Test ViewSonic VP2756-4K: 4K-Grafik-Monitor mit USB-C
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Overdrive

60 Hz, Overdrive „Standard“

Bei 60 Hz und in der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 13,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 12,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 15,4 ms, und der CtC-Wert wird mit 12 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Standard“): passable Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Standard“): passable Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Standard“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Standard“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Erweitert“

Die mittlere Overdrive-Stufe wirkt fast sinnfrei. Die Schaltzeiten verbessern sich teils zwar geringfügig, der Schwarz-Weiß-Wechsel verschlechtert sich aber auf 17,2 ms. Nennenswerte Überschwinger treten nach wie vor keine auf.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Erweitert“): kaum verbesserte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Erweitert“): kaum verbesserte Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Erweitert“): winzige Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Erweitert“): winzige Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

Auch die höchste Overdrive-Stufe „Ultraschnell“ wird dem Namen nicht wirklich gerecht. Im Vergleich zum Ausgangspunkt in den Werkseinstellungen ist aber zumindest eine moderate Verbesserung zu erzielen.

In der höchsten Stellung „Ultraschnell“ bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 13,1 ms. Die deutlichste Verbesserung finden wir beim CtC-Wert, den wir jetzt mit 9,6 ms ermitteln.

Da im Gegenzug auch in der höchsten Overdrive-Stufe Überschwinger nahezu ausbleiben, kann sie ohne Bedenken für Spiele genutzt werden.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): gute Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): gute Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): minimale Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Standard"
60 Hz, Overdrive „Standard“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Erweitert"
60 Hz, Overdrive „Erweitert“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Ultraschnell"
60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Die Signalverzögerung fällt (bei „Geringe Eingangsverzögerung: Ein“) mit 6,4 ms ganz gut aus. In der Overdrive-Stufe „Ultraschnell“ werden zudem gute GtG-Reaktionszeiten erreicht – und zwar ohne die Bildqualität zu gefährden. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ermitteln wir mit 6,6 ms. Insgesamt macht das für die Latenz 13 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ViewSonic VP2756-4K arbeitet mit W-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Helligkeit für ein längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Der ViewSonic VP2756-4K ist mit integrierten Stereo-Lautsprechern ausgestattet, die mit 2 x 2 Watt bereits auf dem Papier nicht allzu viel versprechen. Das ist dann auch in der Praxis so. Ab Werk steht der Lautstärkeregler auf 50 %. Da ist von ihnen noch nicht allzu viel zu hören. Leider scheint sich das beim Heraufregeln auf 100 % kaum zu ändern. Zumindest kann man das maximal mögliche Volumen einigermaßen ungestraft durch Dröhnen etc. ausschöpfen. Über die Wiedergabe der Systemklänge und eher informativer Inhalte hinaus sollte man aber nicht allzu viel von ihnen erwarten.

Stereo-Lautsprecher mit 2 x 2 Watt auf der Rückseite
Stereo-Lautsprecher mit 2 x 2 Watt auf der Rückseite

Tonsignale können über alle Bildsignaleingänge entgegengenommen und über die integrierten Lautsprecher wiedergegeben werden. Einen Kopfhörerausgang etc. besitzt der ViewSonic VG3456 aber nicht. Bei der Nutzung externer Lautsprecher müssen daher Ton und Bild vor der Übertragung getrennt werden. Am PC ist das kein Problem. Externe Zuspieler beherrschen das in der Regel auch, sofern sie halbwegs auf der Höhe der Zeit sind.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des ViewSonic VP2756-4K angeschlossen werden. Dank der 4K-Auflösung und seines gängigen 16:9-Formates ist der Proband auch für den Unterhaltungsbereich gut geeignet. Dass das Modell seinen Schwerpunkt auf der Bildqualität hat, kommt natürlich ebenfalls positiv zum Tragen.

Der leicht erweiterte native Farbraum sorgt dabei für etwas kräftigere Farben. Für die Videobearbeitung kann das Gerät aber auch dank des sehr guten sRGB-Presets ab Werk wunderbar auf den sRGB-Farbraum getrimmt werden. Der native Kontrast ist auch im Sinne des Im-Bild-Kontrastes sehr gut und entspricht den Erwartungen an ein gutes IPS-Panel. Die bei der Ausleuchtung gezeigten Schwächen sind uns selbst beim Anschauen von Cinemascope-Filmen kaum aufgefallen. Die schwarzen Balken wirken dabei noch recht gleichmäßig. Wenn man speziell darauf achtet, fällt lediglich in den Ecken manchmal ein gewisser Kontrastverlust auf.

Erwähnenswerte Zusatz-Features wie Bild-in-Bild-Modi etc. bietet der ViewSonic VP2756-4K nicht. Die Fähigkeit zur 24p-Wiedergabe ist vorhanden und funktioniert auch am PC via DisplayPort. Um das zu erkennen, muss man zumindest im GeForce-Grafikkartentreiber aber etwas tricksen.

GeForce-Treiber
GeForce-Treiber

Die native Auflösung kann man sowohl unter den Video-Auflösungen oben (4K, 1080p, etc.) als auch unter der Rubrik „PC“ auswählen. In jedem Fall springt der Markierungsbalken nach dem Bestätigen wieder auf die Auswahl unter „PC“. Dann stehen bei der Bildwiederholfrequenz aber nur 60 und 30 Hz zur Verfügung.

Man muss erst oben 4K auswählen und dann gleich – noch vor dem Bestätigen – die Bildwiederholfrequenz ändern. Dann sind auch 23 Hz, 24 Hz, 25 Hz etc. wählbar.

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