Test Alienware AW3926QW: Weltneuheit mit RGB-Stripe-Tandem-OLED
7/7

Audiovisuelle Medienwiedergabe

Das Testgerät verfügt über zwei HDMI-Schnittstellen für HD-Zuspieler. Für die folgenden Tests wurde ein Google Chromecast per HDMI-Kabel angeschlossen.

Skalierung und Bildraten

Für die Beurteilung spielen wir Bildsignale in 720p, 1080p und 2160p zu. Wählt man im OSD „Automatische Skalierung“, werden alle Formate korrekt angezeigt. Die Wiedergabe war bei 2160p und 1080p mit 60 Hz, 50 Hz, 30 Hz, 25 Hz und 24 Hz sowie bei 720 p mit 60 Hz und 50 Hz auswählbar. Hier zeigt sich der Alienware AW3926QW vorbildlich.

Farbmodelle und Signallevel

Der Alienware AW3926QW verarbeitet digitale RGB- und YCbCr-Farbmodelle. Bei Anschluss über die HDMI-Schnittstelle wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8-Bit-Präzision: 16–235) gewählt und somit der richtige Schwarzpegel angezeigt. So werden Weiß und Schwarz korrekt dargestellt, und es entsteht kein flaues Bild. Sollte es einmal nicht passen, kann das Farbformat im OSD ausgewählt werden.

Overscan

Overscan bedeutet, dass die Ränder des Bildes über die Bildschirmränder hinaus verborgen sind, und zwar so, als wäre das Bild vergrößert. Der Alienware AW3926QW bietet diese Funktionalität aber nicht an.

HDR

Der Alienware AW3926QW weist HDR-Unterstützung auf und ist nach DisplayHDR True Black 500 spezifiziert. Die HDR-Einstellungen können im OSD unter „Display → Smart HDR“ vorgenommen werden. Zusätzlich bietet er Dolby Vision, was standardmäßig aktiviert ist. Für den HDR-Betrieb stehen die Modi „Desktop“ (552 cd/m²), „Film HDR“, „Spiel HDR“, „Angepasster Farb-HDR“, „DisplayHDR True Black“ (552 cd/m²), „HDR Peak 1300“ und „HDR Peak 1300 hell“ (552 cd/m²) bereit. Der Wert in Klammern stellt den gemessenen maximalen Helligkeitswert dar (APL 10 %). Die Ergebnisse hatten in allen von uns gemessenen Modi die identischen Maximalwerte. Die in den Spezifikationen genannte HDR-Peak-Helligkeit von 1300 cd/m² wird in der Regel nur bei APL 3 % erreicht, was wir nicht überprüfen konnten.

Wer unter Windows in HDR spielen oder ein Video ansehen möchte, muss HDR unter dem Betriebssystem aktivieren und entsprechende Einstellungen vornehmen.

Der HDR-Effekt ist ansprechend, was natürlich mit dem enormen Kontrast zusammenhängt, da die OLED-Technologie ein komplettes Schwarz darstellen kann. Der Standardmodus „True Black 500“ hat uns gut gefallen. Einen echten Mehrwert der anderen zahlreichen Modi konnten wir nicht ausmachen, zumal die Darstellung sich nur marginal veränderte.

Bewertung

4.5

(SEHR GUT)

Fazit

Der weltweit erste 39 Zoll große 5K-RGB-Stripe-Tandem-OLED-Monitor ist laut Dell der Alienware AW3926QW. LG Display, bekannt dafür, dass die OLED‑Panels ein zusätzliches weißes Subpixel besitzen (WOLED), hat für die neueste Panel-Generation ein klares RGB-Design, wie wir es von IPS-Panels kennen. Dies führt zu einer besseren Schriftdarstellung. Zwar sind die Subpixel bisher nicht alle gleich groß, aber annähernd.

Gaming ist die Kerndisziplin des Alienware AW3926QW, der eine Bildwiederholfrequenz von 165 Hz bei voller nativer Ultrawide-Auflösung (5120 × 2160), 330 Hz im E-Sport-Modus und eine rasante Reaktionszeit in allen Modi aufweist. In Kombination mit der Unterstützung von NVIDIA G-Sync Compatible, AMD FreeSync Premium Pro und VESA Adaptive Sync erhält man flüssige, klare Bewegungen in jedem Genre. Die Leistung ist hervorragend.

Dell preist den AW3926QW auch für kreatives Arbeiten an. Eine Farbraumabdeckung von 99 % sRGB und DCI‑P3 ist für diesen Anwendungsbereich sicherlich hilfreich. Und obwohl die Ergebnisse bei den Farbmessungen – sowohl vor als auch nach der Kalibrierung – gut ausfallen, sind die Resultate eines QD‑OLED-Panels noch etwas besser. Die rein subjektive Farbdarstellung ist jedoch erstklassig.

Funktionen wie PiP/PbP sind sinnvoll umgesetzt, lediglich ein 16:9‑Fenster sollte besser am rechten oder linken Gehäuserand ausgerichtet werden. Dass man im PbP-Modus sogar drei Geräte kombinieren kann, ist auch für uns neu. Wie sinnvoll dies in der Praxis ausfällt, muss jeder Anwender selbst entscheiden. Die KVM-Funktion ist hervorragend gelöst worden und zählt zum Besten, was derzeit am Markt möglich ist.

Der Alienware AW3926QW wird 1.149 Euro (UVP) kosten und ab dem 8. September 2026 erhältlich sein. Wir sind beim Preis überrascht, denn ein ähnlich ausgestattetes Modell, aber mit WOLED-Panel, kostet rund 30 % mehr.

Testlogo Alienware AW3926QW

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den AW3926QW leihweise von Dell zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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