Test Alienware AW3926QW: Weltneuheit mit RGB-Stripe-Tandem-OLED
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Bildqualität ab Werk

Entspiegelung

Die Display-Oberfläche ist hochglänzend ausgeführt und zeigt deshalb eine hohe Restreflexion. Auf dunklen Bildinhalten ist daher nicht nur helle Kleidung, sondern auch Hand- und Gesichtskonturen des Betrachters deutlich erkennbar. Solange kein Licht direkt auf die Panel-Oberfläche trifft, stört dies jedoch im Arbeitsalltag wenig.

Auflösung

Die 5K-Auflösung (5120 × 2160 Pixel, 21:9, 165 Hz) verteilt sich auf 38,9 Zoll und bietet somit rund 143 ppi. Die Dual-Auflösung (2560 × 1080, 21:9, 330 Hz) weist 71,4 ppi auf. Die Bezeichnung ppi steht für „pixel per inch“, also Pixel pro Zoll. Diese Maßeinheit beschreibt die Auflösung eines Bildes, ohne jedoch Angaben über die Ausgabegröße zu machen.

Die Schriftdarstellung kann bei Bedarf unter Windows über die Skalierung oder per ClearType noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der Alienware AW3926QW folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 75
Kontrast: 75
Gamma: Nicht auswählbar
Farbtemperatur: Nicht einsehbar
RGB: Nicht einsehbar
Schärfe: 50

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Bereits im subjektiven Graustufen-Test wird die Qualität sichtbar: Die Darstellung wirkt neutral und über die gesamte Fläche hinweg vollkommen homogen. Sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Tonwerte werden sauber differenziert. Bei deutlichen Abweichungen vom idealen Blickwinkel bleibt der Bildeindruck ebenfalls absolut stabil. Feine Grauverläufe werden ohne jeglichen Farbstich dargestellt. Allerdings ist Banding auszumachen.

Graustufendarstellung vom OLED-Panel des Alienware AW3926QW
Graustufendarstellung

Ausleuchtung

Da wir es mit einer selbstleuchtenden Pixelmatrix zu tun haben, kann es auch keine Leckagen geben, durch die die Hintergrundbeleuchtung durchscheinen könnte. Daher sparen wir uns diesen Teil des üblichen Tests. Die Ausleuchtung ist ausgezeichnet.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Kontrastmessungen an einem OLED-Panel sind mit herkömmlichem Mess-Equipment nicht ermittelbar, da das OLED-Display des Alienware AW3926QW einen statischen Kontrast von 1,75 Millionen:1 bietet. IPS-Panels erreichen dagegen nur einen Bruchteil davon – bis zu 3000:1. Aufschlussreicher sind die maximale Luminanz und die Frage, wie der Monitor auf bestimmte Bildsituationen reagiert – etwa auf ein flächiges Weißbild – und wie stark dabei der ABL („Auto Brightness Limiter“) eingreift.

Helligkeitsverlauf
Helligkeitsverlauf

ABL konnten wir während unseres Tests zwar messtechnisch ermitteln, da die Maximalhelligkeit bei einem flächigen Weißbild nicht über längere Zeit gehalten wird. Und auch bei der Reaktionszeitmessung wurde der Warnhinweis ausgegeben, dass ABL auftritt und das Messfenster verkleinert werden sollte. Es ist aber subjektiv nur gelegentlich aufgefallen und greift unauffällig. Die Helligkeitswerte für SDR wurden bei einem vollflächigen Weißbild ermittelt.

Mit einem Weißpunkt von D65 erreichen wir im SDR-Betrieb maximal 314 cd/m², was etwas über der Herstellerangabe von 300 cd/m² liegt. Die Helligkeit kann auf ein Minimum von 40 cd/m² reduziert werden, was für das Arbeiten in komplett abgedunkelter Umgebung geeignet ist.

Der Alienware AW3926QW ist nach VESA DisplayHDR True Black 500 zertifiziert. Bei einem APL von 10 % messen wir im True-Black-500-Modus 552 cd/m².

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 % und 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 7,75 % und einer maximalen Helligkeitsabweichung von 16,11 % wird in beiden Fällen ein befriedigendes Ergebnis erzielt. Die Farbreinheit erzielt dagegen ein gutes Resultat. Das maximale Delta C liegt bei 2,57 und das durchschnittliche Delta C bei 1,34.

Coating

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Alienware AW3926QW nutzt ein Tandem-OLED-Panel von LG mit vier gestapelten Emissionsschichten und einer echten RGB-Stripe-Subpixel-Anordnung. Diese Bauweise ermöglicht ein hohes Farbvolumen mit kräftig gesättigten Farben auch bei höherer Helligkeit sowie – dank der RGB-Stripe-Struktur – eine deutlich schärfere und sauberere Textdarstellung, was einen langjährigen Kritikpunkt früherer OLED-Generationen behebt. LG verzichtet also auf das bisher vorhandene weiße Subpixel. Zusätzlich sorgt eine Polarisationsschicht (technisch unabhängig von der RGB-Stripe-Tandem-Technologie) dafür, dass Umgebungslicht nicht an der inneren Panel-Struktur reflektiert wird, sodass Schwarzwerte sowohl in dunklen als auch in hellen Räumen sehr satt bleiben.

Coating des Alienware AW3926QW
Coating des Alienware AW3926QW
Coating der fünften QD-OLED-Generation
Coating der fünften QD-OLED-Generation

Die fünfte QD-OLED-Generation baut auf dem technischen Fundament der vierten auf (Penta-Tandem, EL 3.0) und fügt das neue RGB-Stripe-Subpixel-Layout als echte Neuerung hinzu. Das ist kein kleines Detail – es löst eine der letzten verbliebenen Schwächen von QD-OLED (Textschärfe, ClearType-Inkompatibilität) –, aber auch kein fundamentaler Quantensprung in Helligkeit oder Effizienz.

Im direkten Vergleich ist erkennbar, dass das blaue Subpixel beim QD-OLED-Panel kürzer ausfällt als das rote und das grüne. Beim LG-OLED-Panel haben die Pixel dagegen eine fast identische Höhe – aber eben nur fast. Die horizontale Ausrichtung ist nicht exakt, und Grün fällt im Vergleich zu Rot und Blau kürzer aus.

Blickwinkel

Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne Monitore typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des Alienware AW3926QW bei horizontalem Blickwinkel von ±60 Grad.

Blickwinkeleigenschaften
Blickwinkeleigenschaften

Aufgrund der selbstleuchtenden Pixel gibt es nahezu keine Einschränkungen bezüglich des Blickwinkels. Bei sämtlichen Blickrichtungen bleiben sowohl die Farben als auch der Kontrast stabil.

Backlight (Flicker)

Die Hintergrundbeleuchtung des Alienware AW3926QW wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Getestet wurde bei einer Helligkeit von 0 %, 140 cd/m² (55 %) und 100 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Leuchtdichte für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.

Interpolation

Ein Schärferegler ist im OSD vorhanden, bietet einen Bereich von 0 bis 100 und steht ab Werk auf 50. Kurios: Werte unter 50 machen die Schrift schärfer, Werte oberhalb von 50 unschärfer. Diese Vorgehensweise konnten wir in dieser Form noch bei keinem Monitor, auch keinem von Dell, bemerken. Werte von 30 und 40 können die Schriftschärfe leicht optimieren. 50 ist aus unserer Sicht optimal gewählt und sollte so belassen werden.

Wir testen die Interpolation über den DisplayPort mit 60 Hz: Die Schärfe in der nativen Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 3440 × 1440 zeigt sich, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte erreicht wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfe-Eindruck. Farbsäume treten nicht auf. Insgesamt ist das Ergebnis als ausgesprochen gut zu bezeichnen.

Im PC-Betrieb sollte die Skalierung eigentlich der Grafikkarte überlassen werden, die das Bildsignal als Vollbild, im Seitenverhältnis oder 1:1 wiedergeben kann. Da wir aber die Möglichkeiten des Alienware AW3926QW testen wollten, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild von der Grafikkarte ausgegeben wird. Beim Test der 1:1-Darstellung wird ein Vollbild zugespielt.

Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet das Gerät im OSD-Menü via „Längen-/Seitenverhältnis“ die Optionen „21:9“, „16:9“, „4:3“, „1:1“ und „Automatische Skalierung“ an.

 Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (480p) Ja Ja
SD (576p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
HD (1080p) Ja Ja
UHD (4K) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Nein Nein
PC (16:9) Ja Ja (teilweise)

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