Test LG 27GM950B-B: 5K-Hyper-Mini-LED mit 2304 Local-Dimming-Zonen
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Interpolation

Im OSD steht unter „Bildanpassung → Schärfe“ ein Schärferegler zur Verfügung, der auch in der nativen Auflösung wirkt. Werkseitig ist er auf den Wert 50 eingestellt und kann in 5er-Schritten von 0 bis 100 angepasst werden. Wir haben die Beurteilung sowohl über HDMI als auch über DisplayPort ermittelt. Die Schärfe in der nativen Auflösung ist wie erwartet sehr gut. Bei 3840 × 2160 ist die Schriftdarstellung ebenfalls hervorragend. Farbsäume treten nicht auf. Insgesamt ist das Ergebnis als sehr gut zu bezeichnen. Die Schärfe kann je nach Geschmack auch moderat auf 55 oder 60 erhöht werden. Werte über 60 oder unter 50 erzielen aus unserer Sicht keine Verbesserung.

Im PC-Betrieb sollte die Skalierung der Grafikkarte überlassen werden, weil sie das Bildsignal als Vollbild, im Seitenverhältnis oder im 1:1-Modus wiedergeben kann. Da wir jedoch die Möglichkeiten des LG 27GM950B testen möchten, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild ausgegeben wird. Beim Test der 1:1-Darstellung wird ein Vollbild zugespielt.

Bei von der nativen Auflösung abweichenden Eingangssignalen bietet das Gerät im OSD-Menü unter „Eingang → Seitenverhältnis“ die Einstellmöglichkeiten „Vollbild“, „Original“ und „Just Scan“. „Original“ zeigt ein seitengerechtes Bild an und ist daher die sinnvollste Einstellung. „Just Scan” sorgt für ein 1:1-Bild.

In der Regel spielt die Skalierung des Monitors nur bei der externen Zuspielung über einen Blu-ray-Player, eine Streaming-Box oder einen DVD-Player eine Rolle. Diese werden über HDMI angeschlossen, sodass das Bild korrekt dargestellt wird.

 Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph) Ja (nur HDMI) Ja
SD (4:3) Nein Ja (nur HDMI)
HD (720p) Ja (nur HDMI) Ja
HD (1080p) Ja Ja
UHD (4K) Ja Ja
PC (5:4) Ja (nur HDMI) ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja (teilweise) Ja (teilweise)
PC (16:9) Ja (teilweise nur über HDMI) ja

KI-Hochskalierung

Ein Highlight der UltraGear-evo-Monitore ist, zumindest laut LG, die integrierte KI-Upscaling-Technologie. Sie rechnet niedrig auflösende Inhalte hoch, wodurch mehr Details und Schärfe entstehen, ohne die Grafikkarte des PCs zu belasten. So zumindest die Theorie.
Im Menü stehen die Optionen „Niedrig“ und „Hoch“ zur Auswahl. Wir haben die Auflösungen 1440p, 1080p und 720p in allen möglichen Bildwiederholfrequenzen am DisplayPort getestet. Wir konnten keine Verbesserungen ausmachen. Damit nicht eine von uns vorgenommene Einstellung dafür ursächlich ist, wurde der LG 27GM950B auf die Werkseinstellung zurückgesetzt und der Test wiederholt – ohne ein anderes Ergebnis zu erzielen.

Wir konnten die AI-Funktion bereits im Test des LG 39GX950B überprüfen und nahmen, zumindest in bestimmten Konstellationen, doch sichtbare Verbesserungen wahr. Dass dies beim LG 27GM950B nicht der Fall ist, könnte an der bereits sehr feinen Pixelstruktur liegen.

Wer die Funktion nutzen will, lässt die KI-Skalierung einfach dauerhaft auf „Hoch“ aktiviert. So muss der Anwender sie nicht ständig manuell ein- oder ausschalten. Wenn der Monitor in seiner nativen Auflösung genutzt wird, bleibt die Funktion im Hintergrund inaktiv. Vielleicht greift die KI-Hochskalierung bei Anwendungsszenarien, die wir nicht getestet haben.

Farbwiedergabe

Zunächst wird die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset und – falls vorhanden – in einem vordefinierten Modus (sRGB, Adobe RGB oder DCI-P3) getestet. Anschließend wird das Testgerät mit DisplayCAL kalibriert. Falls eine Hardware-Kalibrierung möglich ist, wird der Monitor zusätzlich mit der Software des Herstellers kalibriert. Für die Auswertung der Messergebnisse wird eine eigene Software (CCalc) verwendet, als Messgerät kommt das Kolorimeter Calibrite Display Plus HL zum Einsatz.

Die Grafiken zeigen die Abdeckung in den Farbräumen sRGB und DCI-P3 – einmal im jeweiligen Modus des Monitors und nach der Software-Kalibrierung. Der jeweilige Modus sollte das größere Farbraumvolumen idealerweise entsprechend einschränken. Ein fehlender Farbumfang wird durch ein schwarzes Gitter gekennzeichnet, eine größere Abdeckung durch ein hellgraues.

Farbwiedergabe ab Werk

Graubalance

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“

Das Ergebnis fällt insgesamt hervorragend aus. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,48) und die Range (Delta-C-Range: 0,91) erzielen jeweils ein sehr gutes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,39; Delta-C-Range: 1,16) sind die Ergebnisse gut bis sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,83) erreichen eine gute Wertung. Die Maximalabweichung liegt bei 4,3 Delta E 2000 (RGB: 255 127 0). Der Gammaverlauf entspricht nicht der sRGB-Kurve und liegt im Schnitt bei 2,07. Der Weißpunkt ist mit 6792 K etwas kälter abgestimmt.

Die Helligkeit kann in allen Modi angepasst werden, was vorbildlich ist. Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 22 % gewählt werden. Viele Hersteller sperren die Helligkeitsanpassung in den vordefinierten Farbmodi.

Abdeckung des sRGB-Farbraums im sRGB-Modus, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums im sRGB-Modus, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums im sRGB-Modus, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums im sRGB-Modus, 3D-Schnitt 2

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich DCI-P3-Modus mit dem DCI-P3-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „DCI-P3“
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „DCI-P3“

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,77; Delta-C-Range: 1,09) sind die Ergebnisse gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,39) erreichen ebenfalls eine gute Wertung. Die Maximalabweichung liegt bei 3,60 Delta E 2000 (RGB: 255 0 63). Die Gammakurve verläuft linear, und der Gammawert beträgt im Schnitt 2,44 statt der erwarteten 2,6. Der Weißpunkt liegt bei 6083 K und trifft den gewünschten Wert von 6300 K nicht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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