Test Monitor Acer X222Wbd

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3 Jahre Mail-in
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 22″
Pixelgröße [mm]: 0.282
Standardauflösung: 1.680 x 1.050
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 473 x 296 / 560,0
Videoeingang, Stecker: 1 x D-Sub analog und 1 x DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 76
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 82 / –
Farbmodi Preset/User: 2 + 4 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Audioeingang, DVI-D-Kabel, Sub-D-Kabel, Audiokabel, Netzkabel, Netzteil intern, PDF-Handbuch, CD-ROM, HDCP an DVI, integr. Aktivlautsprecher, Oberflächenbearbeitung CrystalBrite
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 513,8 x 417,7 x 203,8
Gewicht [kg]: 5,2
Prüfzeichen: ISO 13406-2, UL, EN60950, EN – 55022, MPR 1990, CSA, CB, TUV-GS, FCC-B, CE, TCO 03
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: < 44 / < 1 / < 1

Einleitung

Mit dem X222W bringt Acer sein nunmehr viertes TFT-Modell im beliebten 22-Zoll Widescreenformat auf den Markt. Wie in dieser Monitorklasse üblich, arbeitet der X222W mit einem reaktionsschnellen TN (Twisted-Nematic) Panel.

Im Gegensatz zu den anderen 22 Zoll Modellen dieses Herstellers, ist der X222W in der Lage volle 16,7 Mio. Farben darzustellen – Frame Rate Control (FRC) macht es möglich. Außerdem soll die sogenannte CrystalBrite-Displaybeschichtung dem Monitor zu einer subjektiv brillanteren Bildwiedergabe verhelfen.

Besagte Glare-Beschichtung macht den X222W nun auch zum direkten Konkurrenten des erfolgreichen HP w2207. Dieser wird bislang als Spitzenmodell unter den 22 Zoll Monitoren gehandelt.

Etwas verwirrend ist die Modellbezeichnung seitens Acer. Auf deren Internetseite ist lediglich ein Modell X222W zu finden. Die gängige Bezeichnung in den Preissuchmaschinen ist X222Wd, allerdings mit dem Zusatz schwarz. Unser Modell wird mit der Zusatzbezeichnung X222Wbd, wobei das b wohl für black und d für den digitalen Eingang steht. Nach unserer Kenntnis gibt es einen X222Wd, der mit einem silbernen Rahmen ausgestattet sein müsste, überhaupt nicht in Deutschland.

Wir selbst haben unser Modell unter der Bezeichnung X222Wd bei Amazon erworben und ein X222Wbd geliefert bekommen. Aufgrund der verwirrenden Bezeichnungen, beschränken wir uns in unserem Test auf die Bezeichnung Acer X222W.

Ob der Acer X222W seiner Konkurrenz das Wasser reichen kann, wollen wir im nachfolgenden ausführlichen Testbericht klären.

Abgesehen von der analogen Bildwiedergabequalität, die wir am analogen Anschluss (VGA) des Gerätes geprüft haben, wurden alle hier veröffentlichten Testergebnisse über den digitalen Signaleingang (DVI) ermittelt. Getestet wurde an einer ATI Sapphire Radeon X1950 PRO 512MB mit aktuellem Treiber.

Lieferumfang

Das mitgelieferte Zubehör des Acer X222W umfasst neben dem üblichen Netzkabel für deutsche Steckdosen, auch noch zwei weitere internationale Stromkabel. Ein D-Sub Kabel für die analoge und ein DVI-D Kabel für die digitale Signalübertragung, sowie ein Audiokabel befinden sich ebenfalls im Karton.

In gedruckter Form liegen eine mehrsprachige Kurzanleitung und eine Garantiebroschüre bei. Die mitgelieferte CD-ROM enthält zwar eine ausführliche PDF-Bedienungsanleitung in 18 verschiedenen Sprachen – etwaige Treibersoftware oder Farbprofile sucht man jedoch vergeblich.

Optik und Mechanik

Der Acer X222W kommt in komplett schwarzem Look daher. Im Gegensatz zur matten Rückseite glänzt die Front des Gehäuserahmens in edlem Klavierlack-Look. Die Bedienknöpfe befinden sich dezent und fast unsichtbar an der Unterseite des Gerätes. Der schmale, an den Seiten nur 1,9 cm breite Rahmen wirkt elegant und ermöglicht zugleich den Einsatz im Zweischirm- bzw. Multimonitorbetrieb.

Insgesamt wirkt das Gehäusedesign des X222W sehr geradlinig. Auf überflüssige Schnörkel und optische Spielereien wurde weitestgehend verzichtet. Dank seines Hochglanzdesigns macht sich der Acer als Multimedia-Monitor im heimischen Wohnzimmer ebenso gut, wie als Office-Gerät am Arbeitsplatz.

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Edel von vorne: Das Klavierlack-Design des Acer X222W
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Die Rückseite des Acer X222W ist in mattem Schwarz gehalten

An der Gehäuserückseite befinden sich oben, links und rechts großzügige aber gleichzeitig kurz geschlitzte Lüftungsöffnungen. Hier besteht die theoretische Möglichkeit, dass Insekten, die sich vom Backlight des Displays angezogen fühlen, ins Gehäuseinnere vordringen könnten. Mehr zum Thema ‚Schäden durch Gewittertierchen‘ und wie man wirksam vorbeugen kann, erfahren Sie in unserem PRAD-Special.

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Mit Standfuß misst der Monitor exakt 20,3 cm in der Tiefe.
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Der Abstand von der Schreibtischplatte bis zur Unterkante beträgt 7 cm, bis zum sichtbaren Teil des Displays sind es 10,1 cm.

Der Standfuß des Acer X222W verfügt lediglich über eine Neigemechanik. Das Display lässt sich somit weder schwenken noch in der Höhe verstellen. Wirklich optimal ist dieser Umstand nicht, aber speziell im Bereich der 22-Zöller auch keine Ausnahme, sondern vielmehr die traurige Regel. In dieser Monitorklasse können nur die wenigsten Modelle mit wichtigen und sinnvollen ergonomischen Features wie einer Höhenverstellung aufwarten.

Im Rahmen eines Ergonomie-Specials haben wir speziell zu diesem Thema Wissenswertes zum Nachlesen bereitgestellt.

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Der Monitor lässt sich bis zu 15° nach hinten und um 5° nach vorne neigen.

Der Acer X222W verfügt über eine Verschraubung nach VESA100-Standard. Somit besteht die Möglichkeit z. B. einen anderen Standfuß mit besseren Ergonomie-Funktionen oder aber eine Wandhalterung zur alternativen Montage zu nutzen.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Standfuß vom Display entfernen. Hierfür sollte der Monitor vorsichtig mit der Panelseite nach unten auf der Schreibtischplatte abgelegt werden – idealerweise auf einen weichen Unterlage, wie etwa einem Handtuch. Anschließend müssen lediglich die vier VESA-Schrauben an der Gehäuserückseite herausgedreht werden. Da keine weiteren speziellen Halterungs- oder Einrastmechanismen vorhanden sind, kann der Standfuß dann einfach vom Display abgehoben werden.

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Die VESA100-Verschraubung an der Gehäuserückseite vor und nach dem Entfernen des Standfußes.

Nach dem Entfernen des Standfußes vom Monitorgehäuse, lässt sich nun eine beliebige alternative Halterung an die Rückwand des Monitors montieren, sofern sie dem VESA100-Standard entspricht.

Der zweiteilige Standfuß des Acer X222W besteht fast vollständig aus robustem Kunststoff. Lediglich die Gelenkhalterung besitzt einen metallenen Kern. Im Auslieferungszustand des Monitors findet man Standteller und Standsäule noch getrennt im Karton vor. Die beiden Teile werden durch simples Zusammenstecken miteinander verbunden. Vier Kunststoffklemmen an der Unterseite der Standsäule lassen diese deutlich hörbar in der Aussparung des Standtellers einrasten.

Der Standfuß ist insgesamt sehr sauber gearbeitet. Scharfkantige Stellen lassen sich weder an der Standsäule noch am Standteller finden. Fünf Standnoppen an der Unterseite des Fußes gewährleisten außerdem einen sicheren Halt.

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Vorder- und Rückseite des Standfußes.
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An der Unterseite sind die fünf Standnoppen zu erkennen.

Der Standfuß des X222W verfügt über eine einfache Kabelführung in Form einer Aussparung in der Mitte der Standsäule, durch die Netz- und Signalkabel geführt werden können. In unserem Test hatten wir keinerlei Probleme bis zu vier Kabel gleichzeitig durch die großzügig dimensionierte Aussparung zu verlegen.

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Die Lösung mit der Kabelführung durch den Standfuß ist simpel und praktisch zugleich.

Die Verarbeitungsqualität des Acer X222W kann insgesamt als sehr gut gewertet werden. Alle Gehäuseteile sind passgenau gearbeitet. Beim bloßen Berühren des Displayrahmens ist kein Knacken festzustellen. Lediglich beim Betätigen der Neigemechanik knarrt es ein wenig.

Erfreulicherweise ist das Display des X222W exakt waagerecht ausgerichtet und weist somit keinerlei ‚Schieflage‘ auf – nicht unbedingt bei allen 22″ TFT-Modellen eine Selbstverständlichkeit, wie wir in der jüngeren Vergangenheit schon des Öfteren feststellen mussten.

Die edle Klavierlack-Oberfläche des Gehäuserahmens verleiht dem Acer einen besonderen Chic, ist aber auch deutlich pflegeintensiver als bei TFT-Modellen mit herkömmlichem mattem Gehäuse. Es empfiehlt sich, stets ein Reinigungs- bzw. Brillentuch in Griffweite zu haben.

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