Test Monitor BenQ G2411HD
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Anschlüsse

Der G2411HD bietet dem Benutzer zur Verbindung mit Video-Quellen jeweils einen digitalen HDMI- und DVI-Eingang sowie einen analogen VGA-Eingang. Damit können nicht nur PCs, sondern auch digitale Peripheriegeräte wie DVD-Player (mit HDMI-Ausgang), Bluray-Player oder Spielekonsolen zum Einsatz kommen. Links neben dem Fuß befindet sich ein Kaltgeräteeingang zur Stromversorgung des integrierten Netzteils.

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Anschlüsse: HDMI, DVI und D-Sub. Bild rechts der 3,5 mm Klinkenstecker.

Das Audiosignal, beispielsweise der Soundkarte, lässt sich über einen 3,5 mm Klinkenausgang an der Seite des Gehäuses durchschleifen, wobei der gewählte Ort unserer Meinung nach nicht die optimale Wahl ist. Ist das Kabel bei dauerhafter Benutzung fest installiert, nimmt es sich optisch weniger ansehnlich aus, als wenn es neben den übrigen Anschlüssen eingeklinkt wäre.

Bedienung

Anhand von sechs Tasten in der rechten unteren Ecke des Displayrahmens erfolgt die Bedienung des G2411HD. Die Beschriftung ist bei Tag oder ausreichender Beleuchtung noch gut zu lesen. Bei dunklerer Umgebung bekommt man hier aber schnell Schwierigkeiten. Die dezent unterhalb ihrer Beschriftung versteckten Tasten haben insgesamt einen guten Druckpunkt, wirken aber wegen des leichten Plastiks nicht sehr hochwertig. Dennoch reihen sie sich optisch gut in das schlichte Gesamtkonzept ein.

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Die Beschriftung der Tasten in der rechten unteren Ecke.

Die Ergonomie beim Bedienen der Tasten ist nur mäßig, da sie sich in Relation zur Tischplatte auf niedrigem Niveau befinden und sich daher nur schlecht ein Gegendruck aufbauen lässt.

Über die Enter-Taste neben der On/Off-Taste wird direkt die Bildquelle gewählt. Ein Druck auf die rechte Pfeiltaste ermöglicht den Zugriff auf ein separates Menü, in welchem Helligkeit und Kontrast verändert werden können. Mit Druck auf die linke Pfeiltaste dagegen ist der Schnellwechsel zwischen den angebotenen Bildmodi machbar. Versorgt man den Monitor über den analogen VGA-Eingang mit Daten, wird beim Drücken der Auto-Taste das Bild automatisch optimiert.

Die Menü-Taste ermöglicht den Zugriff auf das eigentliche Menü des G2411HD.

OSD

Das Menü ist in die fünf Untermenüs Display, Picture, Picture Advanced, Audio und System unterteilt, die nun näher beschrieben werden:

Anzeige

Da das Bild bei digitalem Signal in dieser Hinsicht nicht verändert werden kann, sind die Funktionen nur bei analogem Signal (D-Sub VGA) auswählbar. Wie schon durch die Auto-Direkttaste kann man das Bild automatisch optimieren lassen, zudem lässt sich das Bild manuell in horizontaler und vertikaler Richtung verschieben. Takt und Phase können ebenfalls angepasst werden.

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Bild

In diesem Untermenü befinden sich die wichtigsten Einstellungen in Bezug auf die Bilddarstellung. Während Helligkeit und Kontrast auch per Schnellwahlknopf ausgewählt werden können, sind hier zusätzlich der Schärfegrad, die Farbeinstellungen und der dynamische Kontrast regelbar.

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Verschiedene Farbprofile bekommt der User unter dem Punkt Farbe zur Auswahl gestellt. Unter Benutzer können die RGB-Werte manuell verändert und nach eigenem Belieben angepasst werden.

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Picture Advanced

Diesem Punkt ermöglicht dem Anwender, zwischen den fünf Bildmodi Standard, Film, Dynamic, Foto und sRGB zu wählen. Die auf der Front des Displays beworbene Senseye-Funktion ermöglicht es, den Unterschied zwischen Standardmodus und dem gewählten Modus via Splitscreen sichtbar zu machen. Unter Anzeigemodus passt der Anwender das Interpolationsverhalten auf seine Bedürfnisse an.

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Wird der Monitor nicht im 16:9-Format gespeist, können hier die seitengerechte Darstellung und ein Overscan aktiviert werden. Mehr dazu im Skalierungs-Menü.

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Audio

Zugriff auf das Audio-Menü erhält man nur bei Zuspielung über HDMI. Dabei kann hier die Lautstärke auf einer Skala von 0 bis 100 angepasst oder stummgeschaltet werden.

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System

Ermöglicht wird hier die Auswahl der Bildquelle, das Ein- bzw. Ausschalten der Kommunikation des Bildschirms mit dem PC über DDC/CI und die Abfrage von Bildquelleninformationen. Außerdem kann man den Bildschirm auf die Werkseinstellung zurücksetzen und OSD-Einstellungen vornehmen.

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Bei den OSD-Einstellungen kann zwischen acht Sprachen gewählt, Lage und Anzeigezeit des OSDs angepasst sowie eine OSD-Sperre aktiviert werden.

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Bildqualität

Der erste Eindruck der Bildqualität war beim G2411HD trotz TN-Panel sehr gut. Schon beim Start des Betriebssystems zeigten sich an den Rändern keinerlei Lichthöfe. Das Bild war in der Werkseinstellung zwar recht hell, wirkte aber sehr ausgeglichen, kontrastreich und stabil.

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Das Testbild zeigt den Graustufenverlauf.

Das verwendete TN-Panel gibt Farbverläufe mit leichten Stufen wieder. Manche Grautöne weisen ein schwaches Jeansmuster auf, welches durch Dithering zustande kommt, mit dem der Monitor mit einer Sechs-Bit-Farbtiefe versucht, die acht Bit des Signals zu simulieren. In der Graustufendarstellung schlägt sich der G2411HD gut: Bis auf die zwei hellsten und die drei dunkelsten Werte kann er alle Werte differenziert darstellen.

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Mittels entsprechender Testbilder wird die Differenzierung heller und dunkler Graustufen geprüft.

Den guten Ersteindruck bestätigen auch die Messwerte: In der Werkseinstellung erreicht der Monitor einen gemessenen Kontrast von 943:1. Damit wird die Herstellerangabe nicht ganz erreicht, von einem schlechten Ergebnis sind wir aber noch weit entfernt. Nach der Kalibrierung steigt der Wert auf 991:1, was gerade für ein TN-Panel ein sehr gutes Ergebnis darstellt.

Die dynamische Kontrastangabe von 40.000:1 ist ein vom Hersteller gemessener Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren.

Auch die Bildhomogenität kann sich sehen lassen. Wie angesprochen sind keinerlei Lichthöfe zu erkennen, was sich insbesondere bei der Wiedergabe dunkler Videoszenen positiv bemerkbar macht. Die Ausleuchtung unterliegt jedoch einer gewissen Serienstreuung, sodass es selbst unter Geräten gleicher Serie zu erheblichen Abweichungen kommen kann.

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Benq G2411hd Monitor Benq G2411hd Ausleuchtung Schwarz
Ausleuchtung bei Grau und bei Schwarz

Die maximale Bildhelligkeit gibt der Hersteller mit 300 cd/m² an. Diesen Wert konnten wir in unserem Helligkeitstest ebenfalls nicht nachvollziehen. Der von uns erreichte Maximalwert von 245 cd/m² ist dennoch in normalen Arbeitsumgebungen vollkommen ausreichend. Im Auslieferungszustand hat der G2411HD eine Helligkeit von 218 cd/m².

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m² 245 cd/m²
k.A. 218 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 51 cd/m²

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