Test BenQ EX3203R – Allrounder auf hohem Niveau
8/8

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Bewertung

ab 479,00 €
4

(GUT)

Fazit

Rein äußerlich ist der BenQ EX3203R ein wahrer Leckerbissen und könnte auch in einem modernen Wohnzimmer seinen Platz finden. Ergonomisch bietet der Monitor eine Höhenverstellung und die Möglichkeit das Display zu neigen. Das OSD-Menü und der Helligkeitssensor bieten hier aber zusätzliche Ergonomie-Features, die nicht jeder Monitor zu bieten hat.

Für die Bildbearbeitung im sRGB-Farbraum kann der EX3203R bereits unkalibriert im sRGB-Modus für Hobbyfotografen ausreichen und leistet hier sowohl bei der Graubalance als auch bei den bunten Farben eine gute Voreinstellung. Der sRGB-Modus bietet sogar die Möglichkeit, die Leuchtdichte zu regulieren, was eher selten auf Geräte im Consumer-Bereich zutrifft. Hier sollte auch die befriedigende Bewertung der Helligkeitsverteilung und der Farbreinheit für die Bearbeitung der Urlaubsbilder ausreichen.

Die DisplayHDR-400-Zertifizierung des BenQ EX3203R klingt erst mal toll und könnte für Cineasten ein möglicher Kaufgrund sein. Liest man sich allerdings auf der VESA-Website ein, so wird schnell klar, dass es sich hier um den Einstieg in die Welt der HDR-Displays handelt. Die Zahl 400 steht in diesem Fall für die Leuchtdichte, die laut Spezifikation mindestens 400 cd/m² erreichen muss. Die Erwartungshaltung des daraus resultierenden Effekts sollte man deshalb etwas nach unten schrauben. Ein echter Mehrwert stellt aber der größere Farbraum dar, der das Bild durchaus farbenfroher gestaltet. Zusätzlich unterstützt der BenQ die Wiedergabe von 24 Hz, was auch bei teureren Geräten nicht immer der Fall ist. Etwas unglücklich stellt sich das Display beim Schwarzbild an. Zwar wird ein ordentlicher Schwarzwert erreicht, doch bei seitlichem Sitzwinkel sind bei dunklen Bildinhalten zwei starke Spots an der Oberseite des Panels zu erkennen, die man nicht wegdiskutieren kann.

Spieltechnisch zeigt der BenQ EX3203R eine ordentliche Leistung. Zwar bewegt er sich rein von der Reaktionszeit nicht ganz auf dem Niveau von Top-Gaming-Displays, doch die 144 Hz Aktualisierungsrate machen das Spielen auf diesem riesigen 32-Zoll-Panel zu einem richtigen Erlebnis. Die Gesamtlatenz befindet sich auf einem guten Niveau, sodass auch schnelle Shooter einwandfrei funktionieren. Dank FreeSync erhält man zu 99 % ein fehlerloses Bild und erlebt bei einer ordentlich dimensionierten Grafikkarte, die ausreichend fps liefert, das flüssige Gameplay bei hohen Aktualisierungsraten.

Wenn man das Thema HDR nicht so hoch hängt, erhält man mit dem BenQ EX3203R einen tollen Allrounder zu einem momentanen Straßenpreis von ca. 550 €. Auch Aufgrund des ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnisses, erhält das Display von uns eine Kaufempfehlung.

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11 KOMMENTARE

  1. Da ich auch vor der Frage mit dem „Lichtmesser“ und warum der zusätzlich eingeschaltet werden muss stand:

    Das ist nur die Option für das Symbol unten, damit man mitbekommt, wenn er regelt. Wenn man diese Einblendung (Das Auge-Symbol) nicht haben möchte – und im Alltag ist das deutlich weniger störend – deaktiviert man den Light Meter einfach. Bright Intelligence Plus funktioniert danach immer noch wie gewohnt und gewünscht, nur die Meldung bei einer Änderung verschwindet.

    Quelle: Benq selbst

    https://www.benq.eu/en-mt/support/downloads-faq/faq/product/application/monitor-faq-k-00031.html

  2. Das mit der Schrift habe ich auch erlebt. Die Anpassung der Schriftgröße in den Anzeigeeinstellungen auf 115% hat die Sache abgemildert. Interessant war auch, dass die Schrift im Monitortest von EIZO gestochen scharf dargestellt wird.

  3. “ Die Oberfläche ist poliertem Chrom nachempfunden und wirkt verblüffend echt.“ – das liegt daran, dass die Oberfläche verchromt /ist/. Plastik kann man nämlich schon seit vielen Jahrzehnten verchromen.

  4. Toller Test !!
    Ich hatte den Monitor auch direkt nach Release für günstige 430€ da.
    Nach anfänglicher Begeisterung kam aber die Ernüchterung.
    Mit der generellen Bildqualität war ich für den Preis sehr zufrieden.
    Leider eignete sich der Monitor aufgrund des sehr trägen Panels bei dunklen Farben bzw Graustufen nicht für schnelle Spiele. Gerade in Spielen wie Rainbow Six Siege ist mir sehr störendes Ghosting aufgefallen.
    Sämtliche Overdrive-einstellung haben nicht geholfen dieses Problem zu einzugrenzen.
    Da ist selbst mein alter Benq bl3200pt besser.

    Deshalb hab ich den Monitor wieder zurückgeschickt.
    Nun besitze ich den Viewsonic xg3240c der in diesen Punkt wesentlich besser dasteht. Leider aber nur bei deaktivierten Freesync da der Monitor den Overdrive mit aktivierten Freesync deutlich drosselt um so bei geringeren Bildwiederholfrequenz Overshot und inverse Ghosting zu minimieren.

    Mich würde nun wirklich interessieren ob dies ein generellen Problem in Kombination mit Freesync ist?
    Leider hatte ich das beim ex3203r vergessen zu testen wie dieser sich ohne freesync verhält.

  5. Danke für den tollen Test!

    Ich besitze den Bildschirm und mir ist aufgefallen, dass bei der Freesync-Einstellung „Premium“ eine Farbtiefe von 10 BPC in den Radeon Einstellungen auswählbar ist. Ist die Freesync-Einstellung „Standard“ ausgewählt, stehen maximal 8 BPC zur Auswahl.

    Dürfte ich noch fragen, wie ihr es mit der Schärfe des Bildschirms seht? Ich habe diverse Einstellungen ausprobiert, aber der Text ist mir immer entweder zu scharf oder zu verschwommen. Hattet ihr dieses Problem auch?

    • Hallo Fred,
      ich hatte kein Problem bei der Schärfe. Die Windows-Einstellungen (Anzeigeeinstellungen -> Größe von Text, Apps und anderen Elementen) sind bei Dir aber auf den empfohlenen Einstellungen?
      Die Schärfeeinstellungen im OSD hatten bei mir keinerlei Auswirkungen und die Einstellungsebene „Superauflösung“ hatte bei mir nur an HDMI bei Full-HD Auswirkungen. Schau doch nochmal ob Dir evtl. im System etwas auffällt!
      Ansonsten wüsste ich jetzt keinen Rat.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver

        Bitte entschuldige die späte Antwort.

        Ich habe die Textgrösse in den erweiterten Einstellungen auf 110% gesetzt, da sie mir so am besten passt. Von der Schärfe her hatte dies aber keinen Einfluss. Ich bin allenfalls einfach daran gewöhnt, eine höhere Pixeldichte zu haben (27″ mit QHD). Die Schärfeeinstellung im OSD hat bei mir aber merklichen Einfluss auf den Text. Cleartype ist übrigens natürlich auch an und konfiguriert.

        Ich wollte noch fragen, ob Du denkst, dass die Freesync-Einstellung „Premium“ tatsächlich etwas mit der Farbtiefe zu tun haben könnte, oder ob es sich da nur um einen Bug in der Firmware handelt…?

        Gruss
        Fred

        • Es wäre freundlich wenn Du zumindest die identisch falsche Mailadresse angeben würdest, dann müssen deine Beiträge nicht immer manuell freigeschaltet werden!

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