Farbwiedergabe
Zunächst wird die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset und – falls vorhanden – in einem vordefinierten Modus (sRGB, Adobe RGB oder DCI-P3) getestet. Anschließend wird das Testgerät mit DisplayCAL kalibriert. Falls eine Hardware-Kalibrierung möglich ist, wird der Monitor zusätzlich mit der Software des Herstellers kalibriert. Für die Auswertung der Messergebnisse wird eine eigene Software (CCalc) verwendet, als Messgerät kommt das Kolorimeter Calibrite Display Plus HL zum Einsatz.
Die Grafiken zeigen die Abdeckung in den Farbräumen sRGB und DCI-P3 – einmal im jeweiligen Modus des Monitors und nach der Software-Kalibrierung. Der jeweilige Modus sollte das größere Farbraumvolumen idealerweise entsprechend einschränken. Ein fehlender Farbumfang wird durch ein schwarzes Gitter gekennzeichnet, eine größere Abdeckung durch ein hellgraues.
Farbwiedergabe ab Werk
Graubalance
Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Das Ergebnis fällt insgesamt gut bis sehr gut aus. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,58) erzielt ein sehr gutes Ergebnis und die Range (Delta-C-Range: 2,02) ein gutes.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,63; Delta-C-Range: 1,71) sind die Ergebnisse gut bis sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 0,93) erreichen eine sehr gute Wertung. Die Maximalabweichung liegt bei 3,07 Delta E 2000 (RGB: 63 63 0). Der Gammaverlauf entspricht exakt der sRGB-Kurve, der Schnitt 2,21. Der Weißpunkt ist mit 6710 K geringfügig kälter abgestimmt. Die Abstimmung ist absolut gelungen.
Die Helligkeit kann in allen Modi angepasst werden, was vorbildlich ist. Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 55 % gewählt werden. Viele Hersteller sperren die Helligkeitsanpassung in den vordefinierten Farbmodi.
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Vergleich DCI-P3-Modus mit dem DCI-P3-Arbeitsfarbraum

Während die Helligkeit im sRGB-Modus bei 75 % lag, betrug sie im DCI-P3-Modus lediglich 15 %, was unserer Einschätzung nach zu dunkel war. Wir haben sie für die Messungen ebenfalls auf 75 % angepasst. Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 1,08; Delta-C-Range: 2,2) sind die Ergebnisse gut bis befriedigend. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,60) erreichen eine gute Wertung. Die Maximalabweichung liegt bei 3,60 Delta E 2000 (RGB: 255 0 63). Die Gammakurve verläuft nicht linear und beträgt im Schnitt 2,69. Der Weißpunkt liegt bei 6312 K und trifft den gewünschten Wert von 6300 K fast exakt.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Bildqualität im Farbmanagement (Software-Kalibrierung)
Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.
Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.
Das Verändern der RGB-Werte führte zu schlechteren Ergebnissen. Deshalb haben wir den ab Werk eingestellten Wert 100 beibehalten, zumal die Reduzierung von 100 auf 99 bereits hohe Sprünge hervorrief.
Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:
| Bildmodus: | Benutzerfarbe |
| Helligkeit: | 54 |
| Kontrast: | 75 |
| Gamma: | Nicht auswählbar |
| Farbtemperatur: | Nicht einsehbar |
| RGB: | 100 | 100 | 100 |
| Schärfe: | 50 |
Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung verwendet.
Profilvalidierung

Der Alienware AW3926QW zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,64) und die Range (1,49 Delta C) sind gut. Die Farbwerte erzielen insgesamt ein gutes Ergebnis (Delta-E-2000-Average: 0,67; Delta-E-2000-Maximum: 1,92).
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Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.
Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,83; Delta-C-Range: 1,72) ist als gut zu werten. Die Farbwerte sind ebenfalls gut (Delta-E-2000-Average: 0,97). Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta-C-Average 1,92 (RGB: 0 63 0). Die Gammakurve hat einen großen Ausreißer am Ende und liegt im Durchschnitt bei 2,29.
Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.
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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,90; Delta-C-Range: 1,99) sind die Ergebnisse gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 0,81) erreichen ebenfalls eine gute Wertung. Die Maximalabweichung liegt bei 2,80 Delta E 2000 (RGB: 0 0 255). Die Gammakurve verläuft etwas unruhig und erhöht sich am Ende. Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,67.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Farbraumabdeckung
Hinsichtlich der Farbraumabdeckung verspricht Dell beim AW3926QW 99 % DCI-P3 (CIE 1976). Wir ermitteln die Werte nach D50.
| Farbraum | Abdeckung im Werks-Preset | Abdeckung nach Kalibrierung |
| sRGB | 95 % | 99 % |
| Adobe RGB | – | 89 % |
| ECI-RGB v2 | – | 82 % |
| DCI-P3 RGB | 92 % | 99 % |
| ISO Coated v2 (FOGRA39L) | – | 97 % |
Reaktionsverhalten
Das Reaktionsverhalten haben wir am DisplayPort untersucht: in nativer Auflösung (5120 × 2160) bei 165 Hz und im Dual-Mode mit 2560 × 1080 bei 330 Hz. Für die Messung setzten wir den Monitor auf die Werkseinstellung zurück.
Der E-Sport-Modus bietet zwei Konfigurationen: 24,5 Zoll (16:9) mit 1520 × 855 (Bild 1) und 27 Zoll mit 1680 × 945 (Bild 2), jeweils bei 330 Hz. Hinzu kommen zwei weitere Modi: 31,5 Zoll (16:9) mit 165 Hz (Bild 3) und 39 Zoll (21:9) mit 330 Hz (Bild 4). Diese Auflösungen lassen sich samt zugehöriger Bildwiederholfrequenz nur über das OSD aufrufen. Zu beachten ist: Die E-Sport-Konfigurationen werden nicht seitengerecht auf die maximale Höhe skaliert, sondern mit schwarzen Balken dargestellt. Die Ausrichtung auf dem Bildschirm kann man im OSD allerdings anpassen („Mitte“, „Oben“ und „Unten“).

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 0,03 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption ist bei einem OLED-Monitor unüblich und auch nicht vorhanden, da schlichtweg unnötig.
Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.
DSC
DSC („Display Stream Compression“) ist ein verlustbehafteter Kompressionsstandard, der von der Video Electronics Standards Association (VESA) entwickelt wurde. Er wird verwendet, um hochauflösende Video- und Bildsignale effizient zu komprimieren, ohne dabei sichtbare Qualitätsverluste zu verursachen.
DSC kann die Datenrate um den Faktor 3:1 reduzieren, ohne dass das menschliche Auge einen Unterschied wahrnimmt. DSC ermöglicht beispielsweise 8K bei 60 Hz oder 4K bei 240 Hz über eine begrenzte Bandbreite unter DisplayPort (1.4 und 2.0) und HDMI 2.1.
Beim Alienware AW3926QW kommt laut OSD unter HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1 DSC zum Einsatz. Für den DisplayPort kann DSC im OSD an- oder ausgeschaltet werden.
















