Test MSI 273CQRXDE-QD: Gaming mit Quantum-Dots
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27 Zoll großer, gekrümmter Gaming-Monitor kann im Test in vielen Bereichen Akzente setzen und bietet eine DisplayHDR-400-Spezifizierung, einen KVM-Switch sowie eine Hardware-Kalibrierung

DisplayHDR 400

Der MSI MPG 273CQRXDE-QD unterstützt „High Dynamic Range“ (HDR) und ist DisplayHDR-400-zertifiziert. Voraussetzung dafür ist, dass der Monitor in der Lage sein muss, eine Leuchtdichte von mindestens 400 cd/m² zu erreichen. Wir haben mit DisplayHDRComplianceTests bei aktiviertem HDR die maximale Helligkeit gemessen und die Leuchtdichte, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann. Mit einer maximal erreichten Helligkeit von 542 cd/m² überschreitet der Proband die Helligkeitsmindestanforderung um satte 142 cd/m². Über einen längeren Zeitraum kann der Monitor eine Helligkeit von 510 cd/m² halten und liegt auch hier weit über der Mindestanforderung.

Neben dem über das Betriebssystem aktivierbaren HDR bietet der MSI MPG 273CQRXDE-QD mit der Option „HDCR“ obendrein einen HDR-Modus im OSD an – allerdings mit der Einschränkung, dass MPRT-Sync, Helligkeit und „Auto Brightness Control“ dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Auto Brightness Control

Der MSI MPG 273CQRXDE-QD besitzt einen Lichtsensor, der mittig am unteren Bildschirmrahmen positioniert ist. Durch Aktivieren der Funktion „Auto Brightness Control“ passt der Monitor die Hintergrundbeleuchtung automatisch an die Umgebungshelligkeit an. Das funktioniert gut, die Anpassung ist nicht zu hektisch, allerdings regelt der Proband die Helligkeit stark nach unten, wenn die Umgebungshelligkeit niedrig ist. Mit der Option „Anpassen“ kann dem entgegengewirkt werden, indem eine minimale Helligkeit eingestellt wird. Das Gerät reduziert die Hintergrundbeleuchtung dann nur noch auf minimal diesen Wert.

Ambient RGB Light

Die Funktion „Ambient RGB Light“ passt den Weißpunkt des Monitors an die aktuelle Lichtsituation an. Wenn das Umgebungslicht einen warmen Weißpunkt hat, verändert sich auch der Weißpunkt des Displays dahingehend. Wenn eine kaltweiße Lichtquelle vorhanden ist, wird der Weißpunkt des Bildschirms ebenfalls kühler. Beim MSI MPG 273CQRXDE-QD funktioniert „Ambient RGB Light“ ganz gut, solange das Umgebungslicht keinen zu warmen Weißpunkt hat. Dann nämlich kann sich der Monitor nicht so recht für einen Weißpunkt entscheiden und ändert ihn stetig, was auf Dauer nicht angenehm ist. Bei sehr kalter Beleuchtung erfolgt eine solche Anpassung allerdings nicht.

Console-Mode und „HDMI-CEC Profile Sync“

Der MSI MPG 273CQRXDE-QD unterstützt außerdem FHD bzw. WQHD bei 120 Hz, was ihn auch besonders attraktiv für den Betrieb mit Spielekonsolen macht. Mit „HDMI-CEC Profile Sync“ steht zudem eine Funktion zur Verfügung, mit der es möglich ist, den Monitor per Controller aufzuwecken.

MSI Gaming Intelligence

Mit der App „MSI Gaming Intelligence“ können alle Monitor-Einstellungen komfortabel direkt am Bildschirm vorgenommen werden. Neben der komfortablen Möglichkeit, die Display-Einstellungen zu steuern, bietet die App noch weitere Funktionen. So kann der Bildschirm in mehrere Bereiche aufgeteilt und den Bereichen bestimmte Apps zugewiesen werden. Das Anlegen eigener Profile oder Makro-Keys und das Durchführen von Firmware-Updates gehören ebenso zum Optionsangebot.

MSI Gaming Intelligence steht auf der Hersteller-Website optional zum Download bereit. Damit die App funktioniert, muss der Monitor per USB-Upstream-Kabel mit dem PC verbunden sein. Die App kann zudem sehr komfortabel mit der eigens dafür vorhandenen Taste auf der Gehäuserückseite oberhalb des Fünf-Wege-Joysticks geöffnet werden.

MSI Gaming Intelligence: App für die komfortable Steuerung des Monitors mit umfangreichen zusätzlichen Funktionen
MSI Gaming Intelligence: App für die komfortable Steuerung des Monitors mit umfangreichen zusätzlichen Funktionen

KVM-Switch

Wie alle neueren Bildschirme des Herstellers verfügt auch der MSI MPG 273CQRXDE-QD über eine Funktion, die sich „KVM“ nennt und die Optionen „Auto“, „Upstream“ und „Type C“ zur Auswahl stellt. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, mehrere Geräte mit nur einer Maus und Tastatur oder anderen Peripheriegeräten zu steuern. Wenn wir eine Tastatur und Maus als Beispiel nehmen, werden diese beiden Eingabegeräte direkt am Monitor per USB-Anschluss angeschlossen. Wenn nun beispielsweise ein Laptop per USB-C-Kabel mit dem Bildschirm verbunden und KVM auf „Type C“ eingestellt ist, kann der Laptop ohne weitere Verbindung mit der am Display angeschlossenen Tastatur und Maus gesteuert werden.

Ist ein PC oder Laptop per HDMI- oder DisplayPort mit dem MSI MPG 273CQRXDE-QD verbunden, muss der Monitor noch zusätzlich per USB-Upstream-Kabel mit dem PC oder Laptop verbunden sein. Ein Hin-und-her-Wechseln ist in diesem Fall zwar nicht mit Tastatur und Maus nötig, aber mit dem USB-Upstream-Kabel.

Bild in Bild (BiB) und Bild neben Bild (BnB)

Der MSI MPG 273CQRXDE-QD bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten bei der gleichzeitigen Anzeige von zwei unterschiedlichen Signalquellen. Bei Bild in Bild und Bild neben Bild können jeweils alle Eingangsquellen ausgewählt werden, auch USB-C. Ebenfalls in beiden Modi ist es möglich, Anzeige und Audiosignal zu wechseln.

Bei Bild in Bild stehen zusätzlich die Optionen „BiB-Größe“ mit den Auswahlmöglichkeiten „Klein“, „Mittel“ und „Groß“ sowie „Position“ mit fünf Positionen (eine davon sogar anpassbar) zur Verfügung.

Bild-in-Bild-Beispiel beim MSI MPG 273CQRXDE-QD
Bild-in-Bild-Beispiel beim MSI MPG 273CQRXDE-QD

Werden zwei Signalquellen nebeneinander angezeigt (Bild neben Bild), stehen mit Modus 1 und 2 zwei unterschiedliche Anzeigemöglichkeiten zur Auswahl.

Bild neben Bild: Modus 1
Bild neben Bild: Modus 1
Bild neben Bild: Modus 2
Bild neben Bild: Modus 2

Herausheben möchten wir, dass der MSI MPG 273CQRXDE-QD unabhängig von den Einstellungen und Kombinationen jedes Signal korrekt, also weder verzerrt noch gestaucht, zur Anzeige bringt.

Sound

Beim MSI MPG 273CQRXDE-QD sind keine Lautsprecher verbaut, aber es wird ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang zur Verfügung gestellt. Einen Lautstärkeregler oder sonstige Optionen, um auf die Tonausgabe Einfluss zu nehmen, bietet der Monitor nicht. Die über den Kopfhörerausgang ausgegebene Audioqualität liegt somit vollständig beim verwendeten Headset.

Damian Köb

... stieß 2009 zum PRAD-Team und schreibt mit anhaltender Begeisterung fundierte Monitor-Testberichte. Als Vater von zwei Kindern verbringt er seine Freizeit mit der Familie, macht Sport, spielt Computerspiele und fährt Motorrad.

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