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TESTBERICHT: LG Flatron W2261VP Teil 7


Mit einer durchschnittlichen Abweichung von 18 Prozent fällt das Ergebnis gerade noch befriedigend aus. Am besten ist das Resultat im zentralen Blickfeld, aber selbst hier beträgt die Abweichung zur Ausgangshelligkeit bereits 13 Prozent. Im linken unteren Displaybereich liegt die Abweichung sogar bei unglaublichen 34 Prozent – wir haben dieses Ergebnis mehrfach geprüft. Wirklich erstaunlich ist jedoch, dass man diese Tatsache subjektiv nicht bestätigen kann. Mithilfe eines weißen Testbildes haben wir die Helligkeitsverteilung getestet. Wolkenbildung, insbesondere im linken unteren Bereich des Displays, ist nicht zu erkennen. Subjektiv betrachtet liefert der LG W2261VP eine homogene Helligkeitsverteilung.

Trotz starker Messabweichungen wirkt die Helligkeitsverteilung des LG W2261VP homogen.

Blickwinkel

Der Hersteller LG gibt für den W2261VP einen horizontalen Blickwinkel von 170 Grad und einen vertikalen von 160 Grad an. In der Realität sind diese Werte von einem TN-Panel aber nicht zu erreichen. Jedenfalls nicht ohne deutlich sichtbare Farbverfälschungen.

Blickwinkel des LG W2261VP.

Auch der LG W2261VP macht hier keine Ausnahme. Am stabilsten ist der horizontale Blickwinkel. Je steiler der Winkel, desto dunkler und matter wird das Bild. Weiße Flächen färben sich rötlich. Mit Betrachtungswinkel von oben hellt sich das Bild auf und verliert an Kontrast. Weiße Flächen bekommen einen Blaustich. Ein Betrachtungswinkel von unten auf das Display sollte vermieden werden, denn es stellt sich sehr schnell eine Negativdarstellung ein.

Leider ist der Blickwinkel des LG W2261VP sehr empfindlich. Gut zu beobachten ist das auf weißen Flächen, da sich sehr schnell ein Rot- oder Blaustich bemerkbar macht. Dazu kommen der niedrige Standfuß und das Fehlen ergonomischer Einstellmöglichkeiten. Dieses Resultat kann nur als befriedigend gewertet werden.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den LG W2261VP bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Officebetrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 machen wir nur bei Geräten, die über einen erweiterten Farbraum verfügen. Dies ist beim LG W2261VP nicht der Fall.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut der LG W2261VP diese Farbräume abdeckt, sollen die nachfolgenden 3D-Diagramme verdeutlichen.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Gitter stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum; der bunte Würfel kennzeichnet ihre Schnittmenge. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Gitter aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Gitter aus dem Würfel heraus.

ISOcoated: 91 % Abdeckung

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