Test ViewSonic VX2785-2K-MHDU: Monitor für Entertainment und Office

27-Zoll-Monitor mit WQHD-Auflösung bietet eine Bildwiederholungsrate von 75 Hz und AMD FreeSync

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Einleitung

Der ViewSonic VX2785-2K-MHDU wird als Monitor für Homeoffice und Home-Entertainment angepriesen. Dabei wurde ein hohes Augenmerk auf das Design und einen einfachen Aufbau des Gerätes gelegt. Mit der AMD-FreeSync-Technologie und einer Bildwiederholungsfrequenz von 75 Hz sollen zudem Gamer angesprochen werden.

Das 27 Zoll große IPS-Display besitzt 2560 x 1440 Bildpunkte, einen Kontrast von 1000:1 und eine Helligkeit von 300 cd/m². Die Reaktionszeit soll bei 5 ms liegen und der sRGB-Farbraum zu 100 % abgedeckt werden. Eine TÜV-zertifizierte Flicker-free-Technologie und ein geringer Stromverbrauch werden ebenfalls versprochen.

Mit einem HDMI-, DisplayPort- und USB-C-Anschluss werden moderne Eingänge zur Verfügung gestellt. Über USB-C können zudem nicht nur Audio- und Videosignale übertragen, sondern angeschlossene Geräte auch mit bis zu 60 W mit Strom versorgt werden.

Eine Höhenverstellung bietet der Monitor dagegen nicht an, es sind aber VESA-100-Bohrungen vorhanden, um eine optionale externe Halterung zu verwenden.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des ViewSonic VX2785-2K-MHDU.

Lieferumfang

Der Karton des ViewSonic VX2785-2K-MHDU ist mit unter 7 kg recht leicht und zudem von den Abmessungen her nicht sperrig, sodass er bequem getragen werden kann, wenn er zum Beispiel von der Post abgeholt werden muss. Im Inneren trennen Styroporteile den Bildschirm vom restlichen Zubehör, damit keine Beschädigungen auftreten können. Der Karton wurde außerdem so designt, dass das Standbein schon im Karton an den Bildschirm befestigt werden kann. Dadurch soll der Monitor nicht nur schneller, sondern vor allem sicherer aufgebaut werden können.

Lieferumfang des ViewSonic VX2785-2K-MHDU
Lieferumfang des ViewSonic VX2785-2K-MHDU

Mitgeliefert werden eine Kurzanleitung und eine Abdeckung für die VESA-100-Bohrungen auf der Rückseite des Gerätes. Für den Signalanschluss liegen ein HDMI- und ein USB-C-Kabel bei. Für den Stromanschluss gibt es ein Netzkabel sowie ein etwa 16 x 7,5 x 2,5 cm großes Netzteil.

Optik und Mechanik

Der Standfuß wiegt zusammen mit dem Standbein fast 1,5 kg – trotz der sehr geringen Abmessungen. Er steht damit stabil auf dem Schreibtisch, was durch die Gummierungen auf der Unterseite zusätzlich unterstützt wird. Die Montage am Standbein erfolgt werkzeuglos über eine bereits vorbereitete Schraube.

Standfuß des ViewSonic VX2785-2K-mhdu von unten
Standfuß von unten
Standfuß mit montiertem Monitorstandbein
Standfuß mit montiertem Standbein

Der Standfuß selbst kann nicht gedreht werden, der Monitor lässt sich aber über die obere Befestigung leicht nach links und rechts drehen. Der runde Bereich dient zur Kabelführung, genau wie die schwarze Schlaufe im unteren Bereich. Über ein Schnellsystem konnte auch das Display werkzeuglos am Standbein montiert werden. Der Aufbau zeigt zudem deutlich, dass keine Höhenverstellung möglich ist.

Monitorstandbein in der Detailansicht
Standbein in der Detailansicht
Schnellmontagesystem am Standbein
Schnellsystem am Standbein

Das rahmenlose Design der Front sieht optisch ansprechend aus. Bei eingeschaltetem Bild wird ein äußerer Bereich von rund einem Zentimeter nicht für die Bilddarstellung genutzt. Von hinten wirkt das Gerät ebenfalls modern und schlicht, vor allem wenn die beigelegte Abdeckung verwendet wird, hinter der die vorhandenen VESA-100-Bohrungen versteckt werden können. Das Herstellerlogo ist ansonsten die einzige Auffälligkeit.

ViewSonic VX2785-2K-MHDU von vorn
ViewSonic VX2785-2K-MHDU von vorn
ViewSonic VX2785-2K-MHDU von hinten
ViewSonic VX2785-2K-MHDU von hinten

Eine Höhenverstellung ist nicht möglich. Der Abstand vom Schreibtisch bis zur unteren Monitorkante beträgt daher immer rund 8,5 cm. Der untere Rahmen ist etwa 2 cm hoch, wodurch die eigentliche Bilddarstellung ca. 10,5 cm über der Schreibtischplatte beginnt.

Die Neigung kann um 5 Grad nach vorn und 20 Grad nach hinten eingestellt werden. Der Einstellbereich ist recht stramm, daher werden zwei Hände für eine Anpassung benötigt. Der Standfuß bewegte sich dabei keinen Millimeter und bestätigt den sehr guten Ersteindruck. Der restliche Monitor knarzt beim Verstellen allerdings und verleiht dem Gerät dadurch keinen hochwertigen Eindruck. Der Bildschirm blieb jedoch an jeder gewünschten Stelle stabil stehen.

Minimale Neigungseinstellung des Displays
Minimale Neigungseinstellung
Maximale Neigungseinstellung des Displays
Maximale Neigungseinstellung

Gedreht werden kann der Monitor um 30 Grad in beide Richtungen. Der Standfuß dreht sich dabei nicht mit. Dieser Einstellbereich ist etwas lockerer und kann aufgrund des stabilen Fußes auch mit einer Hand erfolgen.

Drehung des Monitors nach rechts
Drehung des Monitors nach rechts
Drehung des Monitors nach links
Drehung des Monitors nach links

Die vorhandenen Einstellspielräume fallen damit vergleichsweise gering aus, zusätzlich werden viele Optionen nicht angeboten. Eine externe Halterung könnte Abhilfe schaffen, würde aber auch einen großen Teil des Monitordesigns zerstören.

Technik

Betriebsgeräusch

Der Monitor war im Betrieb absolut lautlos. Das Netzteil verursachte dagegen ein Surrgeräusch, was bis etwa einen Meter Abstand noch leicht wahrzunehmen war, wenn das Gehör auf dieses Geräusch fixiert wurde. Das Netzteil sollte daher möglichst unter und nicht auf dem Schreibtisch betrieben werden. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Bei einem Anschluss eines PCs per DisplayPort konnten wir maximal 22 Watt bei voller Helligkeit messen. Bei 140 cd/m² (Helligkeit: 40) wurden nur knapp 15 Watt benötigt, was zu einer sehr gute Energieeffizienz von 1,8 cd/W führt. Die Messergebnisse im Standby und im ausgeschalteten Zustand sind ebenfalls sehr gut.

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 25,0 W 21,6 W
Betrieb typisch 24,9 W
140 cd/m² 15,3 W
Betrieb minimal 11,3 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,3 W 0,0 W

Der Monitor kann aber auch per USB-C betrieben werden und dann einen angeschlossenen Laptop zusätzlich mit Strom versorgen. Bei einem Dell Latitude 5300 mit i5-8365U, 32 GB RAM und Intel UHD Graphics 620 war der Stromverbrauch entsprechend schwankend. In der Spitze überstieg der gemessene Strombedarf die oben aufgeführten Werte über 50 Watt. ViewSonic gibt an, dass angeschlossene Geräte mit maximal 60 Watt geladen werden können. Unser Gerät blieb bei parallelem Betrieb von Excel, Outlook, Skype, Teams, Browser usw. immer aufgeladen. Der Akkuzustand sank also nicht langsam ab. Genug Power scheint die Verbindung folglich zu liefern. Standardmäßig liegt dem Dell-Notebook ein 65-Watt Netzteil bei.

Anschlüsse

Im oberen Teil sind VESA-100-Bohrungen erkennbar, die nach innen versetzt angebracht wurden, was bei dem Betrieb einer externen Halterung beachtet werden sollte. Je nach vorhandenem Zubehör werden dafür zusätzliche Abstandhalter benötigt. Soll keine externe Halterung befestigt werden, kann dieser Bereich mit einer Blende abgedeckt werden. Beachtet werden sollte zusätzlich, dass die Stecker nach hinten geführt werden, was bei sehr flachen externen Halterungen zu Problemen führen kann.

HDMI, DisplayPort, USB-C und Audio
HDMI, DisplayPort, USB-C und Audio
Abdeckung über den Monitoranschlüssen
Abdeckung über den Anschlüssen

Für die Signalzuspielung kann ein HDMI-, ein DisplayPort- oder ein USB-C-Anschluss verwendet werden. Letzterer kann zudem für die Stromversorgung eines externen Gerätes (z. B. Laptop) genutzt werden. Über die Audiobuchse können Soundsignale an Kopfhörer oder Lautsprecher weitergeleitet werden. Alle modernen Anschlussvarianten sind vorhanden. Auf einen alten VGA-Stecker verzichtet der Hersteller, auch wenn dieser heutzutage in einigen Büros noch anzutreffen sein wird.

2 KOMMENTARE

    • Nach meiner Kenntnis kann er Daisy Chain über DisplayPort, dazu muss im OSD DisplayPort 1.2 MST aktiviert werden. Es können aber keine 4K Monitore eingebunden werden.

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