Test Monitor Philips 220CW9FB
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DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es nur um den PC als Zuspieler. Videoquellen aus anderen externen Geräten werden etwas später behandelt. Getestet wurden SD-Medien in Form von DVDs und HD-Medien in Form von HD-Filmtrailern.

Der 220CW9FB unterstützt am DVI-Port Signale, die mit HDCP geschützt sind. Blu-ray oder HD-DVD können also problemlos am Rechner wiedergegeben werden.

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Dvd Schuh Des Manitu
DVD-Film: „Der Schuh des Manitu“, Zuspielung über PC.

Die Bildqualität kann überzeugen: Die Farben wirken kräftig und lebendig aber keinesfalls unecht. Durch das hohe Kontrastverhältnis sind auch dunkle Szenen gut anzuschauen. Leider sind aber durch die schlechte Helligkeitsverteilung bei Filmen im 16:9 Format oder noch breiteren Formaten Lichthöfe am oberen und unteren Rand zu erkennen.

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Hdvideo Wmv
FullHD-Video von „Coral Reef Adventure“.

Leider hat auch der 220CW9FB mit den TN-Panel typischen Schwächen zu kämpfen. Bezüglich Blickwinkel und Schwarzwert sind Panel mit VA-Technologie der TN-Technologie deutlich überlegen.

Videosignalverarbeitung

Da der Philips 220CW9FB nur mit den zwei PC-typischen Videoeingänge DVI und VGA bestückt ist, fehlt ihm schon hardwaretechnisch die Eignung zum Multimediamonitor. Dennoch haben wir getestet, inwiefern ihm die Wiedergabe von Videoquellen abseits des PCs als Videoprozessor gelingt.

Unterstützte Refreshraten

Da im PC-Bereich Displays mit Frequenzen abseits der üblichen 60 Hertz nur sehr selten anzutreffen sind, erwarteten wir auch bei diesem Low-cost Produkt, welches allein schon von der Hardware nicht zum Multimediagerät prädestiniert ist, keine Wunder in Sachen Refreshraten. Frequenzen von 50 Hertz oder Vielfache von 24 helfen besonders, eine judderfreie (also ruckelfreie) Darstellung von Videos und Filmen zu ermöglichen.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Special „Perfekter Bildgenuss: Auf die Bildfrequenz kommt es an„.

Zu unserer Überraschung nimmt der 220CW9FB die Frequenzen 50 Hertz und sogar 72 Hertz (ein Vielfaches von 24) entgegen. Zur Überprüfung, ob der Monitor auch intern mit diesen Frequenzen schaltet, haben wir einen Juddertest in beiden Frequenzen durchgeführt: Mit Erfolg.

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb 50hz
Juddertest beim Philips 220CW9FB: 50 Hz – Bestanden.
Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb 72hz
Juddertest beim Philips 220CW9FB: 72 Hz – ebenfalls Bestanden.

Das Manko bei dieser Zuspielung ist jedoch, dass diese Frequenzen durch einige im Treiber vorgeschriebene Auflösungen „erkauft“ werden müssen. Bei 50 Hertz stellt der TFT lediglich die Auflösungen 1.152 x 648 und die kleinste HD-Auflösung 1.280 x 720 dar. Bei 72 Hertz sind es die Auflösungen 640 x 480, 800 x 600 und 1.024 x 768. Höhere Auflösungen bei gleicher Frequenz quittiert das OSD mit einer Fehlermeldung.

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Dvd Hdr
PAL-DVD Herr der Ringe: Die Gefährten – judderfrei in 50 Hertz.

PAL-Filme mit 50 Fields/s werden judderfrei wiedergegeben, davon können sich auch größere und teurere Monitore eine Scheibe von abschneiden. Eine solche Eigenschaft wird sehr selten angetroffen und wird von den meisten Herstellern erst bei gehobenen Monitoren implementiert.

Video-Skalierung

Die Anforderungen an die Skalierung von Videomaterial sind mit denen im Videospielbereich vergleichbar: Das Ziel ist immer die unverzerrte Wiedergabe von eingehenden Videosignalen.

Zu diesem Zweck haben wir ein Testvideo zugespielt, bei welchem die Ringe bei korrekter Skalierung wirklich rund sein müssen.

DVD-Zuspielung per PC:

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Pc Vollbild
Zuspielung per PC in 1.680 x 1.050; Interpolation im Monitor: Breitbild.
Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Pc 4 3
Zuspielung per PC in 1.680 x 1.050; Interpolation im Monitor: 4:3.nn

Bei der Zuspielung per PC zeigt sich, dass die Playersoftware (hier: VLC-Mediaplayer) automatisch korrekt auf die Zielauflösung skaliert. Aus diesem Grund erhält man bei korrekter Interpolation im Monitor, nämlich „Breitbild“, eine seitengerechte Darstellung mit runden Kreisen. Wird das Bild nun auf 4:3 gestaucht sind die Ringe logischerweise nicht mehr rund.

DVD-Zuspielung per PS3 über den DVI-Eingang:

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Ps3 16 9 Vollbild
Zuspielung per PS3 in 576p im Ausgangsformat 16:9; Interpolation im Monitor: Breitbild.
Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Ps3 16 9 4 3
Zuspielung per PS3 in 576p im Ausgangsformat 16:9; Interpolation im Monitor: 4:3.

Die Playstation 3 bietet keine 16:10-Darstellung, da sie auf einen Betrieb mit Fernsehern ausgelegt ist, die entweder das Seitenverhältnis 16:9 oder 4:3 besitzen. Da der Philips 220CW9FB keine seitengerechte Darstellung ermöglicht, kommt es hier zwangsweise zu Skalierungsproblemen.

Schon in der Darstellung von 16:9-Inhalten, auf Vollbild gestreckt, sind Verzerrungen zu erkennen, die sich bei einer monitorseitigen Stauchung auf 4:3 noch verstärken. Bei den möglichen HD-Auflösungen 720p und 1080p skaliert der Monitor genauso, wodurch das Spielen und Schauen von HD-Inhalten über ein externes Gerät nur in verzerrtem Seitenverhältnis möglich ist.

Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Ps3 4 3 Vollbild
Zuspielung per PS3 in 576p im Ausgangsformat 4:3; Interpolation im Monitor: Breibild.
Philips 220cw9fb Monitor Philips 220cw9fb Skalierung Ps3 4 3 4 3
Zuspielung per PS3 in 576p im Ausgangsformat 4:3; Interpolation im Monitor: 4:3.

Soll das Seitenverhältnis gewahrt bleiben, ist man gezwungen, die niedrige 576p-Auflösung im 4:3-Format auszuwählen und das Seitenverhältnis des Monitors ebenfalls auf 4:3 zu setzen. Der Nachteil sind schwarze Ränder an allen Seiten und eine niedrige Auflösung, der Gewinn dagegen runde Kreise.

Es bleibt festzuhalten, dass der 220CW9FB nur bedingt zum Einsatz in Verbindung mit externen Geräten zu gebrauchen ist. Letztendlich hat man die Wahl zwischen hoher Auflösung mit verzerrter Darstellung oder niedriger Auflösung mit korrektem Seitenverhältnis.

Philips bezeichnet den 220CW9FB nicht ausdrücklich als Multimediamonitor und die begrenzte Anzahl an Anschlüssen lassen ihn auch nicht dazu werden. Löblich ist, dass auch 1080p-Signale angenommen und auf die kleinere Bildfäche herunterskaliert werden.

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