Test ViewSonic VX2718-2KPC-MHD: Günstiger Curved-Gaming-Monitor
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Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit 60 Hz messen wir beim ViewSonic VX2718-2KPC-MHD unabhängig von der eingestellten Pixelbeschleunigung eine Latenzzeit von 5,6 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt mit Pixelbeschleunigung „Standard“ 15,3 ms, mit der Einstellung „Erweitert“ 6,2 ms und mit der schnellsten Stufe „Ultraschnell“ 3,7 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 60 Hz 20,9 ms mit Pixelbeschleunigung „Standard“, 11,8 ms mit der Einstellung „Erweitert“ und 9,3 ms mit „Ultraschnell“. Die hier vom ViewSonic VX2718-2KPC-MHD erzielten Werte sind gut. Der Proband darf sich zu Recht Gaming-Monitor nennen.

Bei einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hz zeigt der ViewSonic VX2718-2KPC-MHD eindrucksvoll, dass er auch mit den großen Namen mithalten kann. Mit einer Latenzzeit von 1 ms ist der Monitor für jeden anspruchsvollen Gamer eine Option. Allerdings fällt die halbe mittlere Bildwechselzeit mit 10 ms bei Pixelbeschleunigung „Standard“ etwas hoch aus, liegt mit Einstellung „Erweitert“ bei 8 ms und mit „Ultraschnell“ bei 3,8 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 165 Hz und Pixelbeschleunigung „Standard“ 11 ms, mit Einstellung „Erweitert“ sind es 9 ms und mit „Ultraschnell“ noch 4,8 ms.

Mit dieser Leistung empfiehlt sich der ViewSonic VX2718-2KPC-MHD für den anspruchsvollen Gamer, der keine absoluten Spitzenwerte erwartet und das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht außer Acht lassen möchte.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des ViewSonic VX2718-2KPC-MHD wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor selbst bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Die maximale Helligkeit liegt bei 287 cd/m² und lässt sich auf 37 cd/m² reduzieren.

Diagramm: LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung
LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die hohe Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, der schnelle Bildaufbau und der geringe Input-Lag sind für den ambitionierten Gamer schlagende Argumente, die beim ViewSonic VX2718-2KPC-MHD überzeugen können. Zwar ist eine satte Farbwiedergabe eine Eigenschaft, die beim Spielen nicht zwingend erforderlich ist, dennoch spielt sie für das subjektive Empfinden eine Rolle und sollte auch oder gerade von einem Gaming-Monitor ebenfalls bedient werden können. Das Curved-Display ist zwar eine grundsätzlich gute Idee, kommt aber bei nur 27 Zoll Bildschirmdiagonale nicht so recht zur Geltung.

Spielszene aus dem RPG-Shooter "Destiny 2"
Spielszene aus dem RPG-Shooter „Destiny 2“

Gamingfunktionen

Adaptive Sync und 1-ms-Modus

Der ViewSonic VX2718-2KPC-MHD bietet zwei interessante Optionen für Gamer – allerdings mit der Einschränkung, dass man sich für eine der beiden entscheiden muss, denn die gleichzeitige Aktivierung ist nicht möglich.

Adaptive Sync sorgt für die Synchronisierung der Frames, welche die Grafikkarte liefert, mit der Bildwiederholfrequenz des Monitors. Dadurch wird ein horizontales Zerreißen der Anzeige, sogenanntes Tearing, verhindert. Adaptive Sync funktioniert sowohl mit einer AMD- wie auch NVIDIA-Grafikkarte.

Laut Herstellerbeschreibung soll der 1-ms-Modus Ghosting reduzieren und für flüssigere Farbübergänge sorgen. Allerdings wird hier die Leuchtdichte auf 55 cd/m² reduziert und nimmt der Anzeige jegliche Dynamik. Die Darstellung wirkt noch stumpfer, als sie ohnehin schon ist. Im Praxistest haben wir keinen subjektiven Vorteil im Vergleich zu aktiviertem Adaptive Sync gesehen. Daher empfehlen wir, Adaptive Sync dem 1-ms-Modus vorzuziehen.

Mit der „G-Sync Pendulum Demo“ haben wir getestet, wie zuverlässig Tearing beim ViewSonic VX2718-2KPC-MHD verhindert wird, wenn Adaptive Sync aktiviert ist. Und wir sind überrascht, denn auch bei weniger als 48 fps tritt kein Tearing auf. Wir haben die Framerate sogar auf 20 fps gesenkt: kein Tearing. Insgesamt ist die gebotene Qualität sehr gut, obwohl der Monitor weder G-Sync- noch FreeSync-zertifiziert ist.

"G-Sync Pendulum Demo": Von 0 bis 165 fps wird Tearing zuverlässig eliminiert
„G-Sync Pendulum Demo“: Von 0 bis 165 fps wird Tearing zuverlässig eliminiert

Bildwiederholfrequenz 165 Hz

Beim ViewSonic VX2718-2KPC-MHD sind 165 Hz bereits werkseitig eingestellt und stellen sogleich die maximale Bildwiederholfrequenz dar. Eine Übertaktungsmöglichkeit gibt es nicht. Diese hohe Frequenz ist primär der Auflösung geschuldet, denn je geringer die Auflösung, desto mehr Bilder pro Sekunde können über den DisplayPort übertragen werden. Steigt die Auflösung, verringert sich zwangsläufig die Bildwiederholfrequenz, denn auch über DisplayPort kann keine unendliche Datenmenge übertragen werden. 165 Hz sind ein ausgezeichneter Wert, den die Grafikkarte allerdings erst mal liefern können muss. Das ist meistens das größte Problem, und wenn die Grafikkarte den Flaschenhals darstellt, nützt die höchste Frequenz des Monitors nichts.

Schwarzstabilisierung

ViewSonic nennt die Option, mit der man Einfluss auf die Schwarzstufendarstellung nehmen kann, Schwarzstabilisierung. Von 0 bis 100 jeweils in 10er-Schritten kann der Anwender selbst bestimmen, wie stark eine an sich dunkle Szene aufgehellt werden soll – mit dem Vorteil, dass mehr Details sichtbar werden, allerdings auch mit dem Nachteil, dass Dynamik und Kontrast verloren gehen.

Dunkle Spielszene mit Schwarzstabilisierung 50 (Werkseinstellung)
Dunkle Spielszene mit Schwarzstabilisierung 50 (Werkseinstellung)
Dunkle Spielszene mit Schwarzstabilisierung 100
Dunkle Spielszene mit Schwarzstabilisierung 100

Sound

ViewSonic verbaut beim VX2718-2KPC-MHD zwei Stereo-Lautsprecher, die sich am unteren Gehäuserahmen links und rechts neben den Bedientasten befinden. Laut Datenblatt hat ein Lautsprecher jeweils 2 Watt. Wie die Qualität solcher Mini-Klanggeber eben ist, eignen sie sich für Präsentationen und Online-Meetings. Für Musik, Filme oder Spiele sind sie aber nicht sinnvoll zu gebrauchen.

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