Test ASUS ROG Strix XG16AHP-W: Portabler Gaming-Monitor
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Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit 60 Hz messen wir beim ASUS XG16AHP unabhängig von der eingestellten Overdrive-Stufe eine Latenzzeit von 5,2 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt mit deaktivierter Pixelbeschleunigung (Stufe 0) 5,8 ms, mit Stufe 3 4 ms und mit der schnellsten Pixelbeschleunigung (Stufe 5) 1,3 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 60 Hz 11 ms mit Stufe 0, 9,2 ms mit Stufe 3 und 6,5 ms mit Stufe 5. Die hier vom ASUS XG16AHP erreichten Latenzzeiten können überzeugen und schlagen bereits so manchen großen Bruder.

Wird die Bildwiederholfrequenz auf 144 Hz erhöht, verkürzt sich die Latenzzeit überaus deutlich und liegt nun bei 1 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt dabei 4,9 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung (Stufe 0), 3,7 ms mit Stufe 3 und 1,4 ms mit Stufe 5.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz belaufen sich somit bei 144 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung auf 5,9 ms, mit Stufe 3 sind es 4,7 ms und mit Stufe 5 noch 2,4 ms.

Mit den erzielten Latenzzeiten bei 144 Hz wird der ASUS XG16AHP auch den anspruchsvollsten Gamer zufriedenstellen können.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der ASUS XG16AHP selbst bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Mit über 310 cd/m² erreicht der Proband eine hohe Helligkeit.

Diagramm: LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung
LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Bildqualität und Leistung können auch beim Gaming überzeugen. Der ASUS XG16AHP bietet eine Performance, die eines echten Gaming-Monitors würdig ist. Wenn man einen großen Bildschirm gewohnt ist, ist der Umstieg auf knapp 16 Zoll zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber der aktuelle Proband soll ja auch keinen stationären Monitor ersetzen, sondern ein performanter Begleiter für unterwegs sein, was wiederum ein großes Display nicht bieten kann. Durch den selbstständigen Stand ist das Gerät schnell und überall einsatzbereit. Mit drei Stunden Akkulaufzeit ist auch eine ausreichend lange Betriebsdauer gegeben. Die höchste Pixelbeschleunigung hat deutlich sichtbar negative Auswirkungen auf die Bildqualität und ist daher nur bedingt zu empfehlen. Stufe 4 ist aber ebenfalls ausreichend schnell und garantiert eine sehr gute Schärfe von Bewegtbildern, auch wenn es in Shootern oder Rennsimulationen heiß hergeht.

Spielszene aus dem MMORPG-Shooter "Destiny 2"
Spielszene aus dem MMORPG-Shooter „Destiny 2“

Gaming-Funktionen

G-Sync Compatible und VSync

Um Tearing zu verhindern (das horizontale Zerreißen der Bildanzeige) ist die Synchronisation der Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Bildrate, die von der Grafikkarte geliefert wird, sehr wichtig. Daher hat ASUS den XG16AHP von NVIDIA G-Sync-Compatible-verifizieren lassen.

Im Unterschied zu G-Sync und G-Sync Ultimate, wo im Monitor eingebaute Hardware für die Synchronisierung von Frames und Bildfrequenz zuständig ist, wird G-Sync Compatible über den Grafikkartentreiber gewährleistet. Daher sind alle G-Sync-Compatible-verifizierten Displays auf dieser NVIDIA-Website aufgelistet – inklusive Angabe der Grafikkarten-Treiberversion. Im Fall des ASUS XG16AHP muss die Treiberversion 465.89 oder höher installiert sein. Außerdem funktioniert Adaptive Sync erst ab der GeForce-GTX-1000-Modellreihe.

Adaptive Sync steht nur am USB-C Eingang zur Verfügung. Wenn eine Zuspielung über den Micro-HDMI-Eingang erfolgt, wird lediglich VSync unterstützt.

G-Sync Pendulum Demo: VSync über HDMI. G-Sync-Support nur über USB-C (DisplayPort)
G-Sync Pendulum Demo: VSync über HDMI. G-Sync-Support nur über USB-C (DisplayPort)

Mit der G-Sync Pendulum Demo haben wir das Verhalten des ASUS XG16AHP mit unterschiedlichen Frequenzeinstellungen getestet. Leider war es nicht möglich, den Monitor am PC mit einem DisplayPort-zu-USB-C Kabel zu betreiben, somit konnten wir über HDMI nur VSync testen. Im Gegensatz zu G-Sync unterstützt V-Sync die vertikale Synchronisation bereits ab 20 Hz. Nachteil von VSync ist jedoch, dass keine dynamische Framerate-Anpassung unterstützt wird.

Native 144 Hz und sechsstufige Pixelbeschleunigung

Der ASUS XG16AHP ist nativ auf 144 Hz Bildwiederholfrequenz eingestellt. Wenn das Zuspielgerät keine 144 Hz unterstützt, wechselt der Monitor automatisch die Bildwiederholfrequenz beispielsweise auf 60 Hz, wenn er mit einer Nintendo Switch verbunden ist. Durch die sehr hohe Bildwiederholrate werden selbst schnelle Bewegungen scharf und flüssig zur Anzeige gebracht – vorausgesetzt natürlich, die Grafikkarte kann auch ausreichend Frames liefern.

Nach wie vor bietet ASUS eine sechsstufige Pixelbeschleunigung. Ob es so viele Abstufungen wirklich braucht, sei dahingestellt. Positiv ist, dass dem Anwender die freie Wahl gelassen wird. Bis Stufe 4 hat die Pixelbeschleunigung keine negativen Auswirkungen auf die Bildqualität. Stufe 5 jedoch hat deutlich sichtbares Ghosting und leuchtende Objektkanten als Folge der zu aggressiven Beschleunigung.

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