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TESTBERICHT: Dell U2312HM Teil 7


Graustufendarstellung

Leistete sicher der große Bruder in dieser Disziplin noch einen kleinen Schnitzer, so konnte uns der U2312HM bei der Darstellung hellster und dunkelster Graustufen überzeugen. Nur der jeweils letzte Wert wird vom Monitor verschluckt und ist von komplettem Schwarz beziehungsweise von komplettem Weiß nicht mehr zu unterscheiden.

Bildhomogenität

Die Homogenität eines Bildschirms untersuchen wir zunächst subjektiv anhand eines Fotos des eingeschalteten Monitors, auf dem ein komplett weißes Bild dargestellt wird. Die Belichtungszeit wird dabei so kurz gewählt, dass die Kamera verwertbare Helligkeitsinformationen aufzeichnet. Anschließend wird das entstehende Bild nachbearbeitet, sodass die Helligkeitsabweichungen eindeutig erkennbar werden. Eine quantitative Aussage über die Homogenität lässt sich so natürlich nicht treffen, wohl aber eine qualitative. Auf diese Weise werden vor allem Lichthöfe und Randaufhellungen sichtbar, die durch das Raster der anschließenden genauen Messung fallen.

Foto des komplett weißen Monitors mit verstärkten Kontrasten.

Hier kann man bereits erste Tendenzen erkennen: Ein Bereich etwas oberhalb der Mitte erscheint am hellsten, während die beiden oberen Ecken etwas abfallen. Wie schon beim U2412M zieht sich ein dunkler Streifen am unteren Rand entlang.

Im Anschluss vermessen wir den Monitor (bei wiederum vollständig weißem Bild) an 15 Punkten und setzen alle Messwerte in Bezug zum zentralen Wert. Daraus erhalten wir die Helligkeitsabweichungen in Prozent sowie die Farbabweichungen in DeltaC/DeltaE in Bezug auf die Mitte des Bildschirms.

Links die Helligkeitsabweichungen in Prozent, rechts die Farbabweichungen in DeltaC.

Die Helligkeitsabweichungen fallen für ein LED-Gerät annehmbar aus und sind für den normalen Benutzer alltagstauglich. Bei den Farbabweichungen zeigen sich ein paar Ausreißer, die mit über 5 DeltaC in der linken oberen Ecke nicht zu vernachlässigen sind.

Insgesamt ist die Homogenität des U2312HM in Ordnung, für die professionelle Grafikbearbeitung ist das Gerät ohnehin nicht vorgesehen.

Blickwinkel

Die Blickwinkelabhängigkeit wird von uns anhand eines kontrastreichen Testbildes untersucht, das auf dem Bildschirm angezeigt und aus verschiedenen Winkeln abfotografiert wird. So lassen sich Farbverfälschungen und Kontrastverlust bildlich festhalten.

Das Testbild wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln abfotografiert.

Das IPS-Panel des U2312HM kann die hohen Erwartungen, die an diese Paneltechnologie gestellt werden, erfüllen. Auch unter steilen Blickwinkeln ändern sich die Farben kaum und der Kontrast bleibt über weite Bereiche auf einem hohen Niveau.

Ein typisches Problem von IPS-Panels ist jedoch die Aufhellung sehr dunkler Graustufen unter steilem Blickwinkel, oft mit magentafarbenem Farbstich (manchmal auch als „Backlight Bleeding“ bezeichnet). Auch beim U2312M ist dieser Effekt bei komplett schwarzem Bild deutlich wahrnehmbar.

Folgende Bilder wurden bei komplett schwarzem Bildschirm und maximaler Helligkeitseinstellung geschossen. Zuvor wurde ein Weißabgleich auf das Monitorweiß durchgeführt, sodass die Farbdarstellung in etwa der tatsächlich Wahrgenommenen entspricht.

Bei diesen beiden Bildern stand die Kamera mittig vor dem Monitor und war senkrecht zur Paneloberfläche ausgerichtet. Beim linken Bild betrug der Abstand ca. 1 Meter, beim rechten Bild ca. 50 Zentimeter. Die Aufnahmen wurden identisch belichtet.

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