Test Monitor BenQ G2411HD
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Bildschärfe

Der 24-Zöller bietet zudem eine Schärferegulierung von fünf Stufen. Folgende Bilder sollen die Bildschärfe demonstrieren:

Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Schaerfe 1
Bildschärfe 1
Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Schaerfe 2
Bildschärfe 3
Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Schaerfe 3
Bildschärfe 5

Wie an den Bildern zur erkennen ist, verändert sich die Bildschärfe nahezu gar nicht. Nur bei Stufe 1 und 2 ist eine leichte Unschärfe zu beobachten. Unsere Empfehlung liegt daher bei Stufe 3 oder 4.

Anwendungen

Mit mehr als zwei Megapixeln bietet der G2411HD eine große nutzbare Bildfläche. Musik-, Video- und Bildbearbeitungsprogramme ziehen ihren Nutzen aus dem 16:9-Format, da die obligatorischen Werkzeugleisten am Rand untergebracht werden können, ohne zuviel von der Originalansicht des Materials zu verlieren.

Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Anwendungen 2
Foto- und Bildbearbeitungsprogramme können großflächig ausgeführt werden.

Negativ dagegen wirkt sich das vorhandene Format bei der Textverarbeitung aus: Hier wünscht man sich häufig mehr Pixel in der Höhe, welche die 24-Zoll-Konkurrenz im 16:10 Format bietet.

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Die Breite des G2411HD reicht zur Darstellung zweier DinA4-Seiten.

Zwei Internetseiten in voller Breite darzustellen, ist selbst bei 1920 Horizontal-Pixeln nicht gegeben. In beiden Fenstern bildet sich unten eine Scrollleiste. Zur ergonomischen Arbeit mit mehreren Websites empfehlen wir daher eine Multi-Monitor-Lösung. Ebenfalls mehr Breite erhält man im 30-Zoll-Segment mit 2560 Pixeln.

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Darstellung zweier Websites nebeneinander.

Reaktionsverhalten

Laut Datenblatt beträgt die Reaktionszeit des im BenQ G2411HD verbauten TN-Panels 2 ms von grau-zu-grau. Dieser Wert wird durch eine Overdriveschaltung erreicht, die BenQ stets mit „AMA“ (Advanced Motion Accelerator) abkürzt. Ist diese Schaltung schlecht integriert, kann es zu einem Inputlag oder einem Koronaeffekt kommen, welcher sich bewegende Konturen nachleuchten lässt. Diese Schaltung ist im Menü des G2411HD weder regelbar noch deaktivierbar.

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Bild aus dem sehr schnellen Shooter „Quake 3“.

Das TN-Panel kann bei schnellen Shootern nicht immer überzeugen. Zwar ist die Steuerung sehr direkt, trotzdem zeigen sich leichte Schlieren, die technisch nicht nur dadurch bedingt sich, dass es sich hier um ein Hold-Type-Gerät handelt.

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Bild aus dem Action-Shooter „Crysis“.

Dafür weiß die Overdriveschaltung zu überzeugen. Sie arbeitet sehr unauffällig: Ein Koronaeffekt ist nur bei synthetischen Tests beim genauen Hinschauen sichtbar. Ebenfalls positiv ist die Bildqualität in Spielen. Der hohe Kontrast macht auch dunkle Szenen immer gut erkennbar.

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Bild aus dem Strategiespiel „Anno 1701“.

In Strategiespielen wünscht man sich häufig etwas mehr Bildhöhe. Wem das Format nicht recht ist, kann durch die Interpolationsmöglichkeiten ins Format 16:10 wechseln bzw. ein Seitenverhältnis von 4:3 anzeigen lassen.

Inputlag

Während alle Hersteller Angaben zu Reaktionszeiten ihrer Geräte machen, wird über den häufig diskutierten Inputlag geschwiegen. Ein TFT kann eine extrem niedrige Reaktionszeit haben, aber dennoch aufgrund des Inputlags für Spiele ungeeignet sein.

Der Grund dafür ist aktiviertes Overdrive, welches die Flüssigkeitskristalle durch einen Stromimpuls schneller schalten lässt. Dafür muss aber das Bild analysiert werden. Je nachdem wie lange der Monitor braucht, um das Bild zu analysieren, verzögert sich die Bilddarstellung um einige Millisekunden.

Im Stoppuhr-Test haben wir den BenQ G2411HD auf diese Verzögerung im Vergleich zu einem CRT getestet:

Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Inputlag 1
Linke Seite: BenQ G2411HD; rechte Seite: CRT. 50 % der Messungen zeigen einen Inputlag von 15-18 ms.
Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Inputlag 2
Die übrigen 50 % zeigen einen Lag von 0 ms.

Die Messergebnisse spiegeln unseren vorigen Eindruck wider: Die Overdriveschaltung scheint korrekt implementiert zu sein und erzeugt nur einen kleinen Inputlag. 50 % der Messungen zeigten einen Lag von ca. 16 ms (ca. 1 Frame), 0 ms waren es in allen anderen Fällen. Damit erreicht der G2411HD eine Durchschnittsverzögerung von 8 ms.

Dieser Wert ist zwar noch recht klein, kann sich bei Hardcore-Gamern aber bemerkbar machen, zumal eine leichte Unschärfe auftritt. Während wir den G2411HD einem professionellen Spieler nicht empfehlen, dürften Gelegenheitsspieler mit dem Gebotenen aber auf ihre Kosten kommen.

DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es allein um den Rechner als Zuspieler. Die Zuspielung externer Videoquellen wird in einem späteren Abschnitt behandelt.

Der BenQ G2411HD akzeptiert HDCP-verschlüsselte Signale neben dem HDMI-Port auch am DVI-Anschluss. Der Wiedergabe von Blu-ray- oder HD-DVD-Inhalten über den Rechner steht also nichts im Wege.

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DVD-Film „Keinohrhasen“

Bei der Wiedergabequalität spielen natürlich auch andere Faktoren wie die Signalverarbeitung oder die Qualität des Zuspielers mit. So muss beispielsweise eine 576i50-PAL-DVD in die Zielauflösung und -frequenz des Monitors umgewandelt werden. In diesem Abschnitt soll aber nur auf die Bildqualität an sich eingegangen werden.

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DVD-Film „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“.

Die Bildqualität bei Filmwiedergabe untermauert unsere Eindrücke aus den Spieletests: Das Fehlen von Lichthöfen, ein guter Schwarzwert und hoher Kontrast sorgen für eine sehr gute Filmdarstellung. Die Schlierenbildung fällt bei der Video-Wiedergabe kaum auf und beeinträchtigt das Filmerlebnis nicht. Abstriche müssen dagegen bei den Blickwinkeln gemacht werden, die einen DVD-Abend mit mehr als drei Zuschauern zunichte machen.

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DVD-Serie: „Two and a Half Man: Mein cooler Onkel Charlie“.

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