Test LG 32GK850G-B – Gaming vom Feinsten
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Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wird über den PC zugespielt, gibt es durch die Verwendung einer guten Videoplayer-Software ausreichende Einstellmöglichkeiten, um die fehlende Flexibilität des Monitors zu kompensieren. Anders sieht es jedoch bei externer Zuspielung aus. Ein Blu-ray-Player oder auch eine Spielekonsole bietet nicht den Funktionsumfang eines PCs. Es kommt folglich auch auf den Monitor an und welche Skalierungsoptionen verfügbar sind.

 Signal Unverzerrte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph) Ja
SD (4:3) Nein
HD (720p) Ja (auch pixelgenau)
HD (1080p) Ja (auch pixelgenau)

Bei externer Zuspielung stehen beim LG 32GK850G-B dieselben Seitenverhältnis-Einstellungen zur Verfügung wie im PC-Betrieb: „Vollbild“, „Original“ und „1:1“. Damit können Film- und Videomaterial, die in einem 16:9-Format vorliegen, unverzerrt und ab 720p auch pixelgenau zur Anzeige gebracht werden.

TFT-Monitore arbeiten üblicherweise mit 60 Hz. Um DVD-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können, sollte jedoch eine 50-Hz-Unterstützung vorhanden sein. Inhalte auf Blu-ray-Disc wiederum werden mit 24 Hz (oder einem Vielfachen davon) judderfrei wiedergegeben. Der LG 32GK850G-B unterstützt eine 50-Hz-Wiedergabe, weshalb sich DVD-Medien ruckelfrei wiedergeben lassen. Eine 24-Hz-Unterstützung bietet der Monitor nicht.

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen. Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Der LG 32GK850 bringt zwar ein halbbildbasiertes Signal zur Anzeige, dies wird aber nur durch einfaches Fieldscaling auf Panel-Auflösung erreicht und ist entsprechend verlustbehaftet. Außerdem erfolgt die Anzeige sehr zittrig. Daher sollten dem LG 32GK850G-B Vollbilder zugespielt werden.

Overscan

Eine Overscan-Einstellung steht im OSD des LG 32GK850 nicht zur Verfügung.

Unterstützte Farbmodelle und Signallevel

Beim Signallevel-Test ist uns aufgefallen, dass der LG 32GK850 wie auch schon der 34UC89G nicht alle Schwarzstufen darstellen kann. Dennoch ist der Signallevel korrekt. Im OSD kann über den Schwarzstabilisator das Ergebnis verbessert werden, was aber zur Folge hat, dass der Kontrast darunter leidet.

Der LG 32GK850G-B kann die Balken 3 und 4 im schwarzen Bereich nicht erkennbar darstellen
Der LG 32GK850G-B kann die Balken 3 und 4 im schwarzen Bereich nicht erkennbar darstellen

Wie schon beim LG 34UC89G berichtet, kann auch der LG 32GK850G-B mit anderen Farbmodellen nichts anfangen. Sobald „YCbCr 4:2:2“ oder „YCbCr 4:4:4“ eingestellt wird, gibt es noch eine Hinweisbox. Danach verabschiedet sich der Monitor in den Ruhemodus. Blöd nur, dass nun das eingestellte Farbmodell nicht mehr geändert werden kann. Das externe Zuspielgerät muss an ein anderes Anzeigegerät angeschlossen werden, um die Einstellung wieder auf RGB zu ändern. Das ginge durchaus eleganter.

Die Wichtigkeit des abgestimmten Videolevels in der Zuspielung wird gern unterschätzt, dabei ist das ein entscheidendes Kriterium für die korrekte Darstellung. Kommt es hier zu Abstimmungsproblemen, resultiert dies entweder in einem stark reduzierten Tonwertumfang oder einem ausgewaschenen, matten Bild ohne volles Weiß und Schwarz.

Bewertung

ab 810,74 €
4.1

SEHR GUT

Fazit

Incoming! In etwa so lässt sich der Auftritt des LG 32GK850G-B als erste Emotion beschreiben. Der riesige, 32 Zoll große TFT-Monitor mit schwarzem Gehäuse und roten Akzenten ist ein beeindruckender Anblick. LG setzt beim aktuellen Modell optisch noch eine Schippe drauf und verbaut eine externe LED-Beleuchtung, „Sphere Lighting“ genannt. Statisch oder dynamisch lässt sich die Beleuchtung regeln sowie die Helligkeit verändern. Beleuchtete Hardware ist einfach cool und insbesondere bei Gamern sehr beliebt. Dass eine Hintergrundbeleuchtung auch noch einen praktischen Nutzen für die Augen hat, ist ein netter Nebeneffekt.

Die Optik allein gewinnt noch keine begeisterten Kunden. Doch beim LG 32GK850G-B überzeugen auch die inneren Werte. Das 31,5 Zoll große, flache VA-Panel hat ein Seitenverhältnis von 16:9 und löst mit 2560 x 1440 Pixel auf. Als Hintergrundbeleuchtung kommt ein White-LED-Backlight zum Einsatz. Der extrem hohe Kontrast von durchschnittlich 3400:1 ist dem geringen Schwarzpunkt geschuldet. Hier spielt das VA-Panel eine seiner Stärken voll aus. Anders als bei IPS gibt es auch keine Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel. Dunkle Bereiche bleiben dunkel, ganz egal wie groß der Blickwinkel auch wird. Subjektiv ist das ein spürbarer Mehrwert.

Der LG 32GK850G-B ist ganz klar für Gamer gemacht. Es werden zahlreiche Funktionen geboten: G-Sync-Unterstützung, 144 Hz mit Overclocking bis 165 Hz, eine vierstufige Pixelbeschleunigung, fürs Gaming optimierte Bildmodi sowie spezielle Gaming-Funktionen wie Schwarzstabilisator und Fadenkreuz-Anzeige. All das lässt Spielerherzen höherschlagen, und wir können zweifellos sagen, dass es sich hierbei nicht nur um schön klingende Daten handelt.

Die Performance des LG 32GK850G-B ist absolut überzeugend, zumal der Hersteller bei diesem Modell nachgebessert hat und sich 165 Hz mit der höchsten Pixelbeschleunigungsstufe nun kombinieren lassen. Außerdem hat LG eine perfekte Abstimmung bei maximaler Pixelbeschleunigung gefunden, da so gut wie keine Kompromisse zulasten der Bildqualität eingegangen werden müssen. Durchaus nicht selbstverständlich, denn oft erleben wir, dass damit unschöne Nebeneffekte wie starkes Ghosting oder Korona-Effekte (leuchtende Objektkanten) verbunden sind. Ein akzeptabler Input-Lag und ein extrem schneller Grau-zu-Grau Wechsel von nur 3 ms können überzeugen. Doch auch der viel aussagekräftigere Color-to-Color-Wechsel ist mit 5,8 ms äußerst flott. LG hat beim 32GK850G-B eben nichts dem Zufall überlassen.

Mit Augenmerk auf die Funktionen, die von einem Gaming-Monitor erwartet und gefordert werden, kann der LG-Bildschirm vollumfänglich überzeugen und erhält daher eine sehr gute Gesamtwertung.

Testlogo LG 32GK850G-B

 

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12 KOMMENTARE

  1. Hallo zusammen,
    ich liebäugele mit der Free-Sync Variante dieses Modells, finde aber leider bisher wenig aussagekräftiges Material. Ich wäre daher dankbar, falls Ihr mir die Entscheidung erleichtern könntet.
    Grüße

  2. > Gut das ich hier gelesen habe. Kein Schärferegler = KO Kriterium, egal wie alle anderen ergebnisse sind.
    Schade.
    Hatte ihn schon im Warenkorb. Hat man denn nur noch diese sch…gekrümmten (macht bei 30-32″ 0 Sinn) Bananenmonitore zur Auswahl?

  3. Wie siehts eigentlich mit den Rändern aus, wenn man im Desktopabstand zum Bildschirm sitzt? Unabhängig voneinander schreiben einige Nutzer, das der Rand praktisch verschwinden würde, ist dem so??

    Dann zum Coating.. ist die genauso Aggressiv wie beim HP Omen 27 ? Glitzert das Bild?

    • Wie meinst du das mit „der Rand verschwindet“? Der Rand ist mit etwa 7 mm sehr schmal und daher ideal für den Mehrschirmbetrieb. Neben dem optischen Motiv ist das der praktische Nutzen daraus.

      Beim LG 32GK850G glitzert nichts. Das Coating wird vom Hersteller mit 3H angegebenen und ist ein guter Mittelwert. Eben nicht zu aggressiv aber auch nicht zu wenig.

      • Einige Millimeter vom sichtbaren Bildrand sollen verschwinden, insbesondere beim Desktopbetrieb auffällig, siehe auch bei entsprechender Amazon Rezension. Das soll nicht nur bei einem sein, konnte das bei euch auch reproduziert werden, oder liegt da ein eindeutiger Panel-/Bildfehler vor?

        • Ich habe mir die betreffende Rezension auf Amazon durchgelesen und ich muss sagen da schließe ich nicht auf einen Defekt des Monitors sondern auf die Unwissenheit des Anwenders. Warum? Der Rezensent behauptet unter anderem der LG habe keinen Powerknopf und es ließe sich kein Profil speichern. Gamma und Farbtemperatur könne man auch nicht ändern.

          Tut mir sehr leid aber das ist völliger Blödsinn. Der LG 32GK850G hat selbstverständlich einen Powerbutton und der Spieler 1 und Spieler 2 Bildmodus lassen sich vollumfänglich individuell einstellen und der Monitor merkt sich die Einstellungen auch.

          Beim beschnittenen Bild tippe ich auf eine falsche Einstellung in den Grafikeinstellungen. Unser Testgerät hat jedenfalls kein beschnittenes Bild angezeigt.

          Der LG 32GK850G ist ein super Gamingmonitor und wie ich sehe inzwischen für einen sehr fairen Preis zu bekommen. Hätte ich nicht schon einen Acer Predator, würde ich mich vermutlich auch für den LG 32GK850G entscheiden, zumal ich nicht so ein Fan von gewölbten Displays bin 🙂

          • Super das wird mir für meine zukünftige Kaufentscheidung sehr behilflich sein, besten Dank!

  4. Ich hätte mir diesen Monitor in 27″ gewünscht. Für 32″ ist die Auflösung leider zu gering und 4K möchte ich nicht. Leider gibt es weder bei 24″ 1080p, noch bei 27″ 1440p G-Sync mit VA Panel.

    • Das ist natürlich immer Geschmackssache. Ich persönlich finde die Auflösung passend für die Größe. Insbesondere als Gamer legt man höchste Priorität auf die Performance und eine zu hohe Auflösung hat zwangsläufig negativen Einfluss auf die Performance selbst wenn man recht aktuelle Hardware im Einsatz hat.
      Manche sagen eine 4K Auflösung sei bei 27 Zoll ideal, ich persönlich finde 4K erst ab 30 Zoll sinnvoll. Ist eben Geschmackssache 🙂

      Hab auch noch nachgeschaut und tatsächlich gibt es 27 Zoller mit VA Panel und WQHD Auflösung nur mit AMD FreeSync. Wenn 31,5 Zoll noch in Ordnung für dich wären, kannst du dir den Acer Predator Z1 Z321QU mal anschauen.

  5. Der LG 32GK850F müsste doch (mal abgesehn von Freesync und dem LED-Ring) der gleiche Monitor und die Testergebnisse daher recht gut übertragbar sein, oder? Oder gibt es da anders lautende Informationen?

  6. Ich habe den LG 32GK850G nun seit ca einem Monat hier und bin ziemlich begeistert. Bildgröße und Auflösung sind für meine Anforderungen perfekt und G-Sync rundet das Ganze perfekt ab.
    Ich habe nur eine Sache die mich bei dem Monitor etwas stört, was Ihr euch ja eventuell mal anschauen könntet. Sobald man ca 2-3 Stunden gezockt hat, scheinen sich die in der Langzeitbelichtung dargestellten Lichthöfe zur Bildmitte hin „auszubreiten“ und intensiver zu werden. Ist gut auf einem komplett schwarzen Testbild auszumachen. In normalen Spielen fällt der Effekt nicht auf, bei dunklen Gruselspielen sieht man leider je nach Bildinhalt hin und wieder einen Lichthof mitten im Bild. Ich hatte mir extra noch einen Monitor bestellt gehabt, um einen Defekt bei meinem Exemplar auszuschließen. Eventuell drückt ja durch die Erwärmung des Monitors irgendwas von hinten ans Panel?

    • Dazu kann ich wenig sagen. Wenn uns diesbezüglich was aufgefallen wäre, hätten wir es erwähnt. Zumal im Test ja Spiele mit dunklen Inhalten zum Einsatz kamen. Ich weiß natürlich nicht genau wie lange der Testredakteur jetzt wirklich gespielt hat. Der ist allerdings momentan im Urlaub.

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