Test Philips 499P9H – 49 Zoll Curved-Monitor zeigt Topleistung
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Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Aus
Helligkeit: 70
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500 K
RGB: k. A.
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: Aus
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Aus

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Aus“
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Aus“

Die Graubalance des Philips 499P9H ist bereits ab Werk gut. Die Farbtemperatur liegt mit 6800 K nur geringfügig über dem im OSD eingestellten Ziel von 6500 K. Das Gamma beträgt im Durchschnitt 2,13. Der Verlauf ist allerdings etwas buckelig.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Im sRGB-Modus bleibt die Farbtemperatur unverändert. Der Gammaverlauf wird aber einigermaßen gut an die Normkurve angepasst. Im Durchschnitt liegt das Gamma bei 2,14.

Die Graubalance ist jetzt bei der Range ebenfalls sehr gut. Auch die Abweichungen bei den Buntfarben gehen gerade noch mit einem „Sehr gut“ durchs Ziel. Für einen unkalibrierten Monitor ist das Ergebnis sehr ansprechend.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Aus
Helligkeit: 8
Kontrast: 50
Gamma eingestellt: 2,2
Gamma gemessen: 2,13
Farbtemperatur: Benutzerdefiniert
RGB: 100/94/94
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: Aus
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Aus

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der Philips 499P9H zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sogar sehr gut. Allerdings liegt die Range bei Delta C minimal über 2.0, was eigentlich zu einer Abwertung führt. Aufgrund der ansonsten erstklassigen Werte haben wir in diesem Fall darauf verzichtet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Im Durchschnitt sind die Abweichungen gut, aber die Range liegt auch hier wieder knapp über 2,0. Auf eine Abwertung haben wir auch hier wieder verzichtet.

Im Gegenzug sehen wir ein sehr gutes Ergebnis bei den Buntfarben. Auch eine Farbraumabdeckung von fast 100 % ist sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die hohen Hersteller-Angaben zur Abdeckung von Adobe RGB (91 %) und DCI-P3 (95 %) können wir in unserem Test nicht nachvollziehen. Daher treten beim Vergleich doch in ganz erheblichem Umfang Out-of-Gamut-Farben auf. Für farbkritische Arbeiten in diesen Farbräumen ist der Philips 499P9H nicht zu empfehlen.

Reaktionsverhalten

Den Philips 499P9H haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz und bei 70 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Schnell“, „Schneller“ und „Am schnellsten“. Ab Werk ist der Overdrive ausgeschaltet.

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 19,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 19,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ist mit 34,9 ms genauso wie der CtC-Wert mit 26,4 ms schon in einem kritischen Bereich. Die Werkseinstellung „Aus“ ist schon allein aufgrund des hohen CtC-Wertes auch außerhalb von Gaming-Einsätzen nicht zu empfehlen. Der Helligkeitsverlauf zeigt keine Überschwinger.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): extrem langsame Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): extrem langsame Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine nennenswerten Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine nennenswerten Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Schneller“

In der Stufe „Schneller“ bei 60 Hz werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 17 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 14,8 ms. Der CtC-Wert hat sich ebenfalls deutlich auf 13,2 ms verbessert. Die Abstimmung wirkt weiterhin neutral.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Schneller“): keine nennenswerten Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Schneller“): keine nennenswerten Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Am schnellsten“

In der höchsten Stellung „Am schnellsten“ bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 10,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt sehr schnelle 8,5 ms. Ein CtC-Wert von 9,2 ms ist ebenfalls sehr gut. Sichtbare Überschwinger beim Helligkeitsverlauf treten weiterhin nicht auf.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): sehr schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): kaum Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): kaum Überschwinger

15 KOMMENTARE

  1. Ich würde zum 498 oder 499 raten. Man bekommt fast 80% mehr Inhalt dargestellt als auf dem kleineren 43″ Modell, und preislich gibts kaum Unterschiede. Also wer den Platz hat, auf jeden Fall zum größeren Modell greifen.

  2. Hallo,

    der Monitor ist im Prinzip nicht schlecht, vor allem die integrierte Webcam mit Window Hello – Tauglichkeit hat mich zum Kauf überzeugt. Allerdings stimmen die Werbeaussagen von Philips auf keinster Weise.

    Der integrierte KVM-Switch ist wirklich unbrauchbar. Es ist nicht wie versprochen mit einem Click zwischen den Computern zu wechseln. Man kann nämlich nur eine Schnelltaste entweder mit dem Videoausgang oder mit dem Maus/Tastur-Wechsel belegen, d.h. um die andere Funktion zu nutzen, muss man sich wieder durch das komplizierte OSD-Menü hangeln. Als Lösung wollte ich eine Fernbedienung dazu erwerben, der Philips Support erklärte aber, diese gäbe es nur für die Internationale Version, nicht hier für den europäischen Markt. So lange Philips kein Firmware-Update herausbringt, rate ich jedem vom Kauf ab wenn er den integrierten KVM-Switch nutzen möchte.

    • Den Videoeingang wechselt man mit einer dedizierten Taste (fest vorgegeben) und den KVM kann im Menü ebenfalls auf eine dedizierte Taste legen (frei wählbar). Man muss also zwei „Klicks“ machen, das ist wirklich ein vertretbarer Aufwand. Ja, es geht einfacher – z. B. beim Dell, bei dem man einem Videoeingang einen der beiden Upstream-Ports zuweisen kann – aber dann man in irgendwelche Menüs abtauchen muss, stimmt so nicht.

  3. Guten Morgen, Sir,
    Ist es in Ihren Plänen, ihren neuen Bildschirm, den kleinen Bruder 439P9H, zu testen? Ich bin wirklich unentschlossen zwischen den beiden, aber ich kann keinen Test des 439P9H finden.
    Grüße

    • Ich würde zum 498 oder 499 raten. Man bekommt fast 80% mehr Inhalt dargestellt als auf dem kleineren 43″ Modell, und preislich gibts kaum Unterschiede. Also wer den Platz hat, auf jeden Fall zum größeren Modell greifen.

  4. hallo,
    extrem schwach nur, daß es kein vernünftig funktionierendes positionierungs- / einteilungs-tool gibt, mit dem man die fenster einfach in eine vorgebene aufteilung per maus schieben kann. smartcontrol kann das nur in einer SEHR alten version (tip vom philips customer-support) und portrait.com (hersteller des tools) haben die entwicklung mittlerweile eingestellt. problem bei der o. a. version ist, daß die tasks / fenster immer wieder ihre position „verlieren“ und komplett hochzoomen.
    weiß da jemand eine alternative – hab schon einiges angeschaut, aber nicht wirklich was passenden gefunden.
    danke
    georg

      • Habe die seit ein paar Tagen im Einsatz, sind wirklich top. Hatte davor mit DisplayFusion gearbeitet, leider nicht das stabilste Programm.

  5. Welche Grafikkarte schafft denn momentan die Auflösung für den Monitor?
    Die meisten GraKa kosten ja dann soviel wie der Monitor selber, oder sehe ich das falsch….
    Schranzel

  6. Also wir sind froh wenn wir ein Gerät getestet haben 😉 Zweimal testen wir nie. Serienstreuung kann bei einem so großen Panel schon eine Rolle spielen. Ich würde den Ergebnissen der c’t ebenfalls vertrauen, was tatsächlich für eine Serienstreuung spricht.

  7. Hi,

    ausführlicher Test der den Monitor auf meine Short-List zur Auswahl eines 32:9 Geräts gebracht hat.
    Vorgestern kam allerdings die neue c’t 9/19 raus, in der der 499P9H ebenfalls gestestet wurde. Dort wird u.a der Grauverlauf (abrupter Übergang zu schwarz), dunkle Grautöne mit starkem Rotstich, sowie eine sehr ungleichmäßge Leuchtdichteverteilung (20%-30% Abweichung) starkt bemängelt.
    Da die c’t ja normalerweise auch recht fundierte Tests durchführt, würde das Ganze auf eine grosse Serienstreuung bei Philips hindeuten.
    Konntet ihr bei prad die Ergebnisse schon auf einem zweiten Gerät verifizieren?

    //Markus

    • Wenn es wirklich eine so große Streuung gibt, dann bringen auch Tests von 10 Geräten nichts. Dann bleibt nur kaufen, prüfen und entweder behalten oder retournieren. Ich habe mir einen 498P9 als Rückläufer geholt zum vergünstigten Preis und bin sehr zufrieden, keine Pixelfehler, Helligkeitsverteilung passt, kein nennenswertes BLB und ab Werk schon sehr farbtreu.

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