Test Monitor NEC EA231WMi-BK
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Stromverbrauch

Kandidaten mit IPS-Panel verbrauchen üblicherweise im Vergleich zu TN-Panels mehr Strom. Umso überraschender ist es, dass der EA231WMi doch einen relativ geringen Stromverbrauch aufweist. Die Werte bleiben stets unter den Herstellervorgaben. Besonders hervorzuheben ist der geringe Verbrauch im Standby sowie bei einer Helligkeit von 140 cd/m². In dieser Disziplin kann der EA231WMi die meisten Konkurrenten in den Schatten stellen.

Hersteller Gemessen
< 45 W 44,1 W
k.A. 28,9 W
k.A. 17,6 W
< 33 W 29,8 W
< 33 W 24,6 W
< 0,5 W 0,4 W
k.A. 0,4 W

Ebenfalls erfreulich sind die beiden ECO-Modes, die mit automatisch regulierter Helligkeit (an die Raumhelligkeit angepasst) den Stromverbrauch erheblich senken können. Alternativ kann die Helligkeit aber auch manuell auf einem niedrigen Level gehalten werden.

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Die blaue Betriebs-LED lässt sich über das OSD nahezu stufenlos regeln und sogar abschalten.

Anschlüsse

Anscheinend nur für den PC ausgelegt, bietet der EA231WMi die üblichen Schnittstellen: Einen VGA-Eingang für den analogen und einen DVI-Eingang für den digitalen Betrieb. Ein Highlight stellt der noch nicht sehr verbreitete Displayporteingang dar. Mit ihm sind höhere Datenraten sowie eine unkompliziertere Handhabung als beim DVI-Eingang möglich. Trotz integrierter Boxen ist beim NEC EA231WMi kein HDMI-Eingang vorhanden. Der Sound muss also über den 3,5-Klinken-Eingang eingespeist und kann an der Seite über einen 3,5-Klinken-Ausgang wieder ausgegeben werden.

Nec Ea231wmi Bk Monitor Nec Ea231wmi Anschluesse
Von links nach rechts: Displayport, DVI, D-Sub VGA, 3,5 mm Audioeingang, USB-Upstream und zweimal USB.

Zum Verbinden von sonstiger Peripherie stellt der NEC EA231WMi zusätzlich einen 4er-USB-Hub zu Verfügung. Ein Upstream-Port sorgt zu diesem Zweck für die Verbindung zwischen PC und Monitor.

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Nec Ea231wmi Bk Monitor Nec Ea231wmi Anschluesse 3
An der linken Seite des Gehäuses befinden sich nochmals zwei USB-Anschlüsse (Bild links) und ein Audioausgang (Bild rechts).

Bedienung

Die Bedienung erfolgt wie bei den meisten Geräten über das Bedienelement in der rechten unteren Ecke. Neben dem ON/OFF-Schalter verfügt der EA231WMi über eine ECO-Mode-Taste über die direkt in einen Stromsparmodus gewechselt werden kann. Über die Menü-Taste gelangt man in das OSD. Das Navigieren erfolgt dabei über einen kleinen Joystick, wie man ihn von manchen Handys kennt. Über die Select-Taste kann man im OSD eine Eingabe bestätigen und über die Menütaste im OSD eine Ebene zurückgehen.

Nec Ea231wmi Bk Monitor Nec Ea231wmi Bedienung
Glanzleistung: Hohe Ergonomie durch einen guten Druckpunkt der Tasten und einen Joystick.

Das Navigieren mit dem Joystick ist im Gegensatz zu der konventionellen Steuerung über vier Richtungstasten besonders komfortabel und intuitiv. Der Druckpunkt aller Tasten ist sehr gelungen und das OSD nimmt Eingaben blitzschnell auf.

OSD

Das OSD gliedert sich in 5 Untermenüs auf: Im ersten können Standardeinstellungen wie Helligkeit und Kontrast geregelt werden, aber auch verschiedene Energiesparmodi, eine automatisch geregelte Helligkeit und verschiedene Anwenderprofile aktiviert werden.

Im zweiten hat der Benutzer die Auswahl zwischen verschiedenen Farbprofilen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen zu wählen. Vier der insgesamt sechs Profile können sogar individuell angepasst werden.

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Einfach aber funktionell präsentiert sich das On-Screen-Display.

Das dritte Untermenü bietet verschiedene Einstellungen, die nicht direkt das Bild beeinflussen. Die wichtigsten Elemente sind die Lautstärkeregelung, das Interpolationsverhalten sowie das Zurücksetzen in die Werkseinstellung.

Während im vierten Untermenü OSD-Einstellungen wie Position und Anzeigedauer vorgenommen werden können, bietet der fünfte Punkt lediglich die Informationsabfrage über das aktuell angezeigte Signal.

Bildqualität

NEC vertraut beim EA231WMi auf ein eIPS-Panel. Im Gegensatz zu den TN-Panels bieten diese eine bessere Blickwinkelstabilität, einen höheren Kontrast und eine echte Acht-Bit-Farbdarstellung. Durch den letzten Punkt müssen keine Farben mehr simuliert werden und Farbverläufe wirken gleichmäßig

Auf den ersten Blick schon kann die subjektive Bildqualität absolut überzeugen. Das Bild wirkt authentisch, differenziert und farbenfroh, aber nicht zu bunt, wie es bei Monitoren mit erweitertem Farbraum der Fall ist.

Im Gegensatz zum Samsung F2380, der dieselben Anwender ansprechen dürfte wie der NEC EA231WMi, gelingt dem NEC EA231WMi die Darstellung von Farbverläufen sehr gut und steht seinen großen Brüdern in nichts nach.

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Kein Dither und kein Banding: Der NEC EA231WMi spielt hier sein volles Potential aus.

Ebenfalls äußerst bemerkenswert ist die Differenzierbarkeit der Graustufen. Sogar die dunkelste Graustufe kann der EA231WMi vom reinen schwarz differenziert darstellen. Am anderen Ende des Spektrums verschluckt er immerhin nur die hellste. Bestätigt wird diese Aussage durch den hohen Kontrast: NEC selbst gibt einen Herstellerwert von 1000:1 an.

In der Werkseinstellung haben wir einen Wert von 985:1 gemessen, was nahezu an die Herstellervorgabe heranreicht und ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Die dynamische Kontrastangabe von 3.000:1 ist aber ein vom Hersteller gemessener Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinanderfolgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren.

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Nec Ea231wmi Bk Monitor Nec Ea231wmi Bildqualitaet 2
Nahezu vollständige Differenzierbarkeiten ermöglichen eine klare Wiedergabe dunkler Szenen in Filmen und Spielen.

Ein etwas weniger überzeugendes Ergebnis lieferte dagegen die Bildhomogenität. Zwar waren keine Lichthöfe auszumachen, jedoch werden bildschirmfüllende Flächen ungleichmäßig hell dargestellt.

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Nec Ea231wmi Bk Monitor Nec Ea231wmi Ausleuchtung
Leichte Schwächen in der Helligkeitsverteilung zeigen diese Fotos der Schwarz- und Graudarstellung bei einer Belichtungszeit von 4 Sekunden.

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