Test Projektoren & Beamer BenQ W1000+

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Bildwandler: DLP, 6 Segmente
Auflösung (nativ): 1.920 x 1.080
Bildfrequenz [Hz]: 50 – 85
Zeilenfrequenz / Videobandbreite [kHz/MHz]: 31 – 90 / 162
Lichtquelle: Lampe
Lampenleistung [Watt]: 180
Lampenlebensdauer Normal / Eco [h]: 3000 / 4000
Helligkeit Normal / Eco [ANSI Lumen]: 2000 / –
Kontrast statisch / dynamisch [n : 1]: 3000 / –
Bildformate: 480i/p, 576i/p, 720p, 1.080i/p
Objektiv Zoom / Fokus: manuell / manuell
Projektionsverhältnis [n : 1]: 1,60 – 1,92
Projektionsabstand min / max [m]: 1,05 / 10,56
Lens Shift hor / vert: – / –
Keystone-Korrektur hor / vert [Grad]: – / ±20
Sound Mono / Stereo [Watt]: Mono, 3
Betriebsgeräusch Normal / Eco [dB]: 29 / 27
Stromverbrauch Normal / Eco / Standby / Aus [Watt]: 265 / – / <1,0 / –
Anschlüsse: 2 x HDMI, VGA, Composite, SVideo, Komponenten, Audio Eingang Cinch + Klinke / Ausgang Klinke, USB
Abmessungen B x H x T [mm]: 325 x 95 x 254
Gewicht netto [kg]: 3,4
Ausstattung: Netzkabel, VGA-Kabel, Kurzanleitung, Fernbedienung, Batterien
Garantie: 2 Jahre
Garantie Lampe: 1 Jahr, max. 2000 h

Einleitung

Der BenQ W1000+ ist der in vielen Details verbesserte Nachfolger des W1000, der im Herbst 2009 auf den Markt kam. Als Projektor für den Bereich Home Entertainment soll er vor allem Heimkino- und Multimedia-Fans mit Full-HD Auflösung, erweitertem Farbraum und 24p Filmwiedergabe begeistern.

Ein DLP-Chip mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten im 16:9-Breitbildformat erzeugt das Bild. Das 6-Segment-Farbrad und das 3D-Colormanagement sollen für eine besondere Farbqualität und Brillanz sorgen. Die 180 Watt Lampe liefert einen maximalen Lichtstrom von 2000 Lumen bei einem statischen Kontrast von 3500:1, die Lebensdauer im Eco-Modus ist mit 4000 Stunden angegeben. Ein Luftfilterwechsel ist aufgrund der filterlosen Technik nicht erforderlich.

Bei den Anschlüssen glänzt der W1000+ durch zeitgemäße Vielfalt: zwei HDMI-Eingänge nehmen digitale Daten entgegen, als analoge Eingänge stehen Buchsen für VGA, Component und S-Video bereit. Der Component-Eingang verarbeitet auch HDTV-Signale mit YPbPr. Hinzugekommen ist ein 12 Volt-Ausgang, mit dem ein Leinwandmotor gesteuert werden kann.

Für den Test wurde der BenQ W1000+ am DVI-Ausgang einer nVidia GeForce 9600GT betrieben. Die Farbmessungen wurden mit einem i1 Pro von X-Rite und HCFR Colorimeter 2.1 durchgeführt. Als Zuspieler für Blu-Ray Discs wurde ein Sony BDP-S370 am HDMI-Eingang angeschlossen.

Auf der deutschen Webseite von BenQ ist der W1000+ im Oktober 2010 noch nicht zu finden. Unser Testgerät ist als „Engineering Sample“ vom Juli 2010 gekennzeichnet, kleine Abweichungen zu Seriengeräten sind also nicht auszuschließen.

Lieferumfang

Gerade einmal 5 kg Mitnahmegewicht hat der kompakte und stabile Karton des BenQ W1000+, der mit seinem Plastiktragegriff handlich zu transportieren ist. Im Inneren des Kartons finden sich zwei ineinander gesteckte Luftkissenpolster, die den Projektor und das mitgelieferte Zubehör sicher umschließen. Der Beamer selbst ist zusätzlich noch durch eine Schaumfolientüte vor Kratzern und Feuchtigkeit geschützt.

Das Zubehör beschränkt sich auf das Minimum: neben dem obligatorischen Stromversorgungskabel ist nur noch ein VGA-Kabel dabei. Für die anderen Eingänge muss man also Kabel im Zubehörhandel nachkaufen.

Benq W1000 2 Beamer Karton
Benq W1000 2 Beamer Zubehoer
Links: Kompakter Karton; rechts: Sparsames Zubehör.

Der Karton enthält noch ein Heft mit einer mehrsprachigen Kurzanleitung, das ausführliche deutsche Benutzerhandbuch steht dagegen nur als Datei auf einer CD zur Verfügung. Auf 68 Seiten werden Anschlüsse, Aufstellung und Bedienung eingehend beschrieben. Neben dem Handbuch enthält die CD nur noch einen Acrobat Reader von 2005. Farbprofile oder Bildschirmtreiber für den PC werden nicht mitgeliefert.

Mit wenigen Handgriffen ist das Auspacken erledigt. Nachdem die mitgelieferten Batterien in der Fernbedienung stecken und das Netzkabel angeschlossen wurde, kann der Projektor eingeschaltet werden.

Optik und Design

Das Gehäuse des W1000+ ist vorne und oben in genarbtem Weiß gehalten, die Seitenflächen werden von den silbergrauen Belüftungsgittern gebildet. Mit 325 x 95 x 254 mm ist der Projektor nicht besonders klein geraten, dennoch ist er – auch mit seinem Gewicht von nur 3,4 kg – handlich und auch optisch nicht zu auffällig.

Benq W1000 2 Beamer Vorne R
Benq W1000 2 Beamer Vorne L
Ganz in Weiß und Silbergrau: der W1000+ von vorn.

Die Front wird vor allem durch die mattschwarze viereckige Einfassung des Objektivs geprägt. Daneben erkennt man die runde Öffnung für den nach vorne gerichteten IR-Sensor der Fernbedienung. Auf der Oberseite sind die Bedientasten sowie die drehbaren Einstellringe für Zoom und Fokus in einer silbergrau abgesetzten Blende untergebracht. Die Rückseite nimmt das großzügig bestückte Anschlussfeld auf, dazu noch den Lautsprecher und einen zweiten nach hinten gerichteten IR-Sensor.

Benq W1000 2 Beamer Hinten
 

Die Rückseite mit zahlreichen Anschlüssen und dem winzigen Lautsprechergrill.n Die großzügig dimensionierten Belüftungsschlitze erstrecken sich über die ganzen Seitenflächen. Das Innere des Projektors ist durch die Abdeckungen hindurch teils deutlich sichtbar.

Benq W1000 2 Beamer Belueftung Li
Benq W1000 2 Beamer Belueftung Re
Die Belüftungsschlitze links und rechts nehmen die ganze Seite ein.

Das eigenwillig gestaltete Projektorgehäuse wirkt nicht unauffällig, aber interessant. Die optische Gestaltung passt ebenso gut zum Büro oder Schulungsraum wie auch zum Wohnzimmer.

Aufstellung

Die Aufstellmöglichkeiten eines Projektors werden vor allem von seinen optischen und mechanischen Einstellmöglichkeiten bestimmt. Hier hat der W1000+ allerdings nicht viel zu bieten: optisch gibt es nur einen kleinen manuellen Zoombereich. Die mechanische Justierung beschränkt sich auf einen verstellbaren Fuß hinten rechts, und eine gut versteckte Raststütze vorne mittig. Deren Verriegelungstaste findet man erst, wenn man im Handbuch nachschlägt.

Benq W1000 2 Beamer Fuesse
Der rechte hintere Fuß ist verstellbar.

Die elektronische Keystone-Korrektur wirkt nur in der Vertikalen, sie bringt zudem die bekannten Interpolationsverluste mit sich. Wenn der Aufstellungsort nicht durch Zufall sehr gut passt, muss für eine optimale Aufstellung z.B. eine Deckenhalterung her.

Bildgröße

Die Distanztabelle zeigt, dass sich die kleinste Bildbreite von 66 Zentimetern bei einem Projektionsabstand von 1,06 Metern einstellt. In der Praxis wird dieser Wert ebenso selten genutzt werden wie die maximal mögliche Entfernung von 10,56 Metern.

Mit seinem Projektionsverhältnis von 1,6 bis 1,9 will der Projektor für eine heimkinogerechte Bilddiagonale von 100 Zoll ungefähr vier Meter von der Leinwand entfernt aufgestellt werden. Das kann in kleineren Wohnungen schon einmal etwas knapp werden. Der relativ kleine Zoombereich von 1,2:1 lässt hier auch nicht allzu viel Spielraum.

Benq W1000 2 Beamer Distanztabelle
Die Distanztabelle (Ausschnitt) erläutert die Projektionsabstände.

Das Bild kann per Setup für die Deckenprojektion gespiegelt werden. Einen Deckenmontagesatz bietet BenQ als Sonderzubehör an. Rückprojektion ist nicht vorgesehen.

Sehr hilfreich bei der Einstellung der passenden Bildgröße wären ein größerer Zoombereich und vor allem ein Lens Shift, den der W1000+ aber leider nicht hat. Insgesamt ist die Flexibilität bei der Aufstellung somit höchstens befriedigend.

Gerätesicherung

Der Projektor kann mit einem Passwort aus fünf Ziffern gesichert werden, um eine unbefugte Benutzung zu verhindern. Nach einer Fehleingabe kann beliebig oft ein anderes Passwort probiert werden. Ein vergessenes Passwort kann nur mit Hilfe eines BenQ Servicecenters wieder zurück gesetzt werden.

Als mechanische Sicherungsmöglichkeit ist lediglich das obligatorische Kensington-Schloss vorgesehen, das aber für diese Geräteklasse eigentlich zu leicht gebaut ist.

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