Test Philips 436M6VBPAB – Monitor für Konsolenspieler
2/7

16
58 116

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim Philips 436M6VBPAB keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 162,1 W 157 W
Betrieb typisch 62,7 W
140 cd/m² k. A. 58,3 W
Betrieb minimal k. A. 50,5 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W < 0,2 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,5 W < 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

Philips nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 162,1 Watt. Das kommt nach unseren Messungen recht gut hin. Bei maximaler Helligkeit (ohne Nutzung der HDR-Funktion, Lautsprecher und USB-Ports) liegt der Maximalverbrauch mit 157 Watt nur 3 % darunter.

Bei unserem Standardwert für die Bildschirmhelligkeit am Schreibtisch von 140 cd/m² zeigt das Messgerät 58,25 Watt an. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,2 cd/W und ist damit durchaus gut. Absolut gesehen muss das große Display natürlich auch auf der Stromrechnung bezahlt werden.

Sehr gut gelingt dem Philips 436M6VBPAB die Reduktion des Verbrauchs im Standby. Wir messen Werte von deutlich unter 0,2 Watt. Das Ausschalten via Soft-off kann man sich sparen, da sich der ohnehin schon minimale Verbrauch darüber nicht weiter reduzieren lässt. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat das Gerät nicht.

Anschlüsse

An Anschlussoptionen bietet der Philips-Monitor HDMI (2.0), DisplayPort (1.2), Mini DisplayPort (1.2) und USB Typ C. Zusätzlich gibt es einen USB-Hub mit zwei USB-3.0-Schnittstellen und einen PC-Audio-Eingang sowie Kopfhörer-Ausgang.

Anschlüsse auf der Rückseite des Philips 436M6VBPAB
Anschlüsse
Anschlüsse (Screenshot Handbuch Philips)
Anschlüsse (Screenshot Handbuch Philips)

Bedienung

Die Bedienung kann zwar über einen kleinen Joystick-Button auf der Rückseite auch direkt am Gerät erfolgen. Aufgrund der Display-Größe ist dieser aber schlecht zu erreichen, sodass man in der Praxis primär die Fernbedienung verwenden wird.

Joystick-Taste auf der Rückseite
Joystick-Taste auf der Rückseite
Zoom auf Joystick-Taste
Zoom auf Joystick-Taste

Die Fernbedienung hat eine angenehme Größe und liegt gut in der Hand. Ansonsten ist sie aber eher kostenoptimiert gehalten. Beleuchtete Tasten sucht man vergebens. Die Bedienung damit ist jedoch weitgehend selbsterklärend. Für Helligkeit, Lautstärke, Signalquelle und SmartImage-Modus gibt es Direktwahltasten.

Einfach gehaltene Fernbedienung
Einfach gehaltene Fernbedienung

Negativ fällt die Fernbedienung allerdings mit einer starken Richtungsabhängigkeit auf. So stark, dass wir zunächst schon vermuten mussten, eine defekte Fernbedienung erhalten zu haben. Tatsächlich funktioniert sie nur dann, wenn man sie direkt auf den rechten Rand des Gerätes ausrichtet (in Richtung der Betriebs-LED). Zielt man dagegen auf den linken Rand oder die Mitte des Bildschirms, passiert nichts. Das ist leider nicht nur aus nächster Nähe, sondern auch aus ca. zwei bis drei Metern der Fall.

OSD

Anstatt den Kunden mit einer Fülle unterschiedlichster Bildmodi zu konfrontieren, verzichtet der Philips 436M6VBPAB einfach darauf. Auch die daran erinnernde Funktion „SmartImage“ ist ab Werk ausgeschaltet. Angesichts der guten Werkseinstellung des Gerätes haben wir allerdings nichts vermisst. Wer hat schon Lust, dauernd den Bildmodus zu ändern – für die Fotovorführung einen anderen als für den Heimkinoabend? Einschalten und fertig ist hier erst mal die Devise.

Die Funktion „SmartImage“ soll zusätzliche Vorgabeeinstellungen anbieten, die den Bildschirm optimal an unterschiedliche Bildinhalte anpassen sowie Helligkeit, Kontrast, Farbe und Schärfe in Echtzeit perfekt regeln. Laut Beschreibung im Handbuch sind das also doch wieder Bildmodi, die sich hier aber primär auf die Optimierung für unterschiedliche Gaming-Genres beschränken. Dafür kann das durchaus Sinn ergeben. Aus unserer Sicht ist das folglich insgesamt ein recht guter Ansatz.

OSD: Bildoptimierung mit „SmartImage“ (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Bildoptimierung mit „SmartImage“ (Screenshot Handbuch Philips)

Wie bereits beim Lieferumfang erwähnt, gibt sich das Handbuch bei der Erläuterung der einzelnen OSD-Funktionen recht karg. Dementsprechend spärlich sind auch die Screenshots, die wir hier anbieten können.

Die grundsätzliche Bedienung des OSDs ist aber erst mal sehr intuitiv und selbsterklärend. Bei bestimmten Funktionen haben wir allerdings eine genaue Beschreibung vermisst. Was sie jeweils bewirken, lässt sich nur mit Herumprobieren herausfinden.

OSD: Beispiel 1 (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Beispiel 1 (Screenshot Handbuch Philips)

Die Größe des OSDs im Verhältnis zum Gesamtbildschirm ist beim Philips 436M6VBPAB gut gewählt, sodass die Bedienung auch aus TV-Sitzabstand ganz gut funktioniert. Neben dem scheinbar zur Pflicht gewordenen Low-Blue-Modus, um am Abend die Augen zu schonen, bietet der Philips 436M6VBPAB auch umfangreiche PiP-/PbP-Funktionalität, um gleichzeitig mehrere Quellen auf dem Bildschirm anzuzeigen.

OSD: Beispiel 2 (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Beispiel 2 (Screenshot Handbuch Philips)

Erwähnenswert ist hier noch die Funktion „Ambiglow“. Es handelt sich dabei um eine abgespeckte Variante von „Ambilight“, die bei Philips-TV-Geräten praktisch schon seit sehr vielen Jahren Standard ist

OSD: Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch Philips)

Bildqualität

Wie bereits beim Design beschrieben, spiegeln Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sehr stark. Sitzt man direkt davor, kann man sich bei dunklen Szenen einen Spiegel sparen. Kritisch wird es, wenn Lichtquellen von der Spiegelung erfasst werden.

MMD setzt beim Philips 436M6VBPAB auf ein MVA-Panel und gibt den nativen Kontrast mit 4000:1 an. Daher überrascht es auch nicht, dass das Gerät mit einem äußerst satten Schwarzwert überzeugen kann.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus: Aus
Helligkeit: 60
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500
RGB: k. A.
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: 50
Reaktionszeit: Aus

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

16 KOMMENTARE

  1. Hat der Monitor auch das Problem mit dem Einbrennen wie der Philips BDM4350UC ?
    Würde ihn gern zum zocken mit dem der PS4 nehmen aber da ich auch öfters Stream anschaue wäre das natürlich nicht sehr toll wenn er da das gleiche Problem wie der oben genannte Phillips hätte.

    Ps Sorry falsch der Post doppelt kommt, kam ein Fehler nach dem Senden und ich habe ihn nochmal geschrieben.

  2. Hat der Monitor auch das Problem mit dem Einbrennen was bei dem Philips BDM4350UC häufiger reklamiert wurde ? Würde den Monitor gerne zum zocken mit der PS4 nehmen, da ich aber auch öfters Stream anschaue wäre das natürlich sehr blöd sollte das bei diesem auch der Fall sein.

  3. Hallo. In den technischen Daten steht die HDMI Version 2.0. Die ist aber nicht HDR fähig. Ist das ein Fehler oder handelt es sich tatsächlich „nur“ um 2.0 ohne a oder b dahinter? Der Zuspieler müsste dann also zwingend über DP 1.4 angeschlossen werden um HDR sehen zu können?

    • Genau so steht es auf der Herstellerseite. Ich habe leider auf die Schnelle per Google auch keine andere Info gefunden. Also ich denke das geht nur über DisplayPort.

  4. Does it have RGB sub-pixel structure or BGR like most 40″-43″ current monitors?
    ( which makes them not really usable for accurate line reproduction, CAD, graphics etc?)

      • Thank you for the prompt reply!
        Any recommendation for 40-43 inch display that have proper RGB structure and subpixels for secondary colors?

        • This is exactly my curent problem, too. It seems there is only 2 different flat 4K panels of that size worldwide in production:
          – This one, a VA-panel, which is 43inch in diagonal and this suffers from BGR-constellation with text and lines in everey installment (this philips 436…, ausus PQ43.., acer CG7)
          – Another one, IPS-panel, which is 42.5inch in diagonal and that suffers from burn-in/afterglow effects ( e.g. the philips 435…, acer ET0 ET430…, iiyama X43…, Dell U4320Q) with static content like button-bars, window-edges etc.

          havent found an acceptable compromise for CAD at a reasonable price yet 🙁

  5. Wir vermuten, dass hier zu einem technischen Kniff gegriffen wurde, um die hohe Maximalhelligkeit des Philips 436M6VBPAB zu ermöglichen. Das wird meiner Meinung nach die Quantum Dot Technologie sein.
    00 und 01 sind das gleiche Gerät Herr Badder. 00 ist die Bezeichnung Für die Region(Europa).

  6. Welchen Typ des Philips Momentum Monitors haben Sie getestet ?
    436M6VBPAB/00 Ultra Wide Color-Technologie
    436M6VBPAB/01 mit Quantum Dot color

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!