Test Monitor Samsung 2493HM
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MagicRotation

MagicRotation soll die Ausrichtung des Monitors erkennen und beim Wechsel vom Landschafts- in den Pivot-Modus die Ausrichtung des Bildschirminhaltes automatisch anpassen.

Die Software lässt sich im Gegensatz zu MagicTune fehlerfrei installieren und es erscheint auch ein Symbol in der Taskleiste, aber eine automatische Anpassung findet nicht statt. Man kann zwar über das Symbol per Maus die Ausrichtung anpassen, aber dieses Feature bietet auch jeder Grafikkartentreiber.

Samsung empfiehlt in den eigenen FAQs dann auch, lieber die Pivotfunktion der Grafikkarte zu verwenden und die Software nicht zu installieren.

NaturalColor

NaturalColor funktioniert auf Anhieb und soll den User bei einer manuellen Kalibration des Monitors unterstützen. Auf dem Startbildschirm werden die zwei Auswahlmöglichkeiten „Monitor Cal. & Profiling“ und „Color Preference“ angeboten, die im Folgenden näher vorgestellt werden sollen.

Samsung 2493hm Monitor 2493hm Natural Color Pro
„Monitor Cal. & Profiling“ und „Color Preference“ stehen zur Auswahl.

Der Startbildschirm von Natural Color ist übersichtlich. Links ist die Monitorkalibration auszuwählen und rechts weitere Farbanpassungen.

Zunächst zur Kalibration: Diese ist in einem Profi- und in einem Basic-Modus durchführbar. Der Unterschied liegt darin, dass die Gammaeinstellung im Basic-Modus übersprungen wird. Unser Beispiel bezieht sich auf den Profi-Modus.

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Der erste Schritt der Kalibration ist die Wahl des Monitortyps.

Als nächstes soll die Helligkeit anhand eines Graukeils, eines Beispielfotos und weniger Zeilen Text optimal eingestellt werden. Da das Fenster der Anwendung recht klein ist, ist leider auch das Motiv nicht gerade groß ausgefallen, so dass eine präzise Wahl der Helligkeit schwierig ist. Bei dieser Einstellung gibt es zudem keine Erklärung oder sonstige Hilfe für unerfahrene Anwender.

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Im zweiten Schritt soll der Benutzer die optimale Helligkeit festlegen.

Der dritte Schritt ist dafür gedacht den Kontrast des Monitors optimal einzustellen. Hier wird in drei knappen Sätzen kurz gesagt, worauf man bei der Einstellung zu achten hat und wie diese ablaufen sollte. Also erst den Kontrast maximieren, dann herunterregeln, bis die einzelnen Graustufen voneinander unterschieden werden können.

Diese Beschreibung ist durchaus ausreichend. Es fehlt zwar ein entsprechendes Muster für die fast schwarzen Grautöne, aber für den Heimanwender ist die Justieriung schnell und einfach durchführbar und liefert ein ansprechenden Ergebnis.

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Bei der Kontrasteinstellung soll man drei sehr helle Grautöne und Weiß voneinander unterscheiden können.

Der vierte Punkt ist für eine Gammaoptimierung gedacht. Die Vorgehensweise wird gut erklärt. Mit einem Abstand von mindestens 50 cm zum Monitor soll man die Schieberegler so einstellen, dass bei allen drei Bildern die gestreiften mit den einfarbigen Bereichen verschmelzen.

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Für die Gammaeinstellungen braucht man etwas Abstand zum Monitor.

Der nächste Punkt soll die Umgebungslichtverhältnisse festlegen und die Software hat dafür gleich eine ganze Reihe von Fragen auf Lager. Zunächst wir gefragt, ob man den Monitor in einem Haus oder Bürogebäude benutzt. Was diese erste Frage bewirkt, wird nicht erläutert. Der Unterschied zwischen Glühlampen und Leuchtstoffröhren ist es zumindest nicht, da dieser erst im nächsten Punkt geklärt wird.

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Die Bestimmung der Beleuchtungsverhältnisse startet mit der Wahl zwischen „Haus“ oder „Büro“.

Nun wird im Detail die Beleuchtung festgelegt: Hier gibt es die Wahl zwischen Glühbirnen, Leuchtstoffröhren mit verschiedenen Farbtemperaturen (Kaltlicht oder Warmlicht) und gewöhnlichem Tageslicht.

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Die Art der Raumbeleuchtung soll hier vom Benutzer ausgewählt werden.

Anschießend wird die Itensität der Beleuchtung angegeben, so dass diese ebenfalls in fünf Stufen ausgewählt werden kann. Illustriert wird die jeweilige Angabe der Lichtstärke in Lux durch ein abgedunkeltes bzw. aufgehelltes Musterbild.

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Die Helligkeit der Beleuchtung muss ebenfalls angegeben werden.

Damit wurden alle Einstellungen vorgenommen, die die Software zur Erstellung eines Farbprofils benötigt. Zum Abschluss liefert die Software im sechsten Schritt eine Zusammenfassung der Einstellungen und das Profil kann über einfaches Klicken auf „Save“
gespeichert werden.

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Eine Zusammenfassung zeigt noch einmal alle Einstellungen.

Color Preference

Der zweite Teil von Natural Color ist „Color Preference“. Hier besteht eine detailliertere Einstellmöglichkeit für den Gammawert. Die Gammakurven für Rot, Grün und Blau können jeweils einzeln manuell angepasst werden.

Die dargestellten Gammawerte müssen jedoch nichts mit der Realität zu tun haben, da die Software davon ausgeht, dass ein Gamma von 2,2 die Ausgangsposition darstellt, egal mit welchem Gammawert der Monitor gerade tatsächlich arbeitet.

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Erweiterte Gammaeinstellungen sind über Color Preference möglich.

Abschließend betrachte kann die beiliegende Software tatsächlich als „Magic“ bezeichnen: Die Software MagicTune zur Steuerung der OSD-Funktionen funktioniert nicht und bei MagicRotate rät selbst Samsung von einer Installation ab.

Die Einstellhilfe Natural Color verrichtet ihren Dienst wie vorgesehen und kann auch von wenig versierten Benutzern bedient werden. Eine Kalibration kann diese Software aber keinesfalls ersetzen.

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