Test BenQ EX3203R – Allrounder auf hohem Niveau
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Anschlüsse

Der BenQ EX3203R bietet eine reichhaltige Auswahl an Schnittstellen. Neben zweimal HDMI 2.0 verfügt das Gerät noch über einen DisplayPort-1.2-Anschluss. Zusätzlich sind für Peripheriegeräte zwei USB-3.0-Downstream-Anschlüsse vorhanden. Für den Upstream ist ein USB-C Anschluss verfügbar und kann an geeigneten Zuspielern zusätzlich als Upstream-Anschluss mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von 5 Gbps arbeiten.

Als Upstream-Port dient ein USB-C-Anschluss
Als Upstream-Port dient ein USB-C-Anschluss

Für Kopfhörer oder PC-Lautsprecher verfügt das Gerät noch über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Die vertikale Kabelführung ist zwar optisch schön anzusehen, dafür ist beim Kabelwechsel aber ein steifer Hals vorprogrammiert. An die Anschlüsse kommt man dermaßen schlecht dran, dass besser von Anfang an sämtliche Kabel angesteckt werden, um diesem Martyrium zu entgehen.

Bedienung

Das OSD-Menü wird über sechs gummierte Tasten gesteuert, die sich unterhalb des Displays befinden und durch ein leises Knacken Rückmeldung über deren Betätigung geben. Zusätzlich befindet sich links davon die Power-Taste, mit der das Gerät ausgeschaltet werden kann. Diese Art, einen Monitor zu bedienen, fällt mittlerweile richtig schwer, da sehr viele Geräte mit einem Fünf-Wege-Joystick daherkommen, der die Bedienung sehr erleichtert.

Sechs gummierte Tasten steuern das OSD-Menü
Sechs gummierte Tasten steuern das OSD-Menü

Am unteren Rahmen, in Verlängerung zu den gummierten Tasten, sind lediglich die Power-Taste und die Taste für die Eingangswahl in Form von eingravierten Zeichen gekennzeichnet. Die weiteren fünf Tasten sind einzig mit eingravierten Punkten auf dem Rahmen versehen, die wahrscheinlich zur Orientierung bei schlechtem Licht oder Dunkelheit dienen sollen. In Wirklichkeit kann man die Zeichen bei hellem Licht weder ordentlich erkennen noch erfühlen, um welche Taste es sich nun gerade handelt. Der einzige Anhaltspunkt ist die äußere linke Power-Taste, die etwas größer ist und zusätzlich in Weiß leuchtet.

Von den sechs Systemtasten verfügt nur die äußere linke Taste über eine Hotkey-Funktion in erster Instanz und dient dem Eingangswechsel. Die fünf Tasten rechts daneben öffnen hingegen zunächst das Schnellmenü, das weitere Direktfunktionen bereithält. Die ersten drei Tasten lassen sich über das OSD-Menü konfigurieren und mit anderen Funktionen belegen. Die vierte und fünfte Taste von links sind hiervon ausgenommen. Erstere ist fest der Hauptmenü-Aktivierung zugeordnet, und die äußere rechte Taste blendet das OSD-Menü aus. Innerhalb des Menüs und in den Einstellungsebenen sind den Tasten Funktionen zugeordnet, die am unteren Bildschirmrand anhand von Symbolen erklärt werden.

Die drei linken Tasten können mit anderen Funktionen belegt werden
Die drei linken Tasten können mit anderen Funktionen belegt werden

Das ist zwar alles sehr logisch dargestellt, funktioniert aber wie gesagt sehr viel umständlicher als mit einem Fünf-Wege-Joystick und benötigt etwas Übung, um eine flüssige Bedienung hinzubekommen.

OSD

Das OSD-Menü des BenQ EX3203R ist in fünf Kategorien eingeteilt, hätte aber gut und gern um zwei weitere Kategorien erweitert werden können. Die Kategorie „System“ wäre damit übersichtlicher geworden. So muss man sich in dieser Kategorie durch 16 Einstellungsebenen kämpfen, was alles andere als anwenderfreundlich ist. Gut hingegen ist, dass man in einer Einstellungsebene immer genau weiß, wo man sich gerade befindet, da sie in der Tiefe spaltenweise angezeigt wird. Nicht anzuwendende Punkte sind ausgegraut und damit hinreichend gekennzeichnet.

Übersichtliches OSD-Menü, aber teilweise mit zu vielen Unterpunkten
Übersichtliches OSD-Menü, aber teilweise mit zu vielen Unterpunkten

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich und bieten nahezu alles, was das Herz begehrt. Die meisten grundlegenden Einstellungen wie zum Beispiel Helligkeit und Kontrast benötigen natürlich keine Erklärung. Zusätzlich verfügt der BenQ EX3203R allerdings noch über einige Features, die viele Monitore nicht bieten. Diese werden nachfolgend erklärt.

PiP/PbP

Unter der Kategorie „Anzeige“ ist die Einstellungsebene für PiP (Bild in Bild) und PbP (Bild bei Bild) zu finden. Diese Funktion bietet sich bei einem 32-Zoll-Display natürlich an.

Die Umsetzung des Bild-in-Bild-Modus und der Umfang der Einstellungsmöglichkeiten sind gut. So ist es möglich, die Größe des Fensters im PiP-Modus aus „Groß“, „Mittel“ oder „Klein“ auszuwählen und die Position in einer der vier Ecken des Panels anzuzeigen. Der Nutzen beschränkt sich jedoch auf das Schauen von Videos, da die Schrift von Dokumenten selbst bei dem größten Fenster zu klein ist.

Picture in Picture – großes Bild
Picture in Picture – großes Bild
Picture in Picture – mittleres Bild
Picture in Picture – mittleres Bild
Picture in Picture – kleines Bild
Picture in Picture – kleines Bild
Picture by Picture
Picture by Picture

Bei der Bild-bei-Bild-Funktion werden Haupt- und Sekundärquelle nebeneinander angezeigt und teilen sich die Breite des Displays zur Hälfte. Auch vertikal nimmt die Höhe der Quellen die Hälfte des verfügbaren Platzes ein, sodass jeweils eine Auflösung von 1280 × 720 Pixel angezeigt wird und der Aspect-Ratio 16:9 entspricht. Einstellungstechnisch lassen sich hier lediglich die Quellen an ihrem Platz gegeneinander tauschen.

Color-Vibrance

Diese Einstellungsebene hebt oder senkt die allgemeine Farbsättigung abseits der RGB-Regler.

Super-Auflösung

Laut Handbuch wird die Pixeldichte von niedrig auflösenden Bildern erhöht, um hochauflösende Bilder zu simulieren. Wir konnten hier einen guten Effekt bei Filmen mit einer Full-HD-Auflösung erkennen, da hier tatsächlich eine Verschärfung des Bildes stattfindet.

Verbesserte Details bei Super-Auflösung „Stufe 1“
Verbesserte Details bei Super-Auflösung „Stufe 1“
Unscharfe Details bei Super-Auflösung „Aus“
Unscharfe Details bei Super-Auflösung „Aus“

11 KOMMENTARE

  1. Da ich auch vor der Frage mit dem „Lichtmesser“ und warum der zusätzlich eingeschaltet werden muss stand:

    Das ist nur die Option für das Symbol unten, damit man mitbekommt, wenn er regelt. Wenn man diese Einblendung (Das Auge-Symbol) nicht haben möchte – und im Alltag ist das deutlich weniger störend – deaktiviert man den Light Meter einfach. Bright Intelligence Plus funktioniert danach immer noch wie gewohnt und gewünscht, nur die Meldung bei einer Änderung verschwindet.

    Quelle: Benq selbst

    https://www.benq.eu/en-mt/support/downloads-faq/faq/product/application/monitor-faq-k-00031.html

  2. Das mit der Schrift habe ich auch erlebt. Die Anpassung der Schriftgröße in den Anzeigeeinstellungen auf 115% hat die Sache abgemildert. Interessant war auch, dass die Schrift im Monitortest von EIZO gestochen scharf dargestellt wird.

  3. “ Die Oberfläche ist poliertem Chrom nachempfunden und wirkt verblüffend echt.“ – das liegt daran, dass die Oberfläche verchromt /ist/. Plastik kann man nämlich schon seit vielen Jahrzehnten verchromen.

  4. Toller Test !!
    Ich hatte den Monitor auch direkt nach Release für günstige 430€ da.
    Nach anfänglicher Begeisterung kam aber die Ernüchterung.
    Mit der generellen Bildqualität war ich für den Preis sehr zufrieden.
    Leider eignete sich der Monitor aufgrund des sehr trägen Panels bei dunklen Farben bzw Graustufen nicht für schnelle Spiele. Gerade in Spielen wie Rainbow Six Siege ist mir sehr störendes Ghosting aufgefallen.
    Sämtliche Overdrive-einstellung haben nicht geholfen dieses Problem zu einzugrenzen.
    Da ist selbst mein alter Benq bl3200pt besser.

    Deshalb hab ich den Monitor wieder zurückgeschickt.
    Nun besitze ich den Viewsonic xg3240c der in diesen Punkt wesentlich besser dasteht. Leider aber nur bei deaktivierten Freesync da der Monitor den Overdrive mit aktivierten Freesync deutlich drosselt um so bei geringeren Bildwiederholfrequenz Overshot und inverse Ghosting zu minimieren.

    Mich würde nun wirklich interessieren ob dies ein generellen Problem in Kombination mit Freesync ist?
    Leider hatte ich das beim ex3203r vergessen zu testen wie dieser sich ohne freesync verhält.

  5. Danke für den tollen Test!

    Ich besitze den Bildschirm und mir ist aufgefallen, dass bei der Freesync-Einstellung „Premium“ eine Farbtiefe von 10 BPC in den Radeon Einstellungen auswählbar ist. Ist die Freesync-Einstellung „Standard“ ausgewählt, stehen maximal 8 BPC zur Auswahl.

    Dürfte ich noch fragen, wie ihr es mit der Schärfe des Bildschirms seht? Ich habe diverse Einstellungen ausprobiert, aber der Text ist mir immer entweder zu scharf oder zu verschwommen. Hattet ihr dieses Problem auch?

    • Hallo Fred,
      ich hatte kein Problem bei der Schärfe. Die Windows-Einstellungen (Anzeigeeinstellungen -> Größe von Text, Apps und anderen Elementen) sind bei Dir aber auf den empfohlenen Einstellungen?
      Die Schärfeeinstellungen im OSD hatten bei mir keinerlei Auswirkungen und die Einstellungsebene „Superauflösung“ hatte bei mir nur an HDMI bei Full-HD Auswirkungen. Schau doch nochmal ob Dir evtl. im System etwas auffällt!
      Ansonsten wüsste ich jetzt keinen Rat.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver

        Bitte entschuldige die späte Antwort.

        Ich habe die Textgrösse in den erweiterten Einstellungen auf 110% gesetzt, da sie mir so am besten passt. Von der Schärfe her hatte dies aber keinen Einfluss. Ich bin allenfalls einfach daran gewöhnt, eine höhere Pixeldichte zu haben (27″ mit QHD). Die Schärfeeinstellung im OSD hat bei mir aber merklichen Einfluss auf den Text. Cleartype ist übrigens natürlich auch an und konfiguriert.

        Ich wollte noch fragen, ob Du denkst, dass die Freesync-Einstellung „Premium“ tatsächlich etwas mit der Farbtiefe zu tun haben könnte, oder ob es sich da nur um einen Bug in der Firmware handelt…?

        Gruss
        Fred

        • Es wäre freundlich wenn Du zumindest die identisch falsche Mailadresse angeben würdest, dann müssen deine Beiträge nicht immer manuell freigeschaltet werden!

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