Test Monitor BenQ PD3200U
4/6

2
44313

Farbmodus: Standard (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 60
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: normal (entspricht 6500 K)
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Hoch

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Benq Pd3200u Monitor Native
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“

Bei der Graubalance liefert der PD3200U bereits in der Werkseinstellung quasi aus dem Stand ein sehr gutes Ergebnis. Der Weißpunkt ist mit 6300 K geringfügig wärmer als die gewünschten 6500 K. Der Gammawert liegt im Durchschnitt fast punktgenau auf dem eingestellten Wert von 2,2 und zeigt auch einen bereits mehr als akzeptablen Verlauf.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Benq Pd3200u Monitor Srgb
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Im OSD des BenQ PD3200Q sind zahlreiche Bildmodi vorhanden, darunter auch Rec. 709 für Videographen. Im hier verwendeten sRGB-Modus ist die Graubalance wie gehabt sehr gut. Die Farbtemperatur liegt nur knapp unter dem Soll. Die Farbraumabdeckung ist mit 99 Prozent sehr gut, die Farbabweichungen beinahe auch. Das Gamma liegt im Durchschnitt bei 2,24. Der Verlauf der Kurve ist ebenfalls schon fast perfekt.

Für einen unkalibrierten Monitor ist das Ergebnis bemerkenswert. Wer seinen Monitor nicht kalibriert, sollte sich für diesen Modus entscheiden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Da im Modus „Standard“ eine RGB-Anpassung nicht möglich ist, haben wir für die Kalibration den Benutzermodus verwendet. Hier sind praktisch alle Einstellmöglichkeiten aktiv.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Benutzer
Helligkeit: 29
Kontrast: 50
Gamma eingestellt: 2,2
Gamma gemessen: 2,23
Farbtemperatur: Benutzerdefiniert
RGB: 100/97/100
Color-Gamut: k.A.
DUE Priorityr: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Hoch

 

Die erforderlichen Anpassungen beim RGB-Gain-Regler sind somit minimal. Auffällig ist beim BenQ allerdings die Abhängigkeit der Farbtemperatur vom Helligkeitsregler. Unterschiedliche Einstellungen der Helligkeit führen zu merklichen Veränderungen der Farbtemperatur und der erforderlichen RGB-Kalibrierungseinstellungen.

Generell gilt zwar, dass ein Gerät immer auf eine bestimmte Arbeitshelligkeit kalibriert werden sollte. Insbesondere hardwarekalibrierbare Monitore sind hier i. d. R. dennoch relativ unempfindlich.

Profilvalidierung

Benq Pd3200u Monitor Val
 

Bei der Profilvalidierung zeigt der BenQ PD3200U keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Benq Pd3200u Monitor Kal Srgb
 

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auffällig ist lediglich die Abweichung bei der Primärfarbe Blau. Sie geht aber nur knapp über ein Delta E von 1,5 hinaus und sticht nur deshalb hervor, weil alle anderen Werte so extrem gut sind. Insgesamt ist das Ergebnis bei den Farbwerten sehr gut und bei den Grauwerten gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den BenQ PD3200U haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. In der von BenQ „AMA“ genannten Funktion gibt es die Stellungen „Aus“, „Hoch“ und „Premium“. Als Standardwert ist „Hoch“ voreingestellt.

2 KOMMENTARE

  1. „Betriebsgeräusch
    Überraschenderweise arbeitet der BenQ PD3200U aber nicht geräuschlos. Kurz nach dem Einschalten scheint ein Modul – möglicherweise auch ein Lüfter – zugeschaltet zu werden, das ein gewisses Brummgeräusch verursacht. Soweit für uns ersichtlich, handelt es sich nicht um einen Defekt, sondern um ein normales Verhalten. Das Geräusch ist nicht hochfrequent, variiert aber mit dem Bildschirminhalt: je heller (z. B. Word-Dokument), desto lauter.“
    Ich habe schon einen Schreck bekommen, aber das Geräusch wird vom Lautsprecher verursacht und lässt sich leicht abstellen.
    Soundausgabe am Computer/Betriebssystem auf Monitor stellen, dort die Lautstärke auf „0“(mute), dann ist das Brummen weg und kommt auch nicht wieder, wenn man ein anderes Wiedergabegerät auswählt.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen