Test ASUS MX38VC – Design-Allround-Monitor mit Krümmung
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FreeSync, Overdrive und spezielle Features für Gamer

Der ASUS MX38VC ist kein reinrassiger Gaming-Monitor, bietet aber dennoch ein paar spezielle Features für Spieler. Da wäre zum einen die FreeSync-Unterstützung, allerdings mit der Einschränkung, dass die Synchronisierung nur zwischen 52 und 75 Hz greift. Eine höhere Bildwiederholfrequenz lässt der Proband ohnehin nicht zu.

OSD: GamePlus-Menü
GamePlus-Menü
OSD: Fadenkreuz-Optionen
Fadenkreuz-Optionen

 

OSD: Timer-Auswahl
Timer-Auswahl

Zusätzlich bietet der 38 Zoll Monitor über die GamePlus-Einstellung im OSD ein Fadenkreuz in zwei unterschiedlichen Ausführungen und Farben (Rot und Grün), eine Timer-Funktion mit fünf auswählbaren Zeiten (30, 40, 50, 60 und 90 Minuten) sowie einen fps-Zähler, der die Anzahl der Bilder pro Sekunde in der linken oberen Display-Ecke anzeigt.

Subjektive Beurteilung

Die bereits im Vorfeld genannten Vorzüge des ASUS MX38VC sind natürlich auch beim Gaming von Vorteil. Ein riesiges Blickfeld und das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, sorgen für viel Spaß. Die überzeugende Performance des MX38VC in puncto niedrigem Input-Lag und rasantem Bildaufbau trägt ebenfalls einen wichtigen Teil dazu bei. Mit entsprechend aktueller Hardware stimmen auch die fps, wenngleich der Monitor nur Bildraten bis maximal 75 Hz unterstützt.

Sehr breites Sichtfeld: Szene aus dem First-Person-Shooter "Call of Duty: WWII"
Sehr breites Sichtfeld: Szene aus dem First-Person-Shooter „Call of Duty: WWII“

Wir haben den ASUS MX38VC zum Abschluss in PixPerAn einem Lesbarkeitstest unterzogen. Bei 75 Hz und „TraceFree 80“ sind fehlerfrei lesbare Ergebnisse bis Stufe 11 möglich. An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir mit höchster Pixelbeschleunigung nur bis Stufe 9, in seltenen Fällen bis 10 kamen. Leuchtende Objektkanten und Ghosting erschwerten das Erkennen der Buchstaben. Mit diesem Ergebnis reiht sich der ASUS MX38VC im oberen Wertebereich ein und kann sogar den einen oder anderen reinrassigen Gaming-Monitor hinter sich lassen.

Sound

Der ASUS MX38VC besitzt integrierte Lautsprecher. Aber nicht die üblichen Minilautsprecher, die man sonst so kennt. In Kooperation mit Harman Kardon und ASUS-SonicMaster-Technologie wurde laut Aussage des Herstellers ein völlig neues Klangerlebnis geschaffen. Und tatsächlich ist die Klangqualität der 10 Watt starken Stereo-Lautsprecher kein Vergleich zu üblichen Standardlösungen.

Integrierte Lautsprecher von Harman Kardon
Lautsprecher von Harman Kardon

Obwohl der Klangkörper bei so kleinen Lautsprechern technisch bedingt ein Problem darstellt, können noch erstaunlich gut tiefe Töne wiedergeben werden. Auch die maximal mögliche Lautstärke ist beeindruckend. Problemlos funktioniert ebenso die Soundwiedergabe über Bluetooth. Am Smartphone mal eben den Lieblingssongs suchen und das Gerät mit dem Monitor per Bluetooth koppeln, schon kann die Musik über die Lautsprecher des MX38VC genossen werden.

DVD und Video

Um einen Monitor auch mit externen Zuspielgeräten wie Blu-ray-Player und Konsolen verbinden zu können, wird eine HDMI-Schnittstelle benötigt. Der ASUS MX38VC besitzt gleich zwei HDMI-Anschlüsse und zeigt sich dadurch sehr flexibel bei der Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen.

PiP (Picture in Picture) und PbP (Picture by Picture)

Der ASUS MX38VC bietet die Funktion, zwei unterschiedliche Eingangssignale gleichzeitig zur Anzeige zu bringen. Hierfür stehen im OSD des Monitors die Optionen PiP (Bild in Bild) und PbP (Bild neben Bild) zur Auswahl.

Wenn die Auswahl „PiP“ getroffen wird, kann zwischen drei Fenstergrößen (klein, Mittel, groß) und vier Positionen (rechts oben, links oben, rechts unten, links unten) gewählt werden. Mit der Einstellung „PbP“ werden die ausgewählten Signalquellen nebeneinander angezeigt. In beiden Fällen stehen alle vier Signalquellen (DisplayPort, HDMI-1, HDMI-2, Type-C) zur Auswahl und können miteinander kombiniert werden. Die Option „Auslagern“ mit der Auswahl „Ja“ und „Nein“ ermöglicht den Wechsel der Anzeige beider gewählter Signalquellen.

Bild-in-Bild-Anzeige (PiP)
Bild-in-Bild-Anzeige (PiP)
Bild-neben-Bild-Anzeige (PbP)
Bild-neben-Bild-Anzeige (PbP)

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wird über den PC zugespielt, gibt es durch die Verwendung einer guten Videoplayer-Software ausreichende Einstellmöglichkeiten, um die fehlende Flexibilität des Monitors zu kompensieren. Anders sieht es jedoch bei externer Zuspielung aus. Ein Blu-ray-Player oder auch eine Spielekonsole bietet nicht den Funktionsumfang eines PCs. Es kommt nun auch auf den Monitor an und welche Skalierungsoptionen verfügbar sind.

Wie im PC-Betrieb stehen auch bei externer Zuspielung nur die Skalierungsoptionen Vollbild und 4:3 zur Auswahl. Allerdings kann nur mit der Einstellung 4:3 eine unverzerrte Anzeige erreicht werden. Dabei wird das Signal immer auf Panel-Höhe skaliert. Eine 1:1-Darstellung ist nicht möglich, doch wird immerhin ein korrektes Seitenverhältnis eingehalten. Leider wird das Potenzial des ASUS MX38VC bei externer Zuspielung nicht voll genutzt, da keine Overscan-Einstellung vorhanden ist. Daher können auch Filme mit 2.40:1-Bildformat nicht bildschirmfüllend angezeigt werden. Am linken und rechten Display-Rand sind schwarze Balken zu sehen.

 Signal Unverzerrte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph) ja
SD (4:3) nein
HD (720p) ja
HD (1080p) ja

TFT-Monitore arbeiten üblicherweise mit 60 Hz. Um DVD-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können, sollte jedoch eine 50-Hz-Unterstützung vorhanden sein. Inhalte auf Blu-ray-Disc wiederum werden mit 24 Hz (oder einem Vielfachen davon) judderfrei wiedergegeben. Im Gegensatz zu Fernsehern ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Monitore eine 24-Hz-Unterstützung bieten. Beim ASUS MX38VC ist es aber der Fall, weshalb Blu-ray-Filme ruckelfrei mit 24 Hz wiedergegeben werden können. Ebenfalls unterstützt der Monitor 50 Hz. Filme auf DVD können somit ebenfalls ruckelfrei zur Anzeige gebracht werden.

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Der ASUS MX38VC bringt zwar ein halbbildbasiertes Signal zur Anzeige, dies wird aber nur durch einfaches Fieldscaling auf Panel-Auflösung erreicht und ist entsprechend verlustbehaftet. Außerdem erfolgt die Anzeige sehr zittrig. Wie bei den meisten LC-Displays ist es daher auch beim MX38VC ratsam, Vollbilder zuzuspielen.

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