Test Monitor Acer B273HLOymidh
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Subjektive Bewertung

Im Windowsbetrieb und vor allem in synthetischen Tests sind die gemessenen Schwächen in der Pixelträgheit zu beobachten. Allerdings beobachten wir diese Erscheinungen nur bei bestimmten Kontrasten und Farbwechseln. Diese muss man schon mutwillig provozieren um deutliche Schwächen sichtbar zu machen. Im Windowsbetrieb beispielsweise geht das Verschieben von Fenstern völlig schlierenfrei vonstatten. Lediglich bei ungünstigen Bedingungen wie beispielsweise einem Mauszeiger auf grauem Untergrund werden bei Bewegung sichtbare Schlieren erzeugt.

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Nachzieheffekte bei bestimmten Kontrast- oder Farbwechseln.

In Spielen oder in Videos fallen Bewegungsunschärfen dagegen fast gar nicht mehr auf. Natürlich kann der B273HLOymidh in dieser Disziplin keinesfalls mit einem TN-Panel mithalten, dafür ist die grundsätzliche Trägheit der Flüssigkeitskristalle bei diesem Paneltyp zu hoch.

Wichtig ist aber, dass die wirklich hässlichen Nachzieheffekte, die wir in synthetischen Tests provozierten, in Spielen und Filmen nicht mehr auftraten. In Anbetracht des niedrigen Inputlags haben wir den Eindruck, dass Acer aus dem Panel das bestmöglichste herausgeholt hat und können diese Leistung nur loben.

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Bild aus dem Action-Adventure-Spiel „Assassines Creed Brotherhood“.

Die gute Bildqualität des B273HLOymidh macht sich auch in Spielen bemerkbar. Besonders darstellungsfördernd sind der hohe Kontrast sowie die hervorragende Graustufendifferenzierung, durch die man auch in dunklen Szenen den Überblick behält.

Der B273HLOymidh ist damit vor allem für Gelegenheitsspieler und Konsolenzocker ein interessanter Monitor, denn er vereint einen niedrigen Inputlag mit moderater Bewegungsunschärfe und zugleich die Vorteile eines VA-Panels in Form von weiten Blickwinkeln und einer guten Bildqualität.

DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es allein um die Bildqualität von Film-Material. Auf die Videosignalverarbeitung werden wir im folgenden Abschnitt noch ausführlich eingehen.

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Bild aus dem Blu-Ray-Film „Avatar“.

Die Bilddiagonale von 27 Zoll, die native Full-HD-Auflösung und der HDMI-Anschluss machen den B273HLOymidh auch für Multimedia-Fans interessant. Und in der Tat werden diese nicht enttäuscht: Blu-Rays werden pixelgenau auf dem B273HLOymidh angezeigt und punkten bei Schärfe und Detailgenauigkeit.

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Bild aus dem DVD-Film „Inception“.

Die Bildqualität überzeugt auch in der Video- und Filmdarstellung: die Farbdarstellung erscheint sehr natürlich. Man sollte darauf achten, dass es zur Wiedergabe des vollen Tonwertumfangs (0-255) kommt, denn gerade dann kann der B273HLOymidh mit dem sehr hohen Kontrast und der guten Differenzierung von Graustufen seine Muskeln spielen lassen. Wie bei Spielen sind Nachzieheffekte für das geübte und aufmerksame Auge nur äußerst selten wie beispielsweise bei einem Bildwechsel von Hell nach Dunkel festzustellen. Der B273HLOymidh eignet sich aufgrund seiner Größe und Blickwinkel gut für DVD-Abende mit mehreren Personen.

Videosignalverarbeitung

Mit einem HDMI-Anschluss sowie der 1080p-Auflösung ist der B273HLOymidh auf den ersten Blick für die Videosignalverarbeitung optimal gerüstet. Im Handbuch des B273HLOymidh befindet sich eine sogenannte „Standard Takttabelle“, welche Aufschluss über die Videosignalverarbeitung gibt. Die meisten Auflösungen werden danach bei 60 Hertz betrieben, nur in einigen Sonderfällen kommt es zu Abweichungen. Über die Anzeige von halbbildbasiertem Material erhält der Leser der Bedienungsanleitung keine Auskünfte.

Im folgenden Procedere haben wir getestet, inwiefern sich der Acer B273HLOymidh für die Wiedergabe von externen Quellen abseits des PCs als Videoprozessor eignet.

Unterstütze Refreshsraten

Vorweg sei gesagt, dass wir in jeder zu testenden Frequenz einen sogenannten Juddertest durchführen, welcher überprüft, ob die Elektronik auch intern mit dieser Frequenz arbeitet. Ist dies nicht der Fall, kommt es unweigerlich zu Rucklern, welche der Juddertest aufdeckt.

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Mit 50 und 60 Hertz werden wichtige Frequenzen unterstützt.

Im PC-Bereich wird üblicherweise mit 60 Hertz gearbeitet. Die Annahme und ruckelfreie Wiedergabe von 50 Hertz und Vielfachen von 24 kommt der Darstellung von PAL-Materialien und Blu-Rays zugute. Neben den im Manual angegeben Frequenzen von 75 Hertz bei 1152 x 864 sowie 70 Hertz bei 1024 x 768 ist der B273HLOymidh in der Lage, in seiner nativen Auflösung neben den typischen 60 Hertz auch 50 Hertz-Material judderfrei wiederzugeben. Die Zuspielung einer BluRay in 24p wird dagegen mit einem schwarzen Bildschirm quittiert.

Deinterlacing

In unserem Test konnten wir den Acer B273HLOymidh erfolgreich mit halbbildbasiertem Material anspielen. Sowohl 576i als auch 1080i nahm er problemlos entgegen. Da ein LCD aber immer vollbildbasiert arbeitet muss ein Deinterlacer verbaut sein, der für die Umwandlung von Halb- nach Vollbildern verantwortlich ist. Weiterführende Informationen dazu bietet unsere Reportage: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

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2:2-Signale im 1080i-Format werden am B273HLOymidh nicht erkannt und per Fieldscaling hochskaliert …
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… ebenso wie 3:2 und …
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… Filmmaterial.

Bei der Wiedergabe von 576i-Material zeigt sich schon in Standbildern ein auffälliges Flackern. Aufgrund dessen ist darauf zu schließen, dass Field-Scaling verwendet wird. Auch bei der Zuspielung von 1080i-Material verhält sich der B273HLOymidh ähnlich. Eine Zuspielung von vollbildbasiertem Material ist daher in jedem Fall vorzuziehen.

Skalierung

Wichtig ist die Darstellung mit einem korrekten Seitenverhältnis. Im Videobereich liegt nur bei HD-Material ein quadratisches Pixelseitenverhältnis vor. Verfügt der Bildschirm im OSD über eine explizite „4:3“ und „16:9“ Einstellung in den Skalierungseinstellungen, stehen die Chancen gut, entsprechendes Material korrekt anzeigen zu können.

Unsere Testbildreihe basiert auf einem anamorphen Video mit Kreisen, die bei korrekter Beachtung des Seitenverhältnisses absolut rund sein müssen (zugespielt wurde per HDMI). Mit entsprechenden Einstellungen am DVD-Player können wir alle möglichen Zuspielungen simulieren.

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