Test ViewSonic VP2768-4K – Monitor für Bildbearbeitung
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Reaktionsverhalten

Den ViewSonic VP2768-4K haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „Standard“, „Erweitert“ und „Ultraschnell“. Als Standardwert ist „Standard“ voreingestellt.

60 Hz, Overdrive „Standard“

In der Werkseinstellung erreicht der ViewSonic VP2768-4K zumindest fast befriedigende Werte. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 18 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 14 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt lange 20,3 ms, und der CtC-Wert wird mit 11,2 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Standard“): befriedigende Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Standard“): befriedigende Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Standard“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Standard“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Erweitert“

In der mittleren Overdrive-Stufe werden die Schaltzeiten merklich verbessert, ohne die neutrale Abstimmung zu gefährden.

Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 12,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 16,3 ms, und der CtC-Wert wird mit 10,4 ms auch leicht verbessert.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Erweitert“): ordentliche Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Erweitert“): ordentliche Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Erweitert“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Erweitert“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

Das Ergebnis in der höchsten Overdrive-Stufe ist etwas ungewöhnlich. Die Reaktionszeiten bleiben im Rahmen der Messgenauigkeit unverändert. Überschwinger werden auch hier keine sichtbar. Die Abstimmung bleibt in allen drei Overdrive-Stufen praktisch unverändert neutral.

Daher ist die Empfehlung auch einfach: Man kann den ViewSonic VP2768-4K unabhängig vom Anwendungszweck immer in der höchsten Overdrive-Stufe betreiben, ohne dabei Qualitätseinbußen fürchten zu müssen.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): ordentliche Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): ordentliche Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Ultraschnell“): keine Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Standard“
60 Hz, Overdrive „Standard“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Erweitert“
60 Hz, Overdrive „Erweitert“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“
60 Hz, Overdrive „Ultraschnell“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ViewSonic VP2768-4K messen wir mit 6,3 ms geringe Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 8,3 ms ebenfalls sehr ordentlich, insgesamt macht das 14,6 ms.

Da der Input-Lag für einen 60-Hz-Monitor recht gut ausfällt und die Reaktionszeiten ebenfalls befriedigend sind, ist der ViewSonic VP2768-4K auch als Gaming-Monitor für Gelegenheitsspieler gut zu gebrauchen. Dabei muss man noch nicht mal ständig den Overdrive umschalten, da die Bildqualität auch in der höchsten Stufe nicht beeinträchtigt wird.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert. Deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern), und der Monitor ist auch bei reduzierter Helligkeit für längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Der ViewSonic VP2768-4K hat zwar im OSD einen kompletten Hauptkategorie-Punkt „Audio-Einstellungen“ und wird von Windows 10 als Audio-Ausgabegerät erkannt, besitzt aber keine eigenen Lautsprecher. Die Optionen „Lautstärke-Regelung“ und „Stummschaltung“ können aber verwendet werden, wenn über dein Audio-out-Ausgang externe Lautsprecher angeschlossen werden.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des VP2768-4K angeschlossen werden, der Ton wird an den Audio-Ausgang weitergeleitet. Spezielle Zusatz-Features wie Bild im Bild oder ein TV-Tuner hat der ViewSonic VP2768-4K nicht.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen und steht ab Werk auf Stufe 50. Wir haben für alle Tests die Einstellung so belassen.

Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet der VP2768-4K die Optionen „Fläche ausfüllen“ (ggfls. verzerrt), „4:3“ und auch eine pixelgenaue 1:1-Darstellung an. Zumindest ist das laut Handbuch so, denn eine Option für die pixelgenaue 1:1-Darstellung konnten wir im OSD dann doch wieder nicht finden.

Gängige Video-Auflösungen im 16:9-Format wie 720p und 1080p kann der ViewSonic VP2768-4K damit auch problemlos eigenständig zum Vollbild skalieren. Bei anderen Formaten als 4:3 wird es dagegen mit einer verzerrungsfreien Darstellung schwierig. Eine 24p-Wiedergabe beherrscht der Proband ebenfalls nicht.

Overscan, Farbmodelle und Signallevel

Der ViewSonic VP2768-4K kann unterschiedliche Farbformate (RGB und YUV, jeweils mit vollem oder limitiertem Umfang) entgegennehmen. Die Umschaltung erfolgt entweder automatisch oder manuell. Sogar eine Option zum Einstellen eines Overscans ist vorhanden.

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