Test Monitor Iiyama ProLite XB3070WQS-B1
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor Netz Aus
Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor Netz 0
Reaktionszeiten Overdrive „aus“ (links) und „0“ (rechts).
Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor Netz 2
Reaktionszeiten Overdrive „+2“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Iiyama XB3070WQS messen wir mit 17,3 Millisekunden eine gerade noch moderate Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,1 Millisekunden schnell. Insgesamt beträgt der Gesamtwert für die mittlere Gesamtlatenz 21,4 Millisekunden, was für einen Bildschirm dieser Größe noch als befriedigend angesehen werden kann.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Iiyama XB3070WQS arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Allerdings schafft es das Gerät in der Werkseinstellung, in der wir unsere Messungen vornehmen, nicht unter 157 cd/m². Deshalb stellt dieser Wert bereits das Minimum dar. Unser mittlerer Wert (gelbe Linie) bei 140 cd/m² liegt unterhalb des Minimalwerts und kann deshalb nicht dargestellt werden.

Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

In vielen Spielen bietet das 16:9 Format den höchsten Sichtbereich an, so dass eine Reduzierung der Auflösung teilweise zu empfehlen ist. Aufgrund der guten Interpolationsleistung sollte dies für die meisten Anwender problemlos möglich sein, gelebt werden muss dann aber mit schwarzen Balken im oberen und unteren Bereich.

Leichte Schlieren waren im Betrieb ebenfalls zu beobachten, diese treten aber bei fast jedem Gerät auf, welches nicht mit 120Hz oder 144Hz arbeitet. Gelegenheitsspieler werden diese nicht bemerken oder sich nicht an diesen stören, sondern sich über die große Fläche des Monitors freuen. Die Reaktionszeit ist für diese Zielgruppe ausreichend schnell und die Latenz noch in einem akzeptablen Bereich.

Für Hardcoregamer wird die etwas höhere Latenzzeit dagegen nicht mehr in einem tolerierbaren Bereich liegen und zudem wird diese Zielgruppe, wie oben angesprochen, wohl eher auf ein Gerät mit einem 16:9 Format zurückgreifen. Besondere Features für diese Zielgruppe wurden ebenfalls nicht implementiert, was bei einem auf Grafik ausgelegten Monitor aber auch nicht erwartet werden kann.

Sound

Der Monitor besitzt zwei drei Watt Stereo-Lautsprecher, die zugespielte Signale vom DisplayPort oder dem HDMI-Anschluss ausgeben können. Alternativ können die Audiosignale auch über den Kopfhörerausgang ausgegeben werden, an den sich natürlich auch externe Boxen anschließen lassen.

Die Soundqualität ist erstaunlich gut und daher auch für Videos geeignet. Stimmen klingen ansprechend und nicht dumpf oder klanglos. Für Filme, die auch von den Soundeffekten leben, sind die Lautsprecher weniger geeignet, aber in diesem Bereich schlagen sich moderne TVs ebenfalls selten deutlich besser.

Die Lautstärke empfanden wir bei etwa 50 gut voreingestellt, es sind daher auch noch genug Leistungsreserven für lautere Umgebungen vorhanden. Die üblichen PC-Budget-Lautsprecher können die eingebauten Versionen daher durchaus ersetzen und so etwa mehr Platz auf dem Schreibtisch schaffen.

DVD und Video

Der Monitor besitzt einen HDMI-Anschluss, über den wir den BluRay-Player für die meisten nachfolgenden Tests angeschlossen haben. Über diesen können auch die eingebauten Lautsprecher angesprochen werden, die wir im vorherigen Abschnitt genauer unter die Lupe genommen haben.

Das Gerät besitzt einen Modus für Videos, der uns aber etwas zu warm abgestimmt wurde. Dieser ist wie viele weitere Modi per Schnelltaste erreichbar und so gegebenenfalls schnell aktivierbar. Weitere Eigenschaften, die zu Extrapunkten in diesem Bereich führen könnten, wie zum Beispiel ein Bild-in-Bild Modus, besitzt der Monitor nicht.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Das 16:10 Format des Gerätes ist für die Zuspielung von den üblichen 16:9 Formaten nur bedingt geeignet. Positiv zu erwähnen ist, dass über die Darstellungsvarianten „seitengerecht“ und „1:1“ immer eine Möglichkeit gefunden werden kann, um das zugespielte Signal ohne Verzerrungen wiedergeben zu können. Bei 16:9 Formaten werden entsprechen zusätzliche schwarze Balken an den oberen und unteren Rändern eingeblendet.

Aufgrund der Größe des Bildschirmes sind diese auffälliger, als es bei kleineren Varianten der Fall ist. Da der Blick des Betrachters in der Regel auf die Mitte des Bildes gerichtet sein sollte, dürfte der Effekt in der Praxis aber die meisten Anwender nicht stören.

Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor Rand
16:9 Signale werden mit zusätzlichen schwarzen Balken wiedergegeben.

Per DisplayPort-Kabel konnten über den Grafikkartentreiber sowohl 60Hz als auch 50Hz Material zugespielt werden. 24Hz waren allerdings nicht darstellbar, es wurde immer eine Fehlermeldung ausgegeben, auch wenn gleichzeitig nur eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln gewählt wurde.

Angeschlossen per HDMI wurden laut Information im OSD 24Hz Signale zumindest verarbeitet. 50 Hz waren über den Player ebenfalls einstellbar. Bei zugespielten Halbbildern zitterte das Bild auffällig, ein Deinterlacer wurde demnach nicht verbaut.

Iiyama Prolite Xb3070wqs B1 Monitor 24hz
24 Hz Zuspielung über HDMI.

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