er mit freesync auf HDMI nur 100hz… jedenfalls habe ich es nicht hinbekommen ihn wenigstens auf 120 zu betreiben. Den DisplayPort brauche ich leider für meinen MacMini…
    Sonst wäre diese Monitor der richtige..

  2. LG HP + Hotline

    Aufgrund eines Test´s eines LG Monitors habe ich mich schon für LG interessiert. ABER: Die HP ist äußerst mühsam da die Filter gleich Null sind. (Bisher fand ich nur zwei Hersteller auf deren HP man in kurzer Zeit den´Monitor mit den gewünschten Eigenschaften findet: EIZO und BenQ !!!)
    Eine fundierte Info äber die Hotline 0800080040 zu bekommen ist ein Versuch ohne Ende. Man hat fast das Gefühl, man habe eine falsche Nummer angerufen. Was ist dann erst, wenn man wirklich Unterstützung braucht oder es gibt mit dem Monitor Probleme?
    Danke NEIN. LG MOnitore werde ich sofort vergessen.
    An das PRAD Team aber immer besten Dank und
    freundlichen Gruß.

  3. Ein Monitor in dieser Preisklasse, der sich nichtmal horizontal drehen lässt? Ich frage mich, warum LG sich so ein fail leistet. Ergonomie bekäme er allerhöchstens 3 Sterne bei mir.
    Ich hoffe der Aorus FI27Q, nicht die überteuerte P Version ist dem hier in Sachen Ergonomie und Bild überlegen, In Sachen Kontrast und Ergonomie wird er das auf jeden Fall. Wenn nicht sehe ich schwarz Alternativen zu finden.
    Leider ist es nicht einfach einen gescheiten Allrounder zu finden, vor allem in der 32″ Klasse nicht und vor allem wenn man nicht dieses meiner Meinung nach bis 32″ unsinnige curved möchte.
    IPS Glow kann man wohl nur selber testen, denn da soll es wohl starke Schwankungen geben aber LG soll wohl eher gut sein laut Testberichten. Bei User Meinungen siehts aber oftmals etwas anders aus.

  4. Auszug aus dem Test:

    „Leider bietet der LG 27GL850-B keine „Blur Reduction“ in Form von ULMB (NVIDIA)/ELMB (AMD) an. Dies dürfte einigen Liebhabern von schnellen Shooter-Spielen weniger gefallen.“

    -Soviel ich weiß , funktioniert ULBM nicht im zusammenhang mit Gsync/Freesync und darüber hinaus funktioniert Ultra Low Motion Blur nur bei 85 Hz, 100 Hz und 120 Hz. (Aussage Asus)

    Jetzt die Frage, was bringt mir eure Aussage ?

    • Es ist ein Hinweis, denn es gibt Monitore die das bieten, auch wenn es nicht kombinierbar ist. Mittlerweile gibt es auch ELMB Sync, ganz frisch sozusagen. Getestet haben wir aber noch kein Modell. Dort wird es kombiniert.

  5. Hallo Oliver,
    vielen Dank für die Rückmeldung – die RMA ist angemeldet, ich werde ihn die Woche zurücksenden. Ein Austauschgerät kann erst Anfang Oktober geliefert werden. Hoffe der Urlaub war schön 🙂
    Aber sind diese 2 Meter Abstand denn realitäsnah?
    Ich kenne niemanden der so weit weg sitzt, in der Praxis sind wir eher bei 0,5 m Abstand IMHO, wenn ich so den Durchschnitt nehme von den Kollegen hier im Büro ;-).
    Sollte nicht ein Monitor bei diesem „Alltags-Abstand“ die bestmöglichen Werte darstellen können?
    Gerade beim IPS-Glow macht das ja einen massiven Unterschied aus.

    Viele Grüße!

    • Hallo Max,
      Je näher Du an das Display ranrutscht, desto steiler wird der Winkel zum unteren Displayrand. Hier kommt dann ein Blickwinkel zustande, bei dem jedes Display einen Glow aufweist. Um dies zu vermeiden, benötigt man einen gewissen Abstand, um das Bild zu machen. Das sind etwa 1,5 bis 2m.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver,
        ich finde wirklich nicht dass jedes Display einen Glow aufweist bei einem Abstand von ~50cm.
        Das mag bei IPS-Displays noch häufiger auftreten, aber bei TNs, und ich hatte bislang zwei 27er mit TN Panels, ist mir so etwas noch nie aufgetreten. Auch bei den 24er Displays mit IPS Panels in der Arbeit nicht.

        In eurem eigenen Artikel über die richtige Auflösung schreibt ihr ja auch richtigerweise „Der übliche Arbeitsabstand am Schreibtisch dürfte bei den meisten bei 60 bis 70 cm liegen.“
        Warum dann dieser Test und die Bilder in praxisfernen Abständen von 1,5 bis 2m gemacht werden, erschließt sich mir wirklich nicht.
        Ich fände es mehr als nötig hier die Test-Umgebung entsprechend praxis-tauglichen Gegebenheiten anzupassen. Bitte als konstruktive Kritig sehen,
        ihr habt nämlich ansonsten echt Super Tests 😉

        Beste Grüße aus München

  6. Mir geht es um das Bild „Ausleuchtung bei normaler Belichtung“.. das sieht bei mir nämlich grob anders aus.

    Danke,
    Viele Grüße

  7. Hallo PRAD-Team,

    aus welcher Entfernung habt ihr denn den IPS-Glow abfotografiert?
    Ich habe bei meinem Modell aus normaler Sitzentfernung massiven Glow unten links, und werde das Gerät deshalb zurückschicken… wäre interessant zu wissen ob es hier auch eine Serienstreuung gibt.

    Viele Grüße

    • Hallo Max,

      sorry, dass ich erst jetzt antworte, da ich im Urlaub war. Das liegt durchaus an der Entfernung. Ich fotografiere immer mit einem Abstand von etwa 2 Metern. So wird vermieden dass die Blickwinkelabhängigkeit zum Tragen kommt. Natürlich wird es auch bei diesem Monitor zu einer Serienstreuung kommen. Wenn das Panel nicht in Ordnung ist, dann sende ihn zurück, was Du aber bestimmt schon getan hast.

      Viele Grüße
      Oliver

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