Test Philips 499P9H – 49 Zoll Curved-Monitor zeigt Topleistung
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Overdrive 70 Hz

70 Hz, Overdrive „Aus“

Gamer können die Bildwiederholfrequenz leicht auf 70 Hz erhöhen. Einzig die leicht verbesserte Signalverzögerung von 10,2 auf 7,9 ms kann hier punkten. Die Reaktionszeiten sind aber wie gehabt ohne Overdrive noch ziemlich lahm.

Diagramm 70 Hz (Overdrive „Aus“): sehr langsame Schaltzeiten
70 Hz (Overdrive „Aus“): sehr langsame Schaltzeiten
Diagramm 70 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
70 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

70 Hz, Overdrive „Schneller“

Nomen est Omen: Schaltet man den Overdrive ein, geht es tatsächlich schneller. Bei 70 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7 ms.

Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt ordentliche 14,1 ms. Der CtC-Wert geht mit 13,2 ms ebenfalls in Ordnung. An der Neutralität der Abstimmung ändert sich praktisch nichts.

Daigramm 70 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
70 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
Daigramm 70 Hz (Overdrive „Schneller“): keine nennenswerten Überschwinger
70 Hz (Overdrive „Schneller“): keine nennenswerten Überschwinger

70 Hz, Overdrive „Am schnellsten“

Bei 70 Hz und höchster Overdrive-Stufe zeigt der Philips 499P9H, dass er unter Allround-Aspekten auch zum Spielen durchaus nutzbar ist. In der höchsten Stellung „Am schnellsten“ bei 70 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 10,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 8,5 ms. Der CtC-Wert reduziert sich auf 9,2 ms. Die Abstimmung ist weiterhin neutral, so dass der Geschwindigkeitsgewinn nicht zu Lasten der Bildqualität geht.

Diagramm 70 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): sehr schnelle Schaltzeiten
70 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 70 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): kaum Überschwinger
70 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): kaum Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 70 Hz, Overdrive "Aus"
70 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Schneller"
60 Hz, Overdrive „Schneller“
Diagramm: 70 Hz, Overdrive "Schneller"
70 Hz, Overdrive „Schneller“
Daigramm: 60 Hz, Overdrive "Am schnellsten"
60 Hz, Overdrive „Am schnellsten“
Diagramm: 70 Hz, Overdrive "Am schnellsten"
70 Hz, Overdrive „Am schnellsten“

Latenzzeit und subjektive Beurteilung

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Philips 499P9H messen wir mit 7,9 ms eine kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt 7,1 ms, insgesamt macht das respektable 15 ms.

Die Empfehlung liegt hier auf der Hand: In allen Anwendungsszenarien empfehlen wir, den Philips 499P9H möglichst mit 70 Hz zu betreiben. Außerhalb von Spielen ist die Overdrive-Stufe „Schnell“ die beste Wahl. Beim Spielen erreicht man in der höchsten Stufe kurze Reaktionszeiten, ohne große Kompromisse bei der Bildqualität eingehen zu müssen.

In Verbindung mit der Rundumsicht der extra breiten 49-Zoll-Diagonalen macht das den Philips 499P9H zu einem sehr attraktiven Allround-Monitor.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Philips 499P9H arbeitet mit „White LED“ und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Ein flackerfreies Arbeiten ist somit in allen Helligkeitsstufen möglich. Beim Philips 499P9H ist die Minimalhelligkeit allerdings mit 108 cd/m² ungewöhnlich hoch.

Daigramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Zur Audiowiedergabe hat der Philips 499P9H zwei Stereo-Lautsprecher mit je 5 Watt Ausgangsleistung integriert. Mit einer Flügelspannweite von knapp 1,2 m ist die Erzielung eines vernünftigen Stereo-Effektes auch kein Problem. Die erzielbare Lautstärke und die Klangqualität sind auf jeden Fall überdurchschnittlich und reichen nach unserer Einschätzung für viele Alltagsaufgaben bereits aus.

Im Display intrgrierte Lautsprecher mit je 5 Watt
Lautsprecher mit je 5 Watt

Tonsignale kann der Philips 499P9H an allen Eingängen für Bildsignale (DP, HDMI, USB-C) entgegennehmen und über die integrierten Lautsprecher oder den Kopfhörer-Ausgang wiedergeben.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des 499P9H angeschlossen werden. Für die Wiedergabe von Spielfilmen hat der Monitor mit 32:9 natürlich ein sehr ungewöhnliches Format. Cinemascope-Filme haben das Format 21:9.

Dank der Movie-Modi für die Bildskalierung kann man am Philips 499P9H auch bei externer Zuspielung die horizontalen schwarzen Balken entfernen lassen und solche Filme maximal bildschirmfüllend im Widescreen-Format genießen. Dabei wird dann die Display-Fläche horizontal nicht voll genutzt, sodass seitlich schwarze Balken stehen bleiben. Dank des exzellenten Schwarzwertes stören diese aber nicht.

Bei Spielen sieht es besser aus. Hier ist die spezielle Auflösung des Philips-Displays oftmals auswählbar. Dass das Spielerlebnis mit so einer großen Rundumsicht noch mal spürbar intensiver wird, liegt auf der Hand. Das haben wir zwar schon bei Geräten mit 21:9-Display bestaunt, die zusätzliche Breite beim Philips 499P9H setzt da aber noch mal gehörig nach.

Der hohe Kontrast und auch das Plus an gesättigten Farben sind bei Filmen und Spielen sehr willkommen und sorgen für eine hohe Bildqualität bei der Wiedergabe von SDR-Material. Eine 24p-Wiedergabe bietet der Philips leider nicht, sodass gelegentlich mit Mikrorucklern bei der Wiedergabe entsprechender Filme zu rechnen ist.

HDR10

Zur Wiedergabe von HDR10-Material ist der Philips 499P9H DisplayHDR-400-zertifiziert. Nach unseren Messungen kann er die Anforderungen an die Maximalhelligkeit sogar übererfüllen. Über ein „Local Dimming“ verfügt der Proband zwar nicht, doch hat er dank seines VA-Panels bereits nativ ein hohes Kontrastverhältnis.

Die Aktivierung der HDR-Funktion hat bei uns auf Anhieb problemlos funktioniert. Nach dem Umlegen des Schalters in Windows 10 schaltet auch der Monitor automatisch auf HDR um. Das dauert vergleichsweise lang, funktioniert dafür aber sehr zuverlässig.

Und was bringt DisplayHDR 400? Beim Philips 499P9H erstaunlich viel. Mit einem 1000-nit-Gerät mit 384 Zonen starkem „Local Dimming“ wie dem ASUS PA32UC kann er allerdings nicht mithalten. Der ASUS PA32UC verwendet ein IPS-Panel, allerdings mit einem sehr umfangreichen „Local Dimming“ und natürlich mit einer noch höheren Spitzenhelligkeit. Der Philips 499P9H dagegen setzt im Grunde rein auf seinen nativen Kontrast. Der ist sicher nicht so hoch wie der „künstliche“ beim ASUS PA32UC, dafür werden aber keine Halo-Effekte sichtbar, wenn eine Zone aktiv werden muss, obwohl der Bildinhalt viel kleiner ist.

Auch die Farbraum-Auslegung des Philips 499P9H hat uns in HDR-Szenen gut gefallen. Die HDR-Funktion ist nach unserer Einschätzung beim Probanden auf jeden Fall bereits ein echter Mehrwert.

15 KOMMENTARE

  1. Ich würde zum 498 oder 499 raten. Man bekommt fast 80% mehr Inhalt dargestellt als auf dem kleineren 43″ Modell, und preislich gibts kaum Unterschiede. Also wer den Platz hat, auf jeden Fall zum größeren Modell greifen.

  2. Hallo,

    der Monitor ist im Prinzip nicht schlecht, vor allem die integrierte Webcam mit Window Hello – Tauglichkeit hat mich zum Kauf überzeugt. Allerdings stimmen die Werbeaussagen von Philips auf keinster Weise.

    Der integrierte KVM-Switch ist wirklich unbrauchbar. Es ist nicht wie versprochen mit einem Click zwischen den Computern zu wechseln. Man kann nämlich nur eine Schnelltaste entweder mit dem Videoausgang oder mit dem Maus/Tastur-Wechsel belegen, d.h. um die andere Funktion zu nutzen, muss man sich wieder durch das komplizierte OSD-Menü hangeln. Als Lösung wollte ich eine Fernbedienung dazu erwerben, der Philips Support erklärte aber, diese gäbe es nur für die Internationale Version, nicht hier für den europäischen Markt. So lange Philips kein Firmware-Update herausbringt, rate ich jedem vom Kauf ab wenn er den integrierten KVM-Switch nutzen möchte.

    • Den Videoeingang wechselt man mit einer dedizierten Taste (fest vorgegeben) und den KVM kann im Menü ebenfalls auf eine dedizierte Taste legen (frei wählbar). Man muss also zwei „Klicks“ machen, das ist wirklich ein vertretbarer Aufwand. Ja, es geht einfacher – z. B. beim Dell, bei dem man einem Videoeingang einen der beiden Upstream-Ports zuweisen kann – aber dann man in irgendwelche Menüs abtauchen muss, stimmt so nicht.

  3. Guten Morgen, Sir,
    Ist es in Ihren Plänen, ihren neuen Bildschirm, den kleinen Bruder 439P9H, zu testen? Ich bin wirklich unentschlossen zwischen den beiden, aber ich kann keinen Test des 439P9H finden.
    Grüße

    • Ich würde zum 498 oder 499 raten. Man bekommt fast 80% mehr Inhalt dargestellt als auf dem kleineren 43″ Modell, und preislich gibts kaum Unterschiede. Also wer den Platz hat, auf jeden Fall zum größeren Modell greifen.

  4. hallo,
    extrem schwach nur, daß es kein vernünftig funktionierendes positionierungs- / einteilungs-tool gibt, mit dem man die fenster einfach in eine vorgebene aufteilung per maus schieben kann. smartcontrol kann das nur in einer SEHR alten version (tip vom philips customer-support) und portrait.com (hersteller des tools) haben die entwicklung mittlerweile eingestellt. problem bei der o. a. version ist, daß die tasks / fenster immer wieder ihre position „verlieren“ und komplett hochzoomen.
    weiß da jemand eine alternative – hab schon einiges angeschaut, aber nicht wirklich was passenden gefunden.
    danke
    georg

      • Habe die seit ein paar Tagen im Einsatz, sind wirklich top. Hatte davor mit DisplayFusion gearbeitet, leider nicht das stabilste Programm.

  5. Welche Grafikkarte schafft denn momentan die Auflösung für den Monitor?
    Die meisten GraKa kosten ja dann soviel wie der Monitor selber, oder sehe ich das falsch….
    Schranzel

  6. Also wir sind froh wenn wir ein Gerät getestet haben 😉 Zweimal testen wir nie. Serienstreuung kann bei einem so großen Panel schon eine Rolle spielen. Ich würde den Ergebnissen der c’t ebenfalls vertrauen, was tatsächlich für eine Serienstreuung spricht.

  7. Hi,

    ausführlicher Test der den Monitor auf meine Short-List zur Auswahl eines 32:9 Geräts gebracht hat.
    Vorgestern kam allerdings die neue c’t 9/19 raus, in der der 499P9H ebenfalls gestestet wurde. Dort wird u.a der Grauverlauf (abrupter Übergang zu schwarz), dunkle Grautöne mit starkem Rotstich, sowie eine sehr ungleichmäßge Leuchtdichteverteilung (20%-30% Abweichung) starkt bemängelt.
    Da die c’t ja normalerweise auch recht fundierte Tests durchführt, würde das Ganze auf eine grosse Serienstreuung bei Philips hindeuten.
    Konntet ihr bei prad die Ergebnisse schon auf einem zweiten Gerät verifizieren?

    //Markus

    • Wenn es wirklich eine so große Streuung gibt, dann bringen auch Tests von 10 Geräten nichts. Dann bleibt nur kaufen, prüfen und entweder behalten oder retournieren. Ich habe mir einen 498P9 als Rückläufer geholt zum vergünstigten Preis und bin sehr zufrieden, keine Pixelfehler, Helligkeitsverteilung passt, kein nennenswertes BLB und ab Werk schon sehr farbtreu.

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