Test Acer Nitro EI491CRP – großer Curved-Gaming-Monitor
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Technik

Betriebsgeräusche

Auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten gibt der Acer EI491CR kein Surren oder Fiepen von sich. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 66 W 68,4 W
Betrieb typisch (200 cd/m²) 60 W 38,7 W
140 cd/m² 31,1 W
Betrieb minimal 19,4 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W 0,1 W (0,4 Watt mit LED-Beleuchtung)
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,35 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Acer spricht von einem typischen Stromverbrauch von 60 Watt bei 200 cd/m². Wir messen mit 38,7 Watt sehr viel weniger. Der maximale Stromverbrauch liegt laut Energielabel bei 66 Watt. Hier zeigt unser Messgerät mit 68,4 Watt geringfügig mehr. Bei 140 cd/m² verbraucht der Acer 31,1 Watt, woraus sich eine sehr gute Effizienz von 1,81 cd/W errechnet. Wenn die rückseitige LED Beleuchtung deaktiviert ist, macht es stromtechnisch keinen Unterschied, ob sich das Display im Standby befindet oder am Power-Knopf ausgeschaltet wurde, da in beiden Fällen minimale 0,1 Watt verbraucht werden. Selbst wenn die LED Beleuchtung im hinteren Bereich aktiviert ist, wird im Standby nur 0,4 Watt verbraucht und auch dann die EU-Norm eingehalten.

Anschlüsse

Das Anschluss-Panel befindet sich rückseitig unten in einer Nische und verfügt über eine vertikale Kabelführung. Aufgrund der enormen Breite des Displays und des nicht vorhandenen Liftmodus bereitet ein Kabelwechsel keine Freude und artet in enormen Verrenkungen aus. Bei angesetzter Blende besteht zudem keine Chance, irgendwie an das Anschluss-Panel zu gelangen. Mit einem DisplayPort 1.4 und drei HDMI-Schnittstellen, wovon eine über die Version 2.0 verfügt, sind letztendlich ausreichend Anschlüsse vorhanden, um dem unangenehmen Kabelwechsel aus dem Weg zu gehen. Für Kopfhörer steht zudem eine Klinkenbuchse, passend für 3,5-mm-Klinkenstecker, bereit. Ein USB-Hub gehört nicht zu der Ausstattung des Acer EI491CR.

Die Anschlüsse des Displays liegen tief in der Nische und sind aufgrund der ergonomischen Limitierung schwer zu erreichen
Die Anschlüsse liegen tief in der Nische und sind aufgrund der ergonomischen Limitierung schwer zu erreichen

Bedienung

Die Bedieneinheit des OSD-Menüs befindet sich unterhalb des Monitors und besteht aus fünf analogen Tasten. Sie geben bei Betätigung ein leises Knacken von sich und sind gut mit den Fingern zu ertasten.

Vier analoge Tasten bilden die Bedieneinheit des OSD-Menüs vom Acer Nitro EI491CRPbmiiipx
Vier analoge Tasten bilden die Bedieneinheit des OSD-Menüs

Leider ist die Power-Taste, die sich von vorn gesehen rechts außen befindet, räumlich nicht von den anderen Knöpfen abgegrenzt, sodass es im Eifer des Gefechts schnell passieren kann, das Gerät auszuschalten, obwohl nur Änderungen am Monitor-Setup vorgenommen werden sollen. Über die übrigen vier Tasten wird das OSD-Menü bedient.

Schnellmenü des Acer EI491CR
Schnellmenü des Acer EI491CR

Drei Tasten verfügen über die Funktion eines Hotkeys. Die äußere linke Taste öffnet im Schnellmenü die vordefinierten Modi. Die zweite und dritte Taste von links können in ihrer Zuweisung über das OSD-Menü verändert werden und sind im Werkszustand mit Helligkeit und Signaleingang vorbelegt. Die vierte Taste öffnet letztendlich das Hauptmenü. Verwirrenderweise weicht die Tastenzuweisung innerhalb des Schnellmenüs von der Tastenzuweisung im Hauptmenü ab.

Im Schnellmenü ist sogar die Power-Taste aktiv und dient dem Verlassen des Menüs. Innerhalb des Hauptmenüs kann über die äußere linke Taste eine Einstellungsebene oder eine Kategorie verlassen werden. Mit der zweiten Taste betritt man eine Einstellungsebene oder bestätigt Einstellungen. Für die vertikale Navigation und zum Erhöhen und Verringern der Einstellungswerte sind die Knöpfe 3 und 4 zuständig. Um das Bedienkonzept zu verinnerlichen und nicht ständig die falschen Tasten zu drücken, ist etwas Übung notwendig. Ein Fünf-Wege-Joystick wäre hier die bessere und modernere Lösung.

Fernbedienung

Ein sehr nützliches Add-on ist die beiliegende Fernbedienung, die nur wenige Monitore bieten und einen hohen Nutzungswert hat. So kann man die fummelige Bedienung über die Tasten am Display vergessen, was willkommen komfortabel ist. Die Steuerung erfolgt intuitiv und bietet zudem einige Direkttasten.

Die Fernbedienung ist ein willkommenes Extra und hat einen hohen Nutzungswert
Die Fernbedienung ist ein willkommenes Extra und hat einen hohen Nutzungswert

OSD

Das OSD-Menü ist schlicht, aber modern gehalten und wirkt direkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Eingeteilt ist es in sieben Kategorien, die sinnvoll zugeordnet sind. Selbst eine Spielkategorie ist vorhanden, die alle relevanten Einstellungen vereint, ohne dass man sich großartig auf die Suche machen muss.

Hauptmenü des Acer EI491CR
Hauptmenü des Acer EI491CR

Die vordefinierten Modi sind allerdings nicht über das Hauptmenü, sondern nur über das Schnellmenü zu erreichen. Hier stehen acht vordefinierte Modi zur Auswahl, wovon drei komplett in ihren Einstellungen veränderbar sind und abgespeichert werden können.

Vordefinierte Modi des Acer EI491CR
Vordefinierte Modi des Acer EI491CR

Das übrige Menü ist sehr umfangreich und bietet jede Menge Einstellungsmöglichkeiten. Allein das Farbmenü hält neben den üblichen RGB-Gain-Reglern darüber hinaus eine Einstellung des Gammawerts sowie eine Sechs-Achsen-Farbton- und eine -Sättigungs-Einstellungsebene bereit. Auch die Wahl verschiedener emulierter Farbmodi ist möglich, die sich in vorbildlicher Weise in ihrer Helligkeit verändern lassen.

Farbeinstellungsebene des Acer EI491CR …
Farbeinstellungsebene des Acer EI491CR …
… bietet mehr als viele andere Gaming-Displays
… bietet mehr als viele andere Gaming-Displays

In der Kategorie „Spiel“ gibt es neben den üblichen Einstellungen wie Overdrive und FreeSync eine Toolbox, die über einen Aktualisierungsraten-Zähler verfügt und die Möglichkeit bietet, ein Target-Overlay einzublenden. Hier kann man aus drei Zielpunktarten wählen. Es auf dem Bildschirm zu verschieben oder in der Farbe zu ändern, ist allerdings nicht möglich.

Auch eine Toolbox mit Aktualisierungsraten-Zähler und Target-Overlays ist in der Spieleinstellungsebene zu finden
Auch eine Toolbox mit Aktualisierungsraten-Zähler und Target-Overlays ist in der Spieleinstellungsebene zu finden

Des Weiteren verfügt das OSD-Menü über eine Bild-in-Bild- und Bild-bei-Bild-Funktion und bietet die Möglichkeit einer Übertaktung auf eine Aktualisierungsrate von 144 Hz. Auf diese beiden Punkte kommen wir im weiteren Test noch zu sprechen.

Insgesamt besticht das OSD-Menü mit der Menge seiner Einstellungsmöglichkeiten. Auch die Übersichtlichkeit ist als sehr gut zu bewerten. Die Navigation über die Tasten ist alles andere als angenehm und kann in Sachen Usability nicht überzeugen. Mit der Fernbedienung kann man diesen Umstand aber umgehen, was uns sehr gut gefallen hat.

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