Test LG 27GM950B-B: 5K-Hyper-Mini-LED mit 2304 Local-Dimming-Zonen
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RGB-Beleuchtung Hexagon Lighting

Die Hexagon-Lighting-Technologie ist eine markante RGB-Hintergrundbeleuchtung in sechseckiger Form, die sich auf der Rückseite von Premium-Gaming-Monitoren der LG-UltraGear-Serie um die Monitorhalterung positioniert. Zwar sind sechs Ecken nicht zu sehen, aber zumindest deutet „Hexagon“ dies an. Die LED-Technologie projiziert anpassbare Farbeffekte und dynamische Lichtmuster großflächig an die dahinterliegende Wand. Neben der optischen Aufwertung des Gaming-Setups dient das System gleichzeitig als dezente, augenschonende Umgebungsbeleuchtung in dunklen Räumen.

Hexagon Lighting: RGB-Beleuchtung (Bild: LG)
Hexagon Lighting: RGB-Beleuchtung (Bild: LG)

Die Einstellungen für „Hexagon Lighting“ sind im OSD unter „Allgemein“ zu finden. Es stehen die Optionen „Statisch 1 bis 4“, „Wechsel“ und „Aus“ zur Wahl.

Den statischen Werten kann jeweils ein Farbwert aus einer Farbskala (Lila, Rot, Türkis und Weiß) zugeordnet werden. Bei der Option „Wechsel“ werden verschiedene Farben hintereinander angezeigt, die jedoch nicht bestimmbar sind. Die Leuchtstärke kann nicht reguliert werden.

Tagsüber ist die RGB-Hintergrundbeleuchtung nicht sichtbar – zumindest nicht, wenn der Monitor vor einer Wand steht. Der Effekt ist bei völliger Dunkelheit am deutlichsten. Je heller der eingestellte Farbwert, desto größer der Effekt.

Bildqualität ab Werk

Entspiegelung

Der Rahmen ist matt und die Oberfläche wirksam entspiegelt – zumindest, wenn man frontal vor dem Bildschirm sitzt. Bei seitlicher Betrachtung spiegelt die Panel-Oberfläche zwar geringfügig, was jedoch zu vernachlässigen ist. Auf dunklen Bildinhalten sind helle Kleidung oder Hand- und Gesichtskonturen des Betrachters nicht wahrnehmbar.

Auflösung

Die 5K-Auflösung (5120 × 2160 Pixel, 21:9, 165 Hz) verteilt sich auf 27 Zoll und bietet somit rund 218 ppi. Die Dual-Auflösung (2560 × 1440, 21:9, 330 Hz) weist 109 ppi auf. Die Bezeichnung ppi steht für „pixel per inch“, also Pixel pro Zoll. Diese Maßeinheit beschreibt die Auflösung eines Bildes, ohne jedoch Angaben über die Ausgabegröße zu machen.

Die Schriftdarstellung kann bei Bedarf unter Windows über die Skalierung oder per ClearType noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der LG 27GM950B folgende Werte ein:

Bildmodus: Spieler 1
Helligkeit: 35
Kontrast: 70
Gamma: Modus 2
Farbtemperatur: Manuell
RGB: Nicht einsehbar
Schärfe: 50

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graubalance macht ab Werk einen guten Eindruck und wirkt vollkommen neutral. Beide Bildschirmhälften sind identisch. Die hellsten Stufen lassen sich alle differenzieren, bei den dunkelsten gelingt das bis Stufe 8.

Graustufendarstellung vom IPS-Panel des LG 27GM950B-B
Graustufendarstellung

Bei den Graustufen sind weder vor noch nach der Kalibrierung Banding-Effekte erkennbar. Insgesamt kann das Ergebnis als gut bewertet werden.

Aus dem ZOD-Prinzip („Zero Optical Distance“) selbst gelingt nicht zwangsweise eine optimale Ausleuchtung – es verkürzt nur die Bauhöhe und begrenzt das Überstrahlen zwischen Dimming-Zonen. Die Homogenität muss der Hersteller separat erarbeiten. Eine nur befriedigende Ausleuchtung widerlegt daher nicht die ZOD-Bauweise, wohl aber das Marketing-Versprechen, das üblicherweise mit ihr verbunden wird.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Getestet wurde ohne die Funktion „Local Dimming“, da es hier insbesondere um die Ausleuchtung geht und nicht um den tiefsten Schwarzwert. Zudem ist „Local Dimming“ vor allem beim Gaming oder bei HDR-Filmen sinnvoll, nicht bei Office-Arbeiten oder bei der Bildbearbeitung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung, die den Effekt gegenüber dem visuellen Eindruck überzeichnet darstellt
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung, die den Effekt gegenüber dem visuellen Eindruck überzeichnet darstellt

Die Ausleuchtung überzeugt nicht restlos und kommt über ein „Befriedigend“ nicht hinaus. Auffällig ist vor allem die rechte untere Ecke mit deutlichen Randeinstrahlungen und einzelnen Spots.

Dabei wirbt LG beim 27GM950B gerade mit „Zero Optical Distance“: Die 9216 Mini-LEDs sitzen praktisch direkt unter dem Panel, statt wie üblich einige Millimeter davor. Das soll nicht nur die Bauhöhe verringern, sondern auch lichtdurchlässige Stellen und Blooming um helle Objekte vor dunklem Grund reduzieren.

Unsere Langzeitbelichtung auf Schwarzbild zeichnet ein anderes Bild. Entlang der unteren Kante und besonders in der rechten unteren Ecke treten deutliche Aufhellungen auf. Dazu kommt flächiges Clouding im unteren Bilddrittel.

Das könnte auf mechanische Ursachen hindeuten, und hier zeigt sich die Kehrseite der Bauweise. Der übliche Abstand zwischen LEDs und Panel dient nämlich nach unserem Verständnis auch als Toleranzpuffer. Fällt er weg, schlagen kleinste Ungenauigkeiten bei Montage und Rahmendruck unmittelbar aufs Schwarzbild durch.

Schaltet man „Local Dimming“ auf der geringsten Stufe („Niedrig“) ein, ist das Bild perfekt einheitlich tiefschwarz.

Glow-Effekt horizontal
Glow-Effekt horizontal

Wenn man sich weiter von der zentralen Sitzposition entfernt, wird der übliche Effekt des IPS-Glows sichtbar, wobei er bei diagonalen Blickwinkeln am stärksten auffällt. Der Effekt zeigt sich durch eine leichte Einfärbung, die aber moderat ausfällt.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibrierung auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm: Helligkeitsverlauf
Helligkeitsverlauf

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 748 cd/m². Das entspricht der Herstellerangabe von 750 cd/m². Selbst in sonnendurchfluteten Räumen ist die Helligkeit ausreichend. Herunterregeln lässt sie sich auf ein Minimum von 48,7 cd/m², was für das Arbeiten in einer vollständig abgedunkelten Umgebung geeignet ist. Im HDR-Betrieb messen wir eine Maximalhelligkeit von 954 cd/m² (APL 10 %), was etwas unter der Herstellerangabe von 1000 cd/m² liegt.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen beläuft sich der Maximalkontrast bei 0 % Helligkeit auf 1218:1 und im Durchschnitt auf ausgezeichnete 1116:1. Nach der Kalibrierung messen wir 1005:1.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 % und 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.

Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 7,97 % und einer maximalen Helligkeitsabweichung von 16,56 % wird in beiden Fällen ein befriedigendes Ergebnis erzielt. Die Farbreinheit erzielt ebenfalls ein befriedigendes Resultat. Das maximale Delta C liegt bei 3,48 und das durchschnittliche Delta C bei 1,92.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des LG 27GM950B
Coating des LG 27GM950B
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf der Bildschirmoberfläche: Der LG 27GM950B besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopischen Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne Monitore typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des LG 27GM950B bei horizontalem Blickwinkel von ±60 Grad.

Blickwinkel-Eigenschaften
Blickwinkel-Eigenschaften

Dank des verbauten IPS-Panels bleiben die Farben selbst bei sehr weiten Blickwinkeln stabil. Sogar bei extremen Winkeln in der Vertikalen und Horizontalen ist die Bildqualität einwandfrei. Insgesamt sind die Blickwinkel äußerst stabil. Die Blickwinkelstabilität ist als hervorragend zu werten.

Backlight (Flicker)

Die Hintergrundbeleuchtung des LG 27GM950B wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Getestet wurde bei einer Helligkeit von 0 %, 140 cd/m² (24 %) und 100 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Leuchtdichte für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.

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