Test Monitor HP L1955 (s)

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 380 x 305 / 482.5
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog, DVI-I analog & digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 75
max. Zeilenfrequenz Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 82 / 140
Farbmodi Preset/User: 3 / 1
LCD drehbar / Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D Kabel, DVI-D Kabel, DVI-A Kabel, USB-Kabel, Netzteil intern, USB-Hub
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 404 x 427 – 566 x 211
Gewicht [kg]: 7,5
Prüfzeichen: TCO03, TÜV/GS, ISO 13406-2, CE
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 40 / – / –

Einleitung

Kein Thema beschäftigt unsere Redaktion so häufig wie die Frage nach dem optimalen TFT-Monitor, welcher neben einer exzellenten Farbdarstellung auch einen sehr schnellen Bildaufbau bieten sollte. Zum einen sollen DVDs und Multimediaanwendungen optimal wiedergegeben werden und zum anderen soll er als Gamer-Monitor auch zum Counter Strike spielen schnell genug sein.

Insbesondere die 19“ Klasse hatte auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren nicht viel zu bieten. MVA und PVA Panel dominierten diese Größenklasse. Seit diesem Jahr ist es allerdings anders, denn neben Geräten mit S-IPS stehen neuerdings auch Geräte mit TN Panel zur Verfügung. Bei den Hordcore-Zockern liegt momentan die TN Paneltechnologie ganz vorne, da diese einen sehr schnellen Bildaufbau ermöglicht. Diese Panelgattung hat aber den entscheidenden Nachteil, dass die Geräte in der Regel lediglich 16,2 Mio. Farben wiedergeben und somit bei der Farbdarstellung deutlich hinter der VA Technologie liegt.

Noch offensichtlicher ist der nicht optimale Blickwinkel, wo ebenfalls die VA Panels die Nase deutlich vorne haben. Als beste Alternative zeichneten sich bisher die S-IPS Panel aus, die schlierenfreies Spielen und optimale Farbwiedergabe ermöglichen. Bei Kontrastwert und Farbdarstellung liegen die S-IPS dennoch knapp hinter den VA Modellen. Obwohl in der TFT-TV Technik schon längst schnellere MVA Panel verbaut werden, konnte bisher noch kein Modell bei den TFT-Monitoren mit einer Bildaufbauzeit kleiner 25 ms herausstechen. Erste Versuche der Hersteller Modelle mit 20 ms anzupreisen, entbehrten jeglicher Grundlage, denn diese Werte konnten in der Realität nicht erzielt werden. Kommentarlos wurden daraufhin die Datenblätter wieder abgeändert und man kehrte zu der Aussage einer Bildaufbauzeit von 25 ms zurück.

Monitor Hp L1955 Front
Monitor Hp L1955 Back
Der HP L1955 von vorne und hinten. Auf dem rechten Bild ist im unteren Bereich des Fußes die Kabelklemme erkennbar.

Nun stellt HP mit dem L1955 den wohl ersten 19“ TFT mit S-MVA und einer Bildaufbauzeit von 16 ms vor. Diese Nachricht verfehlte natürlich nicht eine große Aufmerksamkeit und auch in unserem Forum ist das Interesse an diesem Monitor und an einem ausführlichen Testbericht riesig. Wir wollen überprüfen ob HP hier wirklich etwas ganz neues auf den Markt gebracht oder nur die Marketingabteilung etwas an der Zahlenschraube gedreht hat.

Alle in diesem Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Anschluss getestet. Alle Tests wurden mit einer Gainward 750 XP Geforce4 Titanium Grafikkarte ermittelt.

Lieferumfang

Geliefert wird neben dem Display ein Standfuß, ein D-Sub (analog) Kabel, ein DVI-D (digital) Kabel, eine DVI-I an D-Sub (analog) Kabel, USB-Kabel, ein Stromkabel, Garantiebedingungen und eine CD-Rom mit Treibern, Farbprofilen, Handbuch und Pivotsoftware. Somit kann die Ausstattung als vollständig und optimal angesehen werden. Lediglich ein Handbuch in Papierform fehlt. Zusätzlich kann man noch eine Soundleiste am unteren Rahmen befestigen, welche aber optional erhältlich ist und nicht zum Lieferumfang gehört. Diese Regelung ist sehr kundenorientiert, weil viele Nutzer die integrierten Boxen in der Regel nicht nutzen. Für die Kunden, die gerne Sound integrieren haben wollen, ist die Soundleiste eine sinnvolle Alternative. Diese gehört jedoch nicht zum Testumfang und deshalb kann zur Tonqualität keine Aussage getroffen werden.

Monitor unmontiert
Monitor unmontiert
Montageplatte
Montageplatte

Schon beim Auspacken kam die erste Premiere, denn das Panel ist nicht mit dem Monitorfuß verbunden. Wir haben schon einige Geräte gesehen, wo der untere Teil des Fußes noch montiert werden musste. Allerdings der gesamte Fuß, das war auch für uns neu. Die Montage ist ganz einfach, Halterung einrasten lassen und alles ist fertig montiert. Nicht einmal Schrauben müssen nachgezogen werden, obwohl rein optisch welche vorhanden sind. Der Fuß sitzt absolut fest und bietet einen sicheren Halt.

Standfußmontage
Standfußmontage
VESA-Montagemöglichkeit
VESA-Montagemöglichkeit

Der Fuß wird lediglich mit den oberen beiden Laschen in die Halterung gesteckt und nach unten gedrückt. Dabei muss die Verriegelung auf dem linken Bild links, nach unten gedrückt werden.

Optik

Der HP L1955 macht eine ausgesprochen gute Figur. Obwohl die gesamte Oberfläche des Monitors aus Kunststoff gefertigt ist, selbst die Tasten sind aus diesem Material, wirkt der Monitor dennoch elegant und frontal betrachtet auch grazil. Diese Wirkung wird erzielt durch einen ausgesprochen schmalen silbernen Rahmen. Dieser Rahmen besitzt eine Breite von 1,7 cm (unten) und 1,3 cm (seitlich und oben).

Bedientasten
Bedientasten

Von der Seite wirkt der HP L1955 etwas kompakter, was den positiven optischen Akzenten keinen Abbruch tut. Die 5 Bedientasten befinden sich in der Mitte des unteren Rahmens und haben einen guten Druckpunkt. Rechts neben den Tasten befindet sich die Status-LED, die im Betrieb grün leuchtet und im Ruhemodus orange.

Standfuß
Der Fuß des HP L1955, dessen Mulde als Stiftablage dienen könnte

Der Fuß bietet dem Monitor einen ausgezeichneten Stand, lässt allerdings beim Design eine gewisse Raffinesse vermissen. Aber letztendlich kommt es auf einen sicheren Stand an und dies bewerkstelligt der schwarze Standfuß perfekt. Auch ein Antippen des Gehäuse führt zu keinem Wippen. Im vorderen Teil des Fußes ist eine Mulde eingelassen, die man als Stiftablage nutzen kann. Ebenfalls könnte dort die Center-Box eines Surround-Systems untergebracht werden.

Die Anschlüsse befinden sich fast ausschließlich auf der Geräteunterseite. Hier sind folgende Anschlüsse zu finden: DVI-I, D-Sub, Netzschalter, Stromanschluss, 1 USB-Upstream und 2 USB-Downstreams. Weitere 2 USB-Downstream Anschlüsse befinden sich auf der linken Seite des Panels. Es handelt sich bei den USB Anschlüssen um die Version 2.0. Auf der Rückseite des Fußes ist noch eine Kabelhalterung angebracht, damit auch die Kabel aufgeräumt wirken.

Seitliche Ansicht
Seitliche Ansicht
Genügend Platz für Lautsprecher
Genügend Platz für Lautsprecher

Die gesamte Verarbeitungsqualität ist sehr gut und abschließend kann dem HP L1955 in dieser Kategorie nur ein ausgezeichneter Eindruck bescheinigt werden.

Mechanik

Der HP L1955 bietet eine seitliche Drehfunktion, lässt sich neigen und in der Höhe verstellen. Die Drehfunktion und die Höhenverstellung sind optimal gelungen, die Verstellung des Neigungswinkels ist etwas schwergängiger und kann als befriedigend angesehen werden. Die Pivotfunktion ist sehr einfach zu realisieren und funktioniert einwandfrei. Um das Bild zu drehen liegt die erforderliche Pivotsoftware bei. Im Landschaftsmodus und in der Portraitstellung gibt es einen Anschlagpunkt. An diesem Anschlagpunkt steht das Panel absolut waagerecht.

Der Abstand von Rahmenunterkante zum Schreibtisch beträgt in der untersten Stellung 10,2 cm und in der höchsten 22,7 cm. Um zu ermitteln in welcher Höhe das Bild beginnt, zählen Sie zu den genannten Werten einfach die untere Rahmenbreite von 1,7 cm hinzu.

Pivot Rückseite
Pivot Rückseite

Die Signalquelle kann über die Taste + direkt am Gerät umgeschaltet werden, was ausgesprochen komfortabel ist. Neben der automatischen Feinabstimmung im Analogbetrieb, die ebenfalls direkt ausgewählt werden kann, sind keine weiteren direkten Einstellungen möglich. Selbst um Helligkeit und Kontrast anzupassen, ist ein Weg ins OSD unumgänglich.

Das Gerät ist im Betrieb fast geräuschlos. Erst wenn man das Ohr an die oberen Lüftungsöffnungen hält, ist ein kaum hörbares Summen zu vernehmen. Im Vergleich zu einigen TFT Modellen die ein hochfrequentes Pfeifen im Betrieb abgeben, kann man beim HP von einem lautlosen Betrieb sprechen. Lediglich wenn die Auflösung sich ändert oder die Signalquelle gewechselt wird, folgt ein kurzes hochfrequentes Geräusch. Dies stört aber weder beim Arbeiten, noch kann der positive Eindruck des Gerätes dadurch irgendwie geschmälert werden.

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