Test LG 27QN880-B – Monitor mit innovativem Standfußkonzept
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Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim LG 27QN880 keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos – unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 40 W 34,42 W
Betrieb typisch k. A.
140 cd/m² k. A. 19,03 W
Betrieb minimal k. A. 12,96 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W < 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,5 W < 0,1 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

LG nennt im Datenblatt einen Maximalbedarf von 40 Watt. Nach unseren Messungen liegt der Wert mit 34,42 Watt sogar 14 % darunter. Der Powerbutton senkt die Leistungsaufnahme fast auf null. Die Messung schwankt bei einem Wert von unter 0,1 Watt.

Im Standby-Modus messen wir den Bedarf nur geringfügig höher. Auch hier schwankt die Messung bei einem Wert von unter 0,3 Watt. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der LG 27QN880 allerdings nicht.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 19,03 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu ausgezeichneten 1,5 cd/W.

Anschlüsse

Mit Anschlüssen ist der LG 27QN880 gut ausgestattet: einmal DisplayPort (V1.2), zweimal HDMI und einmal USB-C. Über den USB-C-Eingang wird auch der USB-Hub versorgt, der zwei USB-3.0-Downstream-Ports neben den anderen Anschlüssen bietet. Für die Weitergabe von Tonsignalen gibt es einen Audio-Ausgang (3,5-mm-Klinke).
Die Stromversorgung angeschlossener Geräte ist via USB-C mit bis zu 60 Watt möglich.

Anschlüsse des LG 27QN880-B Monitors
Anschlüsse

Bedienung

Bei der Bedienung setzt der LG 27QN880 auf das bewährte Joystick-Konzept mit nur einer Taste. Der Joystick ist etwas nach hinten versetzt und von vorn praktisch unsichtbar. Auf Wunsch kann im Betrieb eine dezente LED-Beleuchtung aktiviert werden, sodass die Taste auch im Dunkeln leicht zu finden ist. Die Bedienung mit dem Joystick-Button ist intuitiv, und durch die zentrierte Anordnung bleibt bei der Betätigung lästiges Display-Gewackel weitgehend aus.

Die Bedienung ist bei LG so gut und einfach, dass man sich fragt, wieso das nicht längst alle Hersteller so adaptiert haben.

Tasten und Bedienung des LG 27QN880-B
Tasten und Bedienung

OSD

Das OSD von LG haben wir bereits in vielen Tests gelobt. Der erste Tastendruck führt zu einer Schnellauswahl, mit der sich wichtige Einstellungen direkt aufrufen lassen. Bewegt man die Taste statt des initialen Drucks nach links oder rechts, lässt sich ferner die Lautstärke direkt regeln.

OSD: Schnell-Einstieg (Screenshot: LG-Handbuch)
OSD: Schnell-Einstieg (Screenshot: LG-Handbuch)

Da wir schon recht häufig und ausführlich über das OSD von LG berichtet haben, verzichten wir auf weitere Screenshots. Wer es ausführlicher haben möchte, wird beispielsweise im Test zum LG 27UK850-W fündig.

Bildqualität

Der Panel-Rahmen ist oben und an den seitlichen Rändern nur ca. 2 bis 3 mm breit. Wie üblich kommt hier natürlich noch einmal ein ca. 8 mm breiter Streifen an ungenutzter Display-Fläche als Rahmen dazu. Der Panel-Rahmen ist zudem matt und verursacht daher keine unerwünschten Spiegelungen. Auch das Panel ist wirksam entspiegelt. Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der Monitor folgende Werte ein, welche für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet wurden.

Bildmodus: „Anwender“
Helligkeit: 85
Kontrast: 70
Gamma: Modus2
Farbtemperatur: Benutzer
RGB: 50/50/50
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Schnell

 

Graustufen

Die Graubalance macht bereits ab Werk einen sehr guten Eindruck. Die Graustufen wirken neutral und auch in ihrer Abstufung stimmig. Die hellsten Stufen sind vollständig zu erkennen, die dunkelsten bis einschließlich Stufe 4. Auffällig ist lediglich der etwas wärmere Einschlag in den dunklen Bereichen in der Bildmitte.

Farbschimmer und Banding-Effekte sind auch in feinen Grauverläufen nicht zu beobachten. Der Verlauf von Schwarz nach Weiß unseres Testbildes wird ebenfalls überdurchschnittlich gut dargestellt. Er wirkt ebenso in der Vertikalen in den dunkleren Bereichen am Bildschirmrand recht gleichmäßig. Hier kommt es bei manchen Geräten zu Einbußen, die vor allem durch eine nicht ganz astreine Ausleuchtung verursacht werden.

Graustufendarstellung
Graustufen

Stirnrunzeln verursacht aber bereits bei den Graustufen das Thema Blickwinkelneutralität. Bei stärkeren Blickwinkeln gehen die Zeichnung bzw. die Differenzierbarkeit der einzelnen Stufen in den hellsten Bereichen gleich über mehrere Stufen hinweg verloren. Außerdem verfärben sich die helleren Stufen bläulich. Überraschend gut sieht es dagegen in den dunkleren Bereichen aus. Hier scheint die Zeichnung vollständig erhalten zu bleiben.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Eindeutige Randeinstrahlungen sind zwar nicht erkennbar, aber auf jeden Fall blickwinkelbedingte Aufhellungen in den Ecken – auch bei mittigem Betrachtungswinkel. Auffällig ist dabei, dass diese nicht gleich verteilt sind. Sie sind vor allem in der Ecke rechts unten und links oben zu sehen. Hier erkennt man auch eine rötliche Einfärbung, während die Ecken sonst eher farbneutral sind. Da die Aufhellungen in den Ecken rechts deutlich stärker auffallen, können sie eigentlich nicht ein blickwinkelbedingt sein.

Weicht man stärker von der mittigen Sitzposition ab, kommt es zu der typischen Aufhellung des gesamten Displays. Sie ist hier aber eher überdurchschnittlich stark zu beobachten. Der Bildschirm wirkt dann wie ein Spiegel.

14 KOMMENTARE

  1. Hallo Manuel,

    exzellenter Test, danke! Von allen Test über diesen Monitor, die ich im Web gefunden habe, ist dies mit Abstand der beste.
    Eine Frage hätte ich noch: du hast ein Bild angehängt „Ansicht vorn in der niedrigsten Stellung“, hier würde mich interessieren wie viele Zentimeter zwischen Tisch und untestem Rand des Monitors frei bleiben.
    Vielen Dank im Voraus,
    Bernardo

  2. Ein toller und ausführlicher Test. Danke dafür!
    Ich bin eigentlich am Schwestermodell LG 32UN880 interessiert u. habe in den Kommentaren gelesen das dieser gerade getestet wird. Wann ungefähr wird der Test denn voraussichtlich veröffentlicht?

  3. Starker Test, Danke dafür ! Handelt es sich hier vielleicht um dasselbe Panel wie beim LG 27QN600-B ? Selbe Produktreihe und Spezifikationen, aber habe dazu noch keinen Test o. Ä. gefunden. Wäre toll wenn man dazu etwas in Erfahrung bringen könnte.

  4. Guten Morgen! Da versteckt sich ein Heizkörper … Geht leider nicht anders. Eventuell könnte man das ganze auch asymmetrisch verbauen, aber auch dazu gibt LG ja nicht alle längen heraus.

    • Ah, o.k. Ja dann wird es schwierig. Dann spielt vermutlich nicht nur die Schraubenlänge, sondern auch der noch etwas längere L-Winkel eine Rolle…

        • Also die besten Abbildungen dazu findest Du in der Schnellstart-Anleitung. Vielleicht kommt für Dich ja auch die Typ B Installation in Frage. Ansonsten könntest Du die Schrauben aber auch kürzen, oder die nach Maß passende besorgen. In jedem Fall musst Du aber für die runde Klemmplatte, die Festdreh-Schraube und etwas Puffer mindestens 4 cm kalkulieren (siehe Abbildung 0, B-Type, Seite 6). Mehr kann ich dazu nicht sagen. Schau doch mal wie gut der Support bei LG funktioniert… Das ist ja auch ein Kaufkriterium.

  5. Hallo Manuel! Danke für die flinke Antworten. Das Handbuch/Schnellanleitung habe ich schon gesehen, aber keine expliziten Angaben gefunden. Aber da hier 9 cm Platten möglich sein sollten, war das so schon fast zu erwarten.

    Das wird dann wohl etwas eng – da muss ich mir was einfallen lassen. Oder auf ein Display mit herkömmlichen Stand setzen … Mit brauchbarem Ton scheint die Auswahl aber nicht ganz so groß zu sein. Der Lenovo P27h-20 wird hier wohl versagen …

    • Hallo Ronny, ja, das Handbuch lässt leider so manche Fragen offen. Das muss bei Dir aber eine sehr spezielle Konstellation sein, wenn die Länge der Schraube nach unten eine Rolle spielt. Zum Lenovo kann ich nichts sagen, da nicht getestet.

  6. Hallo Ronny,
    Handbuch und Schnellstartanleitung sind frei als Download verfügbar!
    Die Dicke der Tischplatte spielt keine Rolle, da die Schraube die Klemmfläche in jedem Fall von unten dagegen drückt. Es gibt 2 Arten der Installation: an der Außenkante des Schreibtisch und in einer Vorbohrung irgendwo im Schreibtisch.
    Wir testen gerade den LG 32UN880, der Schwenkarm müsste identisch sein. Für die Schraube musst Du mindestens 8,5 cm rechnen und für die Rückseites des L-Winkels noch etwas mehr – mindestens 9 cm. Gemessen jeweils von der Tisch-Unterkante und ohne Gewähr.

  7. Danke für den tollen Test. Gibt es irgendwo angaben, wieviel Platz die Verschraubung nach unten braucht, wenn die Tischplatte so um die 2,5 cm dick ist?

    • Hallo Ronny,
      Handbuch und Schnellstartanleitung sind frei als Download verfügbar!
      Die Dicke der Tischplatte spielt keine Rolle, da die Schraube die Klemmfläche in jedem Fall von unten dagegen drückt. Es gibt 2 Arten der Installation: an der Außenkante des Schreibtisch und in einer Vorbohrung irgendwo im Schreibtisch.
      Wir testen gerade den LG 32UN880, der Schwenkarm müsste identisch sein. Für die Schraube musst Du mindestens 8,5 cm rechnen und für die Rückseites des L-Winkels noch etwas mehr – mindestens 9 cm. Gemessen jeweils von der Tisch-Unterkante und ohne Gewähr.

      • Danke vielmals für die Unterstützung. Ich denke, dass das schon klappen wird. Zur Not könnte man die Schraub wohl tatsächlich etwas kürzen. Ich sehe auch nicht sehr viel Gelegenheit, den Monitor an einen Schreibtisch mit mehr als 5 cm zu flanschen 😉

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