Test ASUS VG279QL1A: Top Gaming- und Allround-Monitor

27-Zoll-Monitor kann im Test sowohl bei den Gaming-Eigenschaften als auch bei der Bildqualität und der Farbwiedergabe überzeugen

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Einleitung

Der ASUS VG279QL1A ist ein 27 Zoll großer Gaming-Monitor, der für professionelle Gamer und ein immersives Gameplay entwickelt wurde. Das IPS-Display bietet dafür eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten mit einer Ansteuerung von bis zu 165 Hz. Es wurde zudem mit vielen Zusatzfunktionen wie der Extreme-Low-Motion-Blur-Technologie, FreeSync Premium und DisplayHDR 400 ausgestattet. Es soll darüber hinaus eine Reaktionszeit von nur 1 ms besitzen.

Abseits von den reinen Gaming-Eigenschaften soll der sRGB-Farbraum zu über 100 % abgedeckt werden. Des Weiteren werden ein Kontrast von 1000:1 und eine Helligkeit von bis zu 400 cd/m² in Aussicht gestellt.

Vorhanden sind zwei HDMI-Eingänge und ein DisplayPort für die Signalzuspielung. Der Sound kann wahlweise über zwei eingebaute Lautsprecher oder über den Kopfhöreranschluss ausgegeben werden. Damit der Bildschirm für jeden Gamer perfekt eingestellt werden kann, wurde dem Gerät zudem ein flexibler Standfuß spendiert, der sogar den Betrieb im Pivot-Modus ermöglicht.

Der ASUS VG279Q1A (ohne „L“) ist im Handel ebenfalls verfügbar und sieht optisch auf den ersten Blick ähnlich aus. Dieser Monitor besitzt aber ein anderes Panel, das unter anderem eine geringere Farbsättigung, eine geringere Helligkeit und eine längere Reaktionszeit besitzt. Die nachfolgenden Testergebnisse sind daher nicht auf dieses Gerät übertragbar.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des ASUS VG279QL1A.

Lieferumfang

Der Karton des ASUS VG279QL1A fällt vergleichsweise groß aus und ist mit 10 kg auch nicht mehr als leicht zu bezeichnen. Im Inneren ist der Monitor mit großen Styroporteilen geschützt, damit ein Transport unbeschadet überstanden wird. Das Standbein und das Zubehör sind dabei vom eigentlichen Bildschirm getrennt worden.

Lieferumfang des ASUS VG279QL1A
Lieferumfang des ASUS VG279QL1A

Der Lieferumfang fällt vergleichsweise gering aus. Neben der üblichen Schnellanleitung und den Garantiebestimmungen wurden nur ein DisplayPort-Kabel und ein Netzteil mit Stromstecker beigelegt. Da wir empfehlen, das Gerät per DisplayPort zu betreiben, ist grundsätzlich aber alles vorhanden, was für den Betrieb benötigt wird. Das Netzteil misst ohne Kabel etwa 7,5 x 7,5 x 3 cm.

Optik und Mechanik

Das Standbein ist bereits am Bildschirm vormontiert, sodass nur der Standfuß mit einer Flügelschraube befestigt werden muss. Werkzeug wird dafür nicht benötigt, und der Aufbau sollte in weniger als einer Minute abgeschlossen sein. Von vorn sieht die Konstruktion schlicht und fast filigran aus, das Standbein ist aber ausreichend stabil, um den Bildschirm sicher zu halten. Von hinten ist das kantige Design besser zu erkennen. Laut Hersteller wurde dies einem Stealth-Flugzeug nachempfunden und passt nach unserer Ansicht gut zu einem Gaming-Monitor, ohne dabei zu verspielt zu wirken.

Standbein des Asus VG279QL1A in der Detailansicht von hinten
Standbein in der Detailansicht von hinten
Standbein des Asus VG279QL1A in der Detailansicht von vorn
Standbein in der Detailansicht von vorn

Der Monitor besitzt ein rahmenloses Design. Bei eingeschaltetem Bild wird ein Bereich von rund einem halben Zentimeter nicht für die Bilddarstellung genutzt. Bis auf das mittige Herstellerlogo gibt es ansonsten keine Besonderheiten. Auch im hinteren Teil ist das Herstellerlogo direkt zu erkennen. Das restliche Design orientiert sich an dem angesprochenen Stealth-Flugzeug. Vorhanden sind außerdem VESA-100-Bohrungen. Der vormontierte Standfuß ist daran befestigt und muss entsprechend vorher entfernt werden, wenn eine externe Halterung genutzt werden soll.

ASUS VG279QL1A von vorn
ASUS VG279QL1A von vorn
ASUS VG279QL1A von hinten
ASUS VG279QL1A von hinten

Die Einstellung der Höhe ist angenehm straff, wodurch der Bildschirm an jeder gewünschten Stelle in Position bleibt. Der Abstand vom Schreibtisch zur unteren Monitorkante beträgt 4,5 cm, der höchste Abstand 17,5 cm. Die eigentliche Bilddarstellung beginnt 1,5 cm später, die der untere Rahmen für sich beansprucht.

Höchste Position des Bildschirms
Höchste Position des Bildschirms
Niedrigste Position des Bildschirms
Niedrigste Position des Bildschirms

Die Einstellung der Neigung ist ähnlich stramm, kann mit zwei Händen aber problemlos justiert werden. Die Neigung kann um 5 Grad nach vorn und 23 Grad nach hinten verstellt werden.

Minimale Neigungseinstellung des Displays
Minimale Neigungseinstellung
Maximale Neigungseinstellung des Displays
Maximale Neigungseinstellung

Gedreht werden kann der Monitor ebenfalls. Dabei wird nur das Standbein, nicht aber der Standfuß gedreht. Die Einstellung ist in diesem Bereich etwas lockerer, und der Monitor schwingt auch etwas nach. Der Einstellbereich ist mit 15 Grad in beide Richtungen zudem ziemlich knapp bemessen.

Pivot-Modus und Drehung nach links
Pivot-Modus und Drehung nach links
Pivot-Modus und Drehung nach rechts
Pivot-Modus und Drehung nach rechts

In den Pivot-Modus kann das Gerät ebenfalls gedreht werden. Es rastet an keiner Position ein, aber es kann ein Punkt gefühlt werden, der signalisiert, dass die Drehung beendet werden sollte. An dem Punkt besteht jedoch etwas Spiel, wodurch der Monitor trotzdem noch ausgerichtet werden muss, was in der Praxis allerdings problemlos möglich ist.

Technik

Betriebsgeräusch

Der Monitor war im Betrieb absolut lautlos. Beim externen Netzteil konnten wir ebenfalls keine Geräusche wahrnehmen. Bei beiden Einheiten gab es weder Surrgeräusche noch hochfrequentes Pfeifen oder andere störende Effekte. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal < 18,0 W 24,8 W
140 cd/m² 17,1 W
Betrieb minimal 14,7 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,5 W 0,1 W

Die Herstellerangaben beim maximalen Verbrauch basieren auf dem Energy-Star-8.0-Standard und stellen damit nicht den tatsächlichen Maximalwert dar, wie unsere Ergebnisse deutlich zeigen. 25 Watt bei einer Helligkeit von über 350 cd/m² sind aber trotzdem ein guter Wert. Der Strombedarf könnte bei der Nutzung von HDR in der Spitze zudem noch etwas höher ausfallen, weil in diesem Betrieb zwischenzeitlich mehr als 400 cd/m² angezeigt werden können.

Bei 140 cd/m² (Helligkeit 20) wurden 17 Watt benötigt, was zu einer sehr guten Energieeffizienz von 1,7 cd/W führt. Mit jeweils 0,1 Watt bewegen sich auch die Werte im Standby und ausgeschalteten Zustand auf einem sehr guten Niveau. Ein Gaming-Monitor wird in der Regel nicht auf Stromersparnis getrimmt, bei diesem Modell scheint dies aber trotzdem gelungen zu sein.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des ASUS VG279QL1A werden nach unten abgeführt, wodurch es keine Einschränkungen bei der Nutzung einer externen Halterung geben sollte. Weitere seitliche Anschlussoptionen wie USB-Ports oder einen Kopfhörerausgang bietet das Gerät nicht an.

Anschlüsse des Asus VG279QL1A: Strom, 2 x HDMI, 1 x DisplayPort und 1 x Audio-Ausgang
Strom, 2 x HDMI, 1 x DisplayPort und 1 x Audio-Ausgang

Die beiden HDMI-Anschlüsse setzen auf den Standard 2.0 und der DisplayPort auf 1.2. Die HDMI-Eingänge können den Monitor daher nur mit bis zu 144 Hz ansteuern. Ein Betrieb mit 165 Hz ist erst ab dem Standard 2.1 möglich. Über den vorhandenen DisplayPort lässt sich das Gerät dagegen problemlos mit 165 Hz betreiben. Spieler, die das volle Potenzial des Bildschirms nutzen möchten, sollten daher ein DisplayPort-Kabel für den Anschluss verwenden.

Bedienung

Auf der Rückseite des Monitors befinden sich vier Tasten und ein Joystick zur Steuerung des OSDs. Diese können gut erreicht werden, wenn mit der rechten Hand um den Rahmen des Monitors gegriffen wird. Die vier Tasten sind sehr groß, wodurch wir sie beim Navigieren nie mit der daneben liegenden Taste verwechselt haben. Unterstützt wird dies zusätzlich durch die gedrehte Anordnung bei jeder zweiten Taste. Der Druckpunkt war angenehm, und jeder Druck erzeugte zudem ein mechanisches Klickgeräusch. Die Tasten hatten trotz der Größe keinerlei Spiel, was das positive Gefühl zusätzlich verstärkte.

Der Joystick wirkt im Vergleich klein, kann aber mit einem Finger ebenfalls gut gesteuert werden. Ein Druck auf den Joystick bestätigt eine Auswahl. Auch dort wird ein mechanisches Geräusch erzeugt. Der Druckpunkt war in diesem Bereich sehr stramm, wodurch mehr Kraft aufgewandt werden musste als bei den anderen Tasten.

Mechanische Tasten hinter dem Bildschirm (Displayrückseite)
Mechanische Tasten hinter dem Bildschirm

Die unterste Taste schaltet das Gerät ein und aus. Ein Druck auf eine der anderen Tasten oder auch den Joystick ruft das gleiche kleine Schnellmenü auf. Wirklich vorhanden sind aber nur zwei Schnelltasten, die wir im nächsten Abschnitt genauer darstellen. Etwas Potenzial wurde hier also verschenkt.

DisplayWidget (OSD)
DisplayWidget

Eine bequeme Art der Steuerung per Maus wird über das Tool DisplayWidget geboten, das kostenlos von der Hersteller-Homepage geladen werden kann. Dort sind die meisten Funktionen auswählbar, die auch im OSD vorhanden sind – darunter ebenso viele spezielle Gamer-Funktionen. Mit einem Klick kann so zum Beispiel bequem ein grünes Fadenkreuz mittig eingeblendet werden.

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